aktualisiert: 07.02.2012 17:10 Uhr
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KITZINGEN
Wird Bürgerzentrum ausgebremst?
Aus dem Bürgerarbeitskreis „Soziale Stadt“
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Engagiert: Zum 21. Mal trafen sich am Montagabend die Mitglieder des Arbeitskreises „Soziale Stadt“ im Quartiersbüro von Quartiersmanager André Hahn (vorne rechts), um sich Gedanken über mögliche Verbesserungsmaßnahmen in ihrem Stadtteil zu machen, in dem die meisten Menschen der Stadt Kitzingen leben.Foto: RALF WEISKOPF
Dass in der Kitzinger Siedlung ein dringender Bedarf an Räumen für Gruppen und Vereine, für Bildungs- und Kulturangebote, aber auch für private Feiern sowie für ein Jugendzentrum besteht, steht schon länger fest. Laut André Hahn dem Quartiersmanager des Projektes „Soziale Stadt“ hat der Bedarf seit einer Erhebung vor einiger Zeit sogar noch zugenommen.
André Hahn gab am Montagabend beim 21. Treffen des Bürgerarbeitskreises einen Bericht, der die Mitglieder zunächst so zuversichtlich stimmte, dass einige sogar schon eine Diskussion über die Höhe der zukünftigen Raummiete begannen. Wie schon bei der Bürgerversammlung im November berichtete Hahn von den beiden Stadtratsbeschlüssen vom vergangenen Jahr, wonach ein Bürgerzentrum in der Siedlung im Pfarrheim Sankt Vinzenz entstehen soll. Erste Planungen gehen von Kosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro aus.
Laut Hahn ist inzwischen die Bedarfsermittlung an die Regierung von Unterfranken gesandt worden. Derzeit werde an einem Betreiber- und Finanzierungskonzept gearbeitet, das am 29. März dem Stadtrat vorgestellt werden soll. Konkrete Pläne und die Umsetzung seien für das zweite Quartal 2012 geplant. Ein Architekt ist inzwischen mit der Grundlagen- und der Vorplanung beauftragt worden, berichtete der Quartiersmanager.
Gebremst wurde die Euphorie dann von Stadträtin Andrea Schmidt. Die Referentin für das Projekt Soziale Stadt sagte, sie habe die Befürchtung, dass das Bürgerzentrum möglicherweise im Stadtrat „hinten runter fällt“, da erst die Haushaltsberatungen auf der Tagesordnung stehen. Es gebe bereits Stimmen, die sagen würden, man benötige das Geld in Kitzingen zunächst für wichtigere Dinge, so Schmidt. Es sei ihr nicht gelungen, das Thema Bürgerzentrum noch vor den Haushaltsberatungen auf die Tagesordnung zu bringen. Sie forderte die Mitglieder des Arbeitskreises auf, die Stadträte auf das Thema anzusprechen und die Ratssitzungen zu besuchen.
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