publiziert: 03.07.2011 12:53 Uhr
aktualisiert: 04.07.2011 09:30 Uhr
» zur Übersicht Kitzingen
    
    
Artikel
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text ABTSWIND
Sommernachtswald lockt auf Friedrichsberg

Hunderte Besucher bewundern Jagdhunde, Alphornbläser und illuminierte Bäume
  • Lagerfeuerromantik: Auch das war im Sommernachtswald geboten.
  • Wahre Könner: Liegen bleiben, egal was passiert, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn Herrchen in die Hände klatscht oder über einen drüber steigt – die Jagdhunde präsentierten bei der Veranstaltung Sommernachtswald ihr Können vor einem beeindrucktem Publikum.
    Fotos: Guido Chuleck
Bild von
2 Bilder
    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
Sommernachtswald
Friedrichsberg
02.07.2011
    

Schon von weitem sind sie zu hören, die Pleichfelder Alphornbläser, und ihre klaren und lauten Töne sorgen dafür, dass die Besucher des „Sommernachtswaldes“ auf dem Abtswinder Friedrichsberg ihre Schritte unwillkürlich beschleunigen.

Vor allem die Kinder werden immer schneller, schließlich bekommt man nicht alle Tage Alphornbläser live geboten. Doch kurz vor dem Ziel, der ehemaligen Gastwirtschaft auf dem Berg, werden die Schritte wieder langsamer. Gebell schallt durch den Wald, eine Gruppe Jäger mitsamt Hunden erregt die Aufmerksamkeit. Mitten drin: ein vierbeiniges und recht junges Brüderpaar.

Die neun Monate alten Terrierbrüder sind gelangweilt und fühlen sich inmitten der Meute schlichtweg nicht ausgelastet, weil ihnen Action fehlt. Wie bei Kindern, die sich unbeachtet wähnen, brechen sie zunächst untereinander einen Streit vom Zaun, um dann urplötzlich geschwisterlich vereint das gesamte Rudel aufmischen zu wollen. Der Besitzer zieht die streitlustigen Terrier aus dem Rudel raus, dann hat Rainer Hornung die notwendige Ruhe, um die Hunde und das, was sie können, vorzustellen.

Und diese Jagdhunde können einiges. Zum Beispiel die vom Jäger erlegte Ente apportieren. Allerdings sind es hier Dummys, „die setzen wir gezielt zur Ausbildung der Hunde ein“, erklärt der Vorsitzende des unterfränkischen Jagdklubs Würzburg, Rainer Hornung. Mitgebracht hat er neben seinen eigenen Hunden auch Jagdhundbesitzer, die vor kurzem einen seiner vielen Ausbildungskurse besucht haben.

Einige Schritte weiter pirschen die Waldbesucher wie die Indianer durch den Wald. „Bloß auf keinen Ast treten“, ermahnt ein Vater seine Kinder im Grundschulalter. Diese Ermahnung zeigt zwar nicht wirklich Wirkung beim Nachwuchs, und wären es echte Indianer gewesen, hätte man sie mehrere hundert Meter weit hören können. Doch schon Minuten später setzt wildes Getrommel ein. Nein, man ist nicht von feindlichen Indianern entdeckt worden, sondern das ist die fünfköpfige Trommelgruppe „Out loud“, die zur Unterhaltung der Besucher aufspielt.

Trotz des etwas kühlen Wetters bevölkern einige hundert Besucher das Fest, sehr zur Freude von Klaus Behr vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen. Das Amt hat in Zusammenarbeit mit der Castellschen Forstabteilung diesen „Sommernachtswald“ organisiert. „Zum Glück regnet es nicht“, sagt er mit einem leicht bangen Blick zum Himmel. Es wird auch bis Mitternacht nicht regnen, die Kinder machen sich auf die Suche nach Fledermäusen, spielen Räuber, entlocken ihren Vätern ein Sondertaschengeld für Pommes mit viel Ketchup und tollen durch den Wald.

Die „Kräuterfee“ Barbara Wallochny aus Marktbreit erlebt großen Zuspruch an ihrem Stand, die Imker Wolfgang Schleichert und Arnold Sendner aus Gerolzhofen geben bereitwillig Auskunft über ihre Arbeit und die viel wichtigere Arbeit der Bienen, Stefan Möhringer und seine Mitarbeiterin Eva Meißner stellen ihren Betrieb vor, der Maschinen für die Holzverarbeitung baut, und nebenan präsentiert die Mehling&Wiesmann GmbH die Ergebnisse, unter anderem Laminat in schokoladenbraun.

Ein Spaziergang abseits der Wege, immer an den mit gelben Bändern markierten Bäumen entlang, führt die Besucher wieder hinaus ins Freie. Jeder geht für sich selbst und genießt den kleinen Spaziergang bis zum letzten Atemzug. Vor allem im „Elfenwald“: Die Veranstalter beleuchten einige Bäume, die im satten Violett oder flammenden Rot gespenstisch schön aussehen. Die achtjährige Nicole Hart ist nicht die einzige, die diesen wunderschönen Zauber in sich aufsaugt.


Von unserem Mitarbeiter Guido Chuleck
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Party

 
    

News

 
    

Sport

    
    

Termine Heute

 
    

Morgen

 
    

Suche

    
    

Live-Ticker 

    
    

Live-Ticker 

    
    

Das war Fasching 2012 

Berichte und Bilderserien der vergangenen Faschingsveranstaltungen in Mainfranken... »mehr
    
Anzeige
    

s.Oliver Baskets TV

    
    

KLASSE! 

KLASSE!
Das Medienprojekt für Schulen - alle Informationen. »mehr
    
    

Gas

 
    

DSL

 
    

Strom

Gas
Tarifrechner
Kostenloser Gas-Tarifrechner mit allen aktuellen Anbietern und Tarifen.
Ihre PLZ
Verbrauch
    
    

Börsendaten

    
    

Anzeigen 

Traueranzeigen
Täglich aktuell auf mainpost.de: Traueranzeigen aus der Region.  »mehr
    
    

Pfiffikus - Zeitung für Kinder 

Die Zeitung für Kinder jetzt auch täglich im Internet auf mainpost.de lesen. »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

Main-Post intern 

    
Anzeige