aktualisiert: 26.10.2010 14:45 Uhr
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LOHR/WINDHEIM
Ängstlich, wütend, fröhlich: Models zeigen Emotionen
MSP-Kandidatinnen Nadine Kissel und Kerstin Schumacher über die Wahl zum Main-Topmodel und ihre Erfahrungen
(gnä) Nadine Kissel aus Lohr und Kerstin Schumacher aus Windheim waren am Samstag bei der Endausscheidung des Main-Topmodel-Wettbewerbs in Würzburg unter den zehn Finalistinnen. Beide sind nicht unter den besten Drei, haben aber viele Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause genommen.
In einem Gespräch am Sonntagmorgen erzählte Nadine Kissel, ehemalige Miss-Spessart, von ihren Erlebnissen. Sie ist schon seit längerer Zeit „dabei“ und hat einige Shootings erlebt, daher weiß sie, „man muss gewinnen, aber auch verlieren können“. Sie ist über ihr Abschneiden deshalb nicht traurig, gönnt der Gewinnerin den Sieg und freut sich für sie.
Ihre eigentliche Platzierung kennt sie gar nicht, da nur die Namen der drei bestplatzierten Mädchen bekannt gegeben wurden. Bei den bisherigen Teilnahmen war sie immer unter den Ersten gewesen, deshalb war es neu für sie, nicht zu wissen, wie viele Punkte sie erreicht hat und nach welchem Schema bewertet wurde, sagt Kissel.
Das Finale im Haus der Firma Götz hat ihr gut gefallen: Alles war sehr gut organisiert und auch abwechslungsreich gestaltet. Vier verschiedene Outfits trugen die Models in den Wertungsdurchgängen: Freizeit- und Businesslook, Unterwäsche und Abendmode. Toll und neu fand sie, dass den Mädchen Emotionen „zugeteilt“ wurden, die sie darstellen sollten. Das Foto davon wurde dann sofort auf einer Leinwand für die Zuschauer übertragen. Nadine Kissel musste „sexy“ und „verträumt“ sein und kam gut damit zurecht, meinte sie im Gespräch am Sonntag.
Schauspieltalent gehört dazu
Da habe sich schon die „Spreu vom Weizen“ getrennt, meinte sie, da zum Beispiel schüchterne Mädchen Probleme mit der Darstellung bekommen könnten. Nadine fiel das dagegen nicht schwer und sie war mit ihrem Foto „sehr zufrieden“. Ein bisschen schauspielerisches Talent müsse man als Model eben mitbringen, meinte sie. Zum Beispiel sollten die Models ängstlich, fröhlich, wütend, arrogant oder verführerisch aussehen.
Die Finalgewinnerin ist nach Kissels Meinung zwar „sehr hübsch“, aber noch recht „kindlich oder jugendlich“. Vielleicht nicht genau der Typ, der für diesen Modekatalog perfekt geeignet sei. Sie hatte „seit dem ersten Shooting eine Favoritin, bei der alles gepasst hat“, erzählt Nadine Kissel. Aber auch diese kam nicht unter die drei Besten, bedauerte sie. Aber Aussehen sei Geschmackssache und sie vertraue der Jury, die sicher auch schon viel Erfahrung habe. Im internationalen Bereich hätte die Siegerin aus Würzburg aber kaum eine Chance, da dort eine Körpergröße ab 175 Zentimeter aufwärts obligatorisch sei, ist sich Kissel sicher.
Über eine „angemessene Entschädigung“ für den betriebenen Aufwand – auch für die schlechter Platzierten – hätten sich die Models gefreut, berichtete Kissel. Als positiven Vergleich nannte sie die Wahl der „Miss-Spessart“ in Lohr, bei der „wirklich jeder tolle Preise bekommt“.
„Es war aufregend, hat Spaß gemacht und war alles in allem eine schöne Erfahrung“, lautet das Resümee von Kerstin Schumacher aus Windheim. Auch sie kennt ihre Platzierung nicht, freut sich aber für die Siegerin. Die Stimmung unter den Teilnehmerinnen sei gut gewesen und es seien auch Freundschaften geschlossen worden. Schumacher hatte eigentlich nicht mit dem Sieg gerechnet und war deshalb danach auch nicht sehr enttäuscht. Ihr hat Spaß gemacht, die verschiedenen „Klamotten“ tragen zu dürfen und neue Erfahrungen mit nach Hause nehmen zu können.
Fest im Berufsleben
Genau wie Kissel steht sie mit beiden Beinen fest im (Berufs-)Leben, hat sogar ein Jahr Animation auf Ibiza und Lanzarote hinter sich. Kerstin Schumacher weiß, dass gewinnen nicht alles ist. Sie wird jetzt erst einmal eine Pause beim Modeln einlegen, während Nadine Kissel demnächst bei der Wahl zur „Miss Schweinfurt“ dabei sein wird.

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