publiziert: 18.04.2011 15:15 Uhr
aktualisiert: 18.04.2011 16:23 Uhr
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Viel Potenzial beim Energiesparen

Bürgergespräch bei der SPD in Dettelbach

(ode) Größter Energiefresser im Haushalt ist die Heizung. Selbst ausgeschaltete Elektrogeräte fressen noch Strom. Dieses und vieles mehr erfuhren die Teilnehmer am zweiten Bürgergespräch des SPD-Ortsvereins Dettelbach von Energieberater Günter Lieberth.

Entweder besteht wenig Interesse am Energiesparen oder die Bürger sparen bereits Energie, wo immer es möglich ist, teilt der Ortsverein über sein Bürgergespräch mit. Es waren nämlich gerade 20 Personen gekommen, um von Energieberater Günter Lieberth aus dem Landkreis Haßfurt Neues über das Sparen in Sachen Energieverbrauch zu erfahren.

Lieberth ging auf die ständig knapper und teurer werdenden Brennstoffe sowie auf den CO•-Anstieg und die Erderwärmung ein. Die beängstigenden Folgen des Temperaturanstiegs müssten zu raschem Handeln veranlassen. Bei einer Energieeinsparung im Verkehr von nur fünf Prozent würden 15 Millionen Tonnen CO• weniger freigesetzt werden, bei einer Stromersparnis von acht Prozent könnten 20 Millionen Tonnen CO• vermieden werden und bei einer Reduzierung von 19 Prozent fossiler Brennstoffe in den Heizungsanlagen würden 70 Millionen Tonnen CO• weniger in die Luft geblasen werden.

Jeder könne zur Ersparnis auf dem Energiesektor beitragen, so Lieberth. Viele kleine Minderverbräuche würden nicht nur das Klima, sondern auch den eigenen Geldbeutel schonen. Wer zum Beispiel eine 40-Watt Glühlampe durch eine gleich helle Energiesparlampe ersetze, benötige nur sieben Watt. Verwende man dagegen eine moderne LED-Lampe, würde das Messgerät sogar nur vier Watt anzeigen. Zwar sei die Anschaffung teurer, aber der geringe Verbrauch und die sehr hohe Lebensdauer gleiche die Mehrausgaben mehr als aus. Kaum einem der Anwesenden war bekannt, dass viele Elektrogeräte auch dann noch Strom ziehen, wenn sie ausgeschaltet sind. Deshalb der Rat des Experten: Netzstecker ziehen oder eine Steckdosenleiste mit Schalter verwenden.

Ein richtige Stromfresser sei der Wäschetrockner, erläuterte Lieberth. Aber auch alte Kühlschränke, Gefriertruhen und andere Elektrogeräte lassen den Stromzähler schneller laufen. Ein Austausch durch neue, energieeffiziente Geräte mache sich schon nach wenigen Jahren bezahlt. Auch bei der Zentralheizung lässt sich allein durch den Austausch der alten Umwälzpumpe gegen eine neue Hocheffizienzpumpe der Stromverbrauch von bis zu 800 KWh auf 46 KWh pro Jahr verringern. Ein größerer Brocken ist die Gebäudedämmung. Einfachste Dinge wie Kochtopf mit Deckel oder Einsatz des Wasserkochers bei kleinen Mengen schone Umwelt und Portemonnaie, sagte Lieberth.

Diese und viele weitere Tipps konnten die Teilnehmer der Veranstaltung mit nach Hause nehmen. „Wir müssen keineswegs zurück zum Kerzenschein“, beruhigte der Energieberater, „mit dem Einsatz effektiver Geräte lässt sich schon eine Menge an Strom einsparen.“

    
    

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