aktualisiert: 11.12.2011 17:37 Uhr
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KARLSTADT
Augen für Menschen in Not
VdK-Ortsverband Karlstadt ehrt langjährige Mitglieder
Die Ehrung für langjährige Mitgliedschaft beim größten Sozialverband Deutschlands VdK fand im Rahmen der Weihnachtsfeier im Hotel „Mainpromenade“. Das gute Wetter ermöglichte zahlreichen Senioren „freie Wege“ und sorgte für einen gefüllten Festsaal. In seiner Begrüßungsansprache betonte der Vorsitzende Harald Aust, die Anerkennung vor der Lebensleistung der Älteren, vor fremden Kulturkreisen und wiederkehrenden Ritualen bilden die Grundpfeiler der VdK in Karlstadt. „Alte Werte, nicht teure Geschenke, machen unser Leben erst lebenswert“, so Aust.
Schwächelnde Sozialpolitik
In seinem Rückblick auf das Jahr 2011 hob Kreisverbandsvorsitzenden Franz Wolf die wachsende Mitgliederzahl der VdK Karlstadt hervor. Teils freue er sich darüber, weil dies für großes Vertrauen in die VdK spricht, teils stimme ihn dies sehr nachdenklich, weil der große Zuwachs ein Zeichen für eine schwächelnde Sozialpolitik ist. Die Misere im Pflegestufensystem, Pflegebedürftige, Rentner, von Altersarmut Bedrohte, eben „Menschen, die im Schatten stehen“, bedürfen einer starken Lobby, so Wolf. Hier sieht sich die Vdk als Vertretung der „kleinen Leute“. „Schenken an Weihnachten geschieht aus einem sozialen Netz heraus“, endete Wolf und appellierte an die Menschlichkeit.
Diesen Werten schloss sich der Karlstadter Stadtpfarrer Marius Falk an. „Jesus Christus kam zu Weihnachten auf diese Erde, um zu helfen“, verwies Falk auf den ursprünglichen Sinn von Weihnachten. „Der VdK hat Augen für Menschen in Not“, sagte Marius Falk.
„Bayern ist kein weiß-blaues Rentnerparadies“, griff SPD-Kreisvorsitzenden und MdL Harald Schneider die Anliegen seiner Vorredner auf und hob die Leistung des VdK hervor. Er bedauerte die Schließung der Geburtsabteilung im Karlstadter Krankenhaus und warb für die Standortsicherung der Klinik.
Karlstadts Bürgermeister Paul Kruck lobte den VdK für über 630 Mitglieder. „Solidarität macht stark und bildet ein Fundament auf sicherem Fuß“. Auch er dankte den Ehrenamtlichen und betonte, wie wichtig dieses Amt für eine funktionierende Gesellschaft ist. Ernst genommen werden sollte die Standortsicherung des Karlstadter Krankenhauses schon, verwies der Bürgermeister auf Schneiders Anliegen, aber „bitte nicht die Treppe hinunter fallen, um das Projekt zu unterstützen“, lockerte Kruck seine Rede auf.
Weihnachtliche Musik, gespielt von Herbert Österlein, unterstrich den festlichen Rahmen der Veranstaltung. Die Jahreshauptversammlung, sowie die Neuwahlen des Vorstands finden am 14. Januar 2012 ab 15.30 Uhr im Gasthaus Würzburger Hof (Schimmere) statt.
Die Geehrten: Für die treue, 60-jährige Mitgliedschaft, ehrte der VdK-Ortsverband Karlstadt den Jubilar Alois Kübert. Auf stattliche 30 Jahre „Dabeisein“ brachte es Roman Marschall. Zurückblicken auf 20 Jahre können Paul Renk, Frank Bayer, Richard Michler und Helmut Gerhard. Eine 10-jährige Mitgliedschaft können Peter Weidner, Adolf Zinderer, Heinz Schopf, Gerhard Scheel, Alfred Reuss, Winfried Lummel, Walter Köhler, Volker Kemeter und Alfred Jaschinski vorweisen.

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