aktualisiert: 03.02.2012 17:13 Uhr
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WIESENTHEID
Veitshöchheim ohne „Gentlemen“
Wiesentheider schaffen Sprung zu „Fastnacht in Franken“ nicht, feiern aber neue Erfolge
Der Traum vom Auftritt bei der Fernseh-Kultsendung „Fastnacht in Franken“ ist für das Männerballett „Gentlemen“ ausgeträumt. Bis ins Finale der letzten sechs Bewerber der Kandidatensuche des Bayerischen Fernsehens hatten es die Männer der Kolping-Karnevalsgesellschaft (Ko-Ka-Ge) geschafft. Dort jedoch erhielt Wortakrobat Jochen Schaible aus Ehingen in Mittelfranken das Ticket zum Auftritt in Veitshöchheim. Die närrischen Männer aus Wiesentheid, die mit ihrer heißen Nummer als Feuerwehr angetreten waren, wechselten die Kostüme: Diese Faschingssession treten 14 von ihnen in „Max und Moritz“ auf.
Bereits im Herbst waren die Sendungen „Franken sucht den Supernarr“ aufgezeichnet worden, die nun gezeigt wurden. Die Wiesentheider, wie auch die anderen Teilnehmer, hatten sich vertraglich dazu verpflichtet, nichts über den Ausgang des Wettbewerbs nach außen dringen zu lassen. Wer wollte, konnte die Sendung am Donnerstagabend in Wiesentheid wieder gemeinsam mit der Kolping-Tanzgruppe anschauen – im Pfarrheim.
„Eine heiße Nummer.“Moderator Volker Heißmann über die Gentlemen aus Wiesentheid
Diesmal herrschte allerdings kein großer Andrang. Nur etwa 25 Personen schauten auf der extra von Günter Möderl aufgebauten Leinwand das 45minütige Finale mitsamt der Bekanntgabe des Gewinners an. Das eher niedrige Interesse könnte daran gelegen haben, dass mancher wohl doch ahnte, dass es für die Gentlemen nicht zum großen Wurf reichen sollte. „Für uns waren allein die Teilnahme und das Erreichen des Finales ein Riesen-Erfolg“, hatte Ko-Ka-Ge-Vizepräsident Marcus Wicher bereits im Vorfeld betont.
„Ach schau mal, da sind wir“, freute sich Gentlemen-Trainerhälfte Sabine Wagner, als die mitgereisten Wiesentheider beim Vorspann zur Sendung gleich mal voll im Fernsehbild auftauchten. Schließlich präsentierten die Kandidaten der Reihe nach ihre Nummer vor der Jury, die aus Kabarettist Martin Rassau, dem Sitzungspräsidenten von „Fastnacht in Franken“, Bernd Händel, und Radiomoderatorin Katja Wunderlich bestand. Als fünfte von sechs Nummern durften die Wiesentheider ran. Auf eine zweiminütige Sequenz waren rund fünf Minuten Tanz zusammengekürzt. „Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man sich da tanzen sieht, meinte etwa „Feuerteufel“ Martin Skorepa.
Viel Lob gab es für die „Feuerwehr“, unter deren Motto der Tanz der Gentlemen stand. „Eine heiße Nummer“, meinte Moderator Volker Heißmann. Sie sollte aber nicht heiß genug sein. Am Ende reichte es nicht, was aber für die Wiesentheider keine Tragödie war. „Dass sie unseren besten Part da raus geschnitten haben, hat mich schon geärgert“, wunderte sich Trainerin Marga Dürner später über den Fernsehbeitrag.
So durften die Akteure lediglich eine Fülle unvergesslicher Eindrücke von der Aufzeichnung mitnehmen. Hinter der Bühne wurden alle Akteure gleich nach ihrem Auftritt interview, „als hätte man gewonnen“, so Otmar Schraut über den Ausflug in die Fernsehwelt nach Fürth.
Der ist nun vorbei, wie auch der Tanz mit dem Feuer-Motto. In der aktuellen Faschingssession haben die „Gentlemen“ als Thema „Max und Moritz“ gewählt. Damit sind sie schon wieder erfolgreich. Bei einem Turnier am vergangenen Wochenende im baden-württembergischen Waldstetten bei Aalen wurden die tanzenden Männer gleich auf Platz eins gewählt.
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