publiziert: 23.05.2011 17:37 Uhr
aktualisiert: 24.05.2011 11:27 Uhr
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„Helden“: Kreativität und Fingerspitzengefühl

Zeit für Helden: Schüler des Modoclubs bauten einen Hühnerstall im Kreisseniorenzentrum
  • Stolze Helden nach getaner Arbeit: Schüler des Modoclubs bauten bei der Aktion „Zeit für Helden“ im Kreisseniorenzentrum in Gemünden einen Hühnerstall mit Auslauf.
    Foto: Uwe Breitenbach
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Viele strahlende Gesichter gab es am vergangenen Wochenende im Kreisseniorenzentrum in Gemünden, als die Schüler von der Ganztagesbetreuung Modoclub bei der Sozialaktion „Zeit für Helden“ ein großes Hühnerhaus errichteten. Die Idee für den Bau des Tiergeheges stammte von der Leiterin des Seniorenzentrums, Monika Jungkunz, die den Senioren damit einen lang gehegten Wunsch erfüllen wollte.

Die Vorfreude und Spannung war aber auch bei den Senioren zu spüren, denn kaum waren die ersten Schüler bei der Arbeit, kamen sie aus ihren Zimmer in den Garten, um den fleißigen Helfern über die Schulter zu schauen. Manche der Senioren nahmen auch selbst das ein oder andere Werkzeug in die Hand. „Klappt alles mit der Arbeit? Habt ihr Hunger oder Durst?“ Mit solchen Fragen kümmerten sich die Heimbewohner liebevoll um die Schüler und sorgten sich um ihr Wohlbefinden.

Spaß gehört dazu

„Ich will heute so richtig arbeiten“, kündigte einer der ältesten Schüler seinen Arbeitseinsatz an und nahm sich auch gleich den Bauplan des Hühnergeheges zu Hand, um unter den wachsamen Augen seines Lehrers und Projektbegleiters Uwe Breitenbach die nötigen Bauteile zusammenzusetzen. Aber zunächst einmal mussten am Boden mit Pickel und Schaufel die nötigen Vorbereitungen getroffen werden. „Die Löcher zu graben und die Wurzeln durchzuhacken, macht echt viel Spaß!“, fand Rasti, ein jüngerer Mitschüler von Andreas.

Neben dem Hühnergehege errichteten die fleißigen Schüler noch eine großzügige Umzäunung, um sicherzustellen, dass die Tiere auch in Zukunft genügend Auslauf haben. Ganz viel Kreativität und Fingerspitzengefühl bewiesen die Modoclubschüler auch beim Gestalten der Wegweiser für den Garten des Seniorenzentrums. Auf Holzschildern mussten unter der fachkundigen Anleitung von Sozialpädagogin Karin Höhn Schriftzüge aufgepinselt werden, während Erzieherin Beatrix Hahne-Rumpel den Schülern an der Dekupiersäge beim Aussägen von Vögeln, Blumen und Insekten behilflich war.

Kinderpflegerin Stephanie Keß wiederum sorgte mit ihren Schützlingen für die professionelle Weiterverarbeitung und farbliche Gestaltung der ausgesägten Holzteile. Unterstützt wurden die Leo-Weismantel-Schüler von Hausmeister Richard Kühnlein sowie Josef und Kilian Mennig aus Adelsberg, die dann auch am Nachmittag die neuen Bewohner für das Hühnerhaus abholten. Da war die Spannung bei den Kindern natürlich groß. Insgesamt acht Hühner wurden aus einem großen Karton geholt, die die Schüler natürlich alle gerne mal halten und streicheln wollten.

Die Kinder nutzten außerdem auch die Gelegenheit, mit den Senioren beim Essen oder bei der Arbeit ins Gespräch zu kommen, und zeigten sich gefesselt von den Geschichten, die die älteren Herrschaften so zu erzählen hatten. Eine Schülerin spazierte mit den Senioren durch den Park und zeigte ihnen in regelmäßigen Abständen den Fortschritt der Arbeiten. Einen ganz besonderen Moment gab es für die Helden zum Abschluss des Tages. Das Schulfest, das gleichzeitig in ihrer Schule am Standort in Gemünden in der unmittelbaren Nachbarschaft stattfand, bot im Anschluss einen würdigen Rahmen für die Verleihung der Heldenurkunden.

Schulleiter Betz war sichtlich stolz auf die Leistung der Schüler und lobte sie: „Das ganze Schuljahr über engagieren sich immer wieder viele Menschen für euch im Modoclub. Heute habt ihr einmal anderen mit eurer Arbeit eine große Freude bereitet.“

Simone Amthor vom Vorstand des Kreisjugendringes zeichnete die Schüler als wahre Helden aus, die zusammen mit den anderen Jugendgruppen aus dem Landkreis ganz viel bewirkt haben. Monika Jungkunz war begeistert über den Arbeitseifer der Jugendlichen und das Ergebnis ihrer Arbeit.

Von unserem Mitarbeiter Uwe Breitenbach
    
    

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