publiziert: 08.11.2013 12:54 Uhr
aktualisiert: 08.11.2013 21:00 Uhr
» zur Übersicht Gemünden
    
    
Artikel
 
    
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text GEMÜNDEN
Andreas Kümmert gelassen auf dem Weg zum Sieg

In seinem Lieblingslokal verbringt der Sänger einen TV-Abend mit Freunden

Ein Abend, wie ihn Andreas Kümmert mag: Mit Freunden verfolgte der Sänger am Donnerstagabend seinen Einzug in die Live-Shows der Musik-Castingsendung "The Voice of Germany".

  • Hans Will
    Andreas Kümmert sieht sich im Kreise von Familie und Freunden seinen eigenen Auftritt an.
  • Voice of Germany, Battles
    Richard Hübner, Sat.1/ProSieben
    Andreas Kümmert hat das Battle bei "The Voice of Germany" gewonnen.
Bild von
2 Bilder
Scheinbar ungerührt sitzt Andreas Kümmert am Donnerstagabend in seiner Stammkneipe in Gemünden (Lkr. Main-Spessart) und sieht sich selbst beim Singen zu. Im Fernsehen läuft gerade die Casting-Show „The Voice of Germany“ und im TV singt Andreas Kümmert zusammen mit der Kandidatin Janine Hecht das Lied „To Love Somebody“ von Ray Lamontagne. Auf der Leinwand, die im Gemündener Bistro „La Belle“ aufgestellt wurde, sieht man große Emotionen: Einen Andreas Kümmert, der sich die Seele aus dem Leib singt, und mit seiner Stimme beim Publikum Gänsehaut verursacht. Der Andreas Kümmert, der in der Kneipe sitzt, wirkt in sich gekehrt, ruhig. Er weiß, dass er bei „The Voice of Germany“ diesen Wettkampf gewinnen wird.

Seine Freund und Familie haben sich zusammen mit dem 27-jährigen Musiker in seiner Stammkneipe getroffen, um sich die Sendung im Fernsehen gemeinsam anzuschauen. Etwa 40 Menschen sitzen vor der Leinwand. Kümmert sitzt etwas abseits von den anderen. Die Bierbänke vor ihm sind leer. Sein Duett mit der 23-jährigen Janine Hecht ist das erste, das in der Sendung gezeigt wird. Er schaut konzentriert zu, seine Freunde klatschen. Als Max Herre, Jury-Mitglied und sein Coach in der Sendung, verkündet, dass Kümmert eine Runde weiter ist, lächelt der Andreas Kümmert, der in der Kneipe sitzt. Es ist aber nur ein leichtes Lächeln, das man da hinter seinem rötlichen Vollbart erkennen kann.

Als sein Auftritt im Fernsehen vorbei ist, verlässt der 27-jährige Berufsmusiker die Kneipe. Er stellt sich zu seinen rauchenden Freunden vor die Tür und trinkt einen Energy Drink. Sein Vater Raimund Kümmert erzählt, dass für Andreas die Musik am wichtigsten sei. Raimund Kümmert ist selbst Musiker. Er spielt in verschiedenen Blaskapellen und Musikgruppen in der Region und unterstützt seinen Sohn, seit der vor etwa sieben Jahren beschlossen hat, als Musiker sein Geld zu verdienen. Seit er bei „The Voice of Germany“ mitmache, gebe es zwar viel Rummel um Andreas, aber stressig sei es auch vorher immer schon gewesen.

Andreas Kümmert tritt seit Jahren in Kneipen und Pubs aus. Im Jahr gibt er über 150 Konzerte. „Der hat lange genug manchmal für nichts gespielt, ich gönne ihm den Erfolg“, sagt sein Vater.
Seine Mutter Petra macht sich keine Sorgen, dass der plötzliche Ruhm ihren Sohn verändern könnte. „Der wird sich nicht verbiegen. Andreas ist charakterstark und macht genau das, was ihm gefällt“, sagt sie.
    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
    

Ralf und Silke Wiesner, in deren Bistro „La Belle“ Andreas Kümmert Stammgast ist, haben den Musiker als sehr bodenständig kennengelernt. Er tritt in dem Bistro schon seit Jahren immer wieder auf. „Wir haben ihn von Anfang an unterstützt“, sagt Ralf Wiesner. „Er wird uns auch weiterhin treu bleiben“, so der Gastwirt.

In den vergangenen Wochen waren einige Fernsehteams und Journalisten in Gemünden, um Kümmert zu interviewen und um zu drehen, wo der Mann mit der tollen Stimme lebt. Das zeige ja schon, wie sehr Andreas Kümmert mit seiner Stimme die Menschen in ganz Deutschland beeindruckt habe, so Wiesner. Ob das aber reiche, um bei „The Voice of Germany“ zu gewinnen, weiß der Wirt natürlich nicht. Das hänge auch davon ab, was für einen Typ Musiker die Sendung vermarkten wolle. Ein Justin Bieber sei Andreas Kümmert ja nicht.
    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
Autogrammstunde
Autogrammstunde
Autogrammstunde
Autogrammstunde
Autogrammstunde
Gemünden
04.11.2013
    

Kaum ist der Auftritt von dem Andreas Kümmert im Fernsehen vorbei, verlassen schon die ersten die Kneipe. Der Rest der Sendung interessiert sie nicht. Hauptsache der Gemündener ist weiter. Am nächsten Abend wird er in der gleichen Kneipe wieder ein Konzert geben. Am Mittwoch, 13.  November, spielt Kümmert in der Posthalle in Würzburg. Ab 21. November ist er dann wieder bei „The Voice of Germany“ zu sehen. Dann beginnen die sogenannten „Show Downs“. Die werden live übertragen.
Ferdinand Heilgenthal
    
    

Diesen Artikel

Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist abgelaufen. Sie können daher keine Beiträge zu diesem Artikel verfassen.
    

Spessartfestwoche 

Bilder und Berichte rund um die Lohrer Festwoche (25.07.-03.08.2014) sowie zur Wahl von "Mr. und Miss Spessart" finden Sie hier. »mehr

Laurenzi-Messe 

Was ist los auf Laurenzi (8. bis 17. August 2014) in Marktheidenfeld? Alle Artikel und viele Bilder finden Sie hier. »mehr
Anzeige

Baby-Galerie 

Die Jüngsten
Hier begrüßen wir die jüngsten Bewohner des Landkreises Main-Spessart. »mehr
Anzeige

Unsere Brücke 

Serie
Die alte Mainbrücke in Marktheidenfeld soll saniert werden. Informationen, Zahlen und Fakten. »mehr

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema. »mehr

Dialektserie "Wördlich" 

Wörter aus dem Landkreis Main-Spessart
Wöchentlich stellen wir Ihnen ein interessantes Dialektwort aus dem Landkreis vor. »mehr

Spezial 

Westumgehung Würzburg
Wie Gegner und Befürworter wegen der "B26 neu" kämpfen. Ein Top-Thema in der Region. »mehr

Anzeigen 

Traueranzeigen
Täglich aktuell auf mainpost.de: Traueranzeigen aus der Region. »mehr

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr