aktualisiert: 17.08.2012 12:03 Uhr
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GEMÜNDEN
Burgfestspiele schließen mit etwas Gewinn
43 Vorstellungen fast immer ausverkauft: 22 000 Zuschauer – Gemündener Festspielverein hochzufrieden
Endlich Ferien! – Das gilt ab heute auch für das Gros der 60 Aktiven der Scherenburgfestspiele. 43 durchwegs hervorragend besuchte Vorstellungen liegen hinter ihnen. Die Auslastung der 585 Zuschauerplätze erreichte 87 Prozent, meldet die Geschäftsführerin des Festspielvereins, Inge Albert, zum Abschluss der Saison 2012. Das entspricht 22 000 Besuchern – und einer „Mini-Rücklage“ für die Vereinskasse.
Die 25 000er Marke, die vergangenes Jahr (47 Vorstellungen) und 2007 (44 Vorstellungen) übersprungen wurde, war nicht angestrebt, erklärt Albert. Die Zahl der Aufführungen reiche an die Belastungsgrenze des etwa 40-köpfigen Ensembles und könne trotz der starken Nachfrage nicht beliebig erhöht werden, zumal einige Schauspieler in zwei Stücken agieren. Auf 88 Prozent Auslastung kam das Familienstück „Neues vom Räuber Hotzenplotz“, 90 Prozent „Das Haus in Montevideo“ und 80 Prozent „Einer flog über das Kuckucksnest“. Von „Hotzenplotz“ und „Montevideo“ gab es je eine Zusatzvorstellung.
Horst Gurskis Mut bei der Auswahl der Stücke hätten die Zuschauer wiederum mit ihrem Besuch belohnt, lobt die Geschäftsführerin den Intendanten. Dass bei den Abendstücken „Das Haus in Montevideo“ als typische leichte Sommerkomödie die Nase vorn hatte, war zu erwarten gewesen. Mit dem „Kuckucksnest“ als einem anspruchsvollen Stück erfüllte sich Gurski nicht nur einen persönlichen Wunsch, sondern ging ein Wagnis ein, das in dieser Inszenierung und mit dieser Besetzung glückte und ebenfalls vom Publikum honoriert wurde.
Teils von weit her, etwa aus Regensburg und Fulda, kommen treue Festspielfreunde. Die wichtigste Meldung nicht nur für Inge Albert ist daher, dass Horst Gurski die künstlerische Festspielleitung auch im kommenden Jahr behalten wird, in seiner dann 14. Spielzeit in Gemünden. Der 60-Jährige aus Kempen seinerseits freut sich, dass Helga Waidmann (Schatzmeisterin) und Inge Albert ihre Führungsposten im Festspielverein weiter ausfüllen wollen. Weitere Personalia gibt es nicht zu melden – ob die Profischauspieler Till Brinkmann und Stephan A. Tölle wieder zur Verfügung stehen, ist noch ebenso ungewiss wie eine dritte Verpflichtung des Kölner Co-Regisseurs Dirk Waanders.
Die Regieassistentin und studierte Musikerin Johanna Pätzold wird 2013 wahrscheinlich nicht dabei sein können, was Horst Gurski umso mehr bedauert, als er gerne wieder einmal „etwas Musikalisches“ auf die Burgbühne brächte. Mit dem Sänger Michael Albert und dem Musikschulleiter Matthias Weis verfügt Gemünden über gute Voraussetzungen für ein Musikstück.
Jedoch macht Gurski die Auswahl der Stücke der nächsten Saison von den im Laiensensemble – der Festspielfamilie – zur Verfügung stehenden Darstellern abhängig, und da können sich bei den Jüngeren durch Ausbildung und Studium Lücken auftun.
Besonders gefreut hat den Intendanten dagegen die Rückkehr der Gemündenerin Karin Offensberger auf die Bühne, die sie verletzungsbedingt zwei Jahre hatte meiden müssen. In „Montevideo“ glänzte sie jetzt als Gattin des moralinsauren Professors Nägler und erhielt beim ersten Auftritt in der Premiere einen warmen Willkommensapplaus.
Von Unfällen und Unwettern blieben die Festspiele 2013 verschont. Die Saison ist von der Wirtschaftlichkeit her als Erfolg zu verbuchen, von der Qualität her sowieso. Von den rund 200 000 Euro an Einnahmen kann laut Inge Albert eine „Mini-Rücklage“ gebildet werden. Größere Investitionen sind kurzfristig nicht geplant.
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Die neuesten Kommentare
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keiler81 (8 Kommentare) am 17.08.2012 07:32
Der Erfolg freut mich!...mich wundert bloß, wie bei 22.000 Gästen nur 200.000€ Umsatz zustande kommen. Eine Karte ist im Durchschnitt doch deutlich teurer als 10€ oder? |
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