publiziert: 26.08.2011 13:48 Uhr
aktualisiert: 26.08.2011 13:58 Uhr
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Vergiftete Würste am Radweg ausgelegt

Mehrere Mainstockheimer Hunde sind erkrankt – Bürgermeister: Das ist eine Sauerei

„Das ist eine Riesensauerei“ und: „Dafür gibt es keine Entschuldigung!“ Mit diesen Worten brachte Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag zum Ausdruck, was in Mainstockheim seit einigen Tagen vor allem bei Hundebesitzern für Unruhe und Aufregung sorgt: Vergiftete Köder entlang des Radweges.

Zunächst waren es Anrufe von Wohnmobilisten, die der Gemeinde mitteilten, dass ihre Hunde starke Krämpfe bekommen hätten. Auch Ratskollege Horst Schiffler habe von Vergiftungserscheinungen bei Hunden gehört und den Bürgermeister informiert.

Eine Mainstockheimerin, so Fuchs, habe ihn angerufen, dass am Radweg Richtung Kitzingen Würste liegen würden. Die Frau habe sich nicht getraut, die Würste anzufassen, so habe habe sie eingesammelt, berichtet der Bürgermeister im Gemeinderat. Es habe sich um mehrere Knackwürste gehandelt, die auf einer Strecke von 80 Metern ausgelegt waren.

Die Knacker hatte Fuchs – da es Sonntag war – zunächst zur Polizei gebracht. Außerdem habe er Anzeige erstattet. Weitere Würste – diesmal Cocktailwürstchen – seien im Bereich der Fährwiese gefunden worden. Auch der Hund des Fährmanns habe kürzlich gesundheitliche Probleme gehabt, zu diesem Zeitpunkt habe man allerdings von den möglichen Giftködern noch nichts gewusst.

Bürgermeister Fuchs berichtete weiter, dass das Veterinäramt am Landratsamt Kitzingen nichts an den Würsten habe feststellen können, diese aber zur Untersuchung an die tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität nach München geschickt. Dort wurden die Mainstockheimer Würste in einem Labor untersucht. Das Ergebnis: alle gefundenen Würste waren mit dem Stoff Metaldehyd präpariert.

Metaldehyd ist ein Stoff, der normalerweise in Schneckenkorn, einem Ungeziefervernichtungsmittel, Verwendung findet, so Fuchs. „Da hat sich einer richtig Arbeit gemacht, denn das Schneckenkorn muss zunächst in Wasser aufgelöst und dann mit einer Spritze in die Würste injiziert worden sein“, sagte der Bürgermeister. Er fordert die Bürger dazu auf, wachsam zu sein und vor allem auch auf spielende Kinder acht zu geben.

Als mögliches Motiv des Täters oder der Täterin sagte Fuchs: „Ich habe mich geschämt Mainstockheimer zu sein, als ich den Grünstreifen neben dem Radweg gesehen habe. Dort liegt eine Tretmine neben der anderen. Dennoch ist dies kein Grund Tiere, zu vergiften. Die Kreatur kann nichts dazu.“ Er appellierte an alle Hundehalter, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu beseitigen.

Den Täter nannte Fuchs einen Spinner. Er forderte allerdings auch dazu auf: Wenn jemand beobachte, dass ein Hundebesitzer die Haufen seines Hundes nicht beseitige, sich Datum und Uhrzeit zu notieren und den Betreffenden bei der Gemeinde zu melden. Was die Anzeige angehe, die er erstattet habe, werde er bei der Polizei darauf drängen, dass diese die Sache weiter verfolgt.

(rw)
    
    

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Die neuesten Kommentare

spunk69 (40 Kommentare) am 27.08.2011 07:08

Typisch Fuchs

Anzeige gabs wohl eher, weil sein eigener Hund betroffen war, ansonsten kümmert er sich doch nur um seine, ihm wichtige, " Geschäfte" !
(1)
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