aktualisiert: 22.02.2012 17:08 Uhr
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KARLSTADT
„Fasten? Unnötig!“
Umfrage unter Schülern, was sie vom Verzicht halten
An der Johann-Rudolph-Glauber-Realschule in Karlstadt klingelt es zur Pause. Überall öffnen sich Türen, Schüler strömen in die Aula, darunter ist Charlotte. Die Main-Post will in einer kleinen Umfrage unter den Schülern in Karlstadt erfahren, ob sie fasten, in den nächsten 40 Tagen bis Ostern auf etwas verzichten.
Fasten, was ist das eigentlich? „Na ja, einen Monat keine Süßigkeiten essen“, antwortet Charlotte. So genau weiß sie das nicht. Auch die anderen Befragten haben nur mal gehört, dass man in der Fastenzeit zwischen Fasching und Ostern auf bestimmte Dinge verzichtet, zumindest als gläubiger Christ (siehe Infobox).
Charlotte fastet nicht. Genau wie ihre Familie findet sie das Fasten unnötig, wie sie sagt. Viele Schulkameraden denken wie sie.
Denis, Constantin, Emily und Jenny gehen gemeinsam in der Klasse 8d. Jenny ist die einzige, die fastet. Sie nutzt die Zeit für eine Mini-Diät und will gesünder essen als während des restlichen Jahres. Ihre Familie ist atheistisch und fastet nicht. „Nur die Oma fastet mit“, berichtet Jenny. Ihre drei Freunde halten nichts vom Verzicht. „Außerdem ist das Essen viel zu lecker, als dass man darauf verzichten könnte“, schmunzelt Emily.
Sefa, Eren und Emre kennen Verzicht. Als Muslime fasten sie 30 Tage im Ramadan. Dann dürfen sie von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Auf die Frage, ob sie das gerne machen, antworten sie mit einem: „Geht so“. Es sei zwar anstrengend, den ganzen Tag ohne Nahrung auszuhalten, aber am Abend, wenn die ganze Familie zu Abend isst, sei die Stimmung sehr gut.
Im Johann-Schöner-Gymnasium denken die Schüler ähnlich. Auch hier halten die meisten Befragten wenig vom Verzicht. Linus ist einer von ihnen. Warum, weiß er selber nicht genau: „Auch meine Familie fastet nicht.“ Sebastian ist da anderer Meinung: „Ich esse kein Fleisch, keine Süßigkeiten und so.“ Er fastet zusammen mit seiner ganzen Familie, und es ist ihm nicht unangenehm.
Janik denkt ähnlich wie Sebastian. Auch er verzichtet auf Süßigkeiten. „Ich faste nicht richtig, nur so ein bisschen halt“, sagt er. Seine ganze Familie nimmt die Fastenzeit ernst. Und er ist glücklich damit.
In der Konrad-Von-Querfurt-Mittelschule traf die Main-Post Özlem, Sina und Alicia. Fasten bringe nichts. „Das schafft man doch eh nicht“, sind sie einer Meinung. Die Tante von Daniel hingegen fastet. Sein Kommentar: „Fasten ist Schwachsinn.“
Es klingelt. Die Schüler an der Johann-Rudolph-Glauber-Schule gehen zurück in ihre Klassenzimmer. Zumindest diese Pause haben sie noch alle ihr Pausenbrot genossen – egal ob Christen, Muslime oder Atheisten.
Fastenzeit
Das Wort Fasten kommt vom gotischen fastan = „an den Geboten der Einsamkeit) festhalten“ und bezeichnet den willentlichen oder unwillentlichen Entzug von Speisen, Getränken und/oder Genussmitteln, darunter auch Handys. Das Fasten ist in vielen Religionen Brauch. Im Christentum fastet man 40 Tage vor Ostern. In dieser Zeit ernähren sich viele Christen gesünder und einfacher, sie verzichten beispielsweise auf Fleisch und Alkohol. Damit erinnern die Gläubigen an die 40 Tage, die Jesus betend und fastend in der Wüste verbrachte. Auch im Islam und im Judentum fastet man. Quelle: Wikipedia
Von unserem Praktikanten
Nassim elsner
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Die neuesten Kommentare
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DMA (696 Kommentare) am 22.02.2012 15:42
Mal abgesehen davon,dass der Verzicht auf Fleisch und Süßigkeitem nicht nur gesund ist, nein man tut auch anderen etwas Gutes damit (zumindest beim Verzicht auf Fleisch). Fasten ist durchaus sinnvoll: Man lernt Selbstbeherrschung. Wer mal eine Zeit lang bewusst auf Dinge verzichtet, dem fällt es dann auch nicht so schwer, wenn er mal auf Dinge verzichten muss. |
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