publiziert: 15.08.2012 15:33 Uhr
aktualisiert: 17.08.2012 12:03 Uhr
» zur Übersicht Gemünden
    
    
Artikel
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text GEMÜNDEN
Burgfestspiele schließen mit etwas Gewinn

43 Vorstellungen fast immer ausverkauft: 22 000 Zuschauer – Gemündener Festspielverein hochzufrieden
  • Erfolgsgarant: Horst Gurski bleibt auch 2013 der Intendant der Gemündener Scherenburgfestspiele.
    Foto: M. Fillies
Bild von

Endlich Ferien! – Das gilt ab heute auch für das Gros der 60 Aktiven der Scherenburgfestspiele. 43 durchwegs hervorragend besuchte Vorstellungen liegen hinter ihnen. Die Auslastung der 585 Zuschauerplätze erreichte 87 Prozent, meldet die Geschäftsführerin des Festspielvereins, Inge Albert, zum Abschluss der Saison 2012. Das entspricht 22 000 Besuchern – und einer „Mini-Rücklage“ für die Vereinskasse.

Die 25 000er Marke, die vergangenes Jahr (47 Vorstellungen) und 2007 (44 Vorstellungen) übersprungen wurde, war nicht angestrebt, erklärt Albert. Die Zahl der Aufführungen reiche an die Belastungsgrenze des etwa 40-köpfigen Ensembles und könne trotz der starken Nachfrage nicht beliebig erhöht werden, zumal einige Schauspieler in zwei Stücken agieren. Auf 88 Prozent Auslastung kam das Familienstück „Neues vom Räuber Hotzenplotz“, 90 Prozent „Das Haus in Montevideo“ und 80 Prozent „Einer flog über das Kuckucksnest“. Von „Hotzenplotz“ und „Montevideo“ gab es je eine Zusatzvorstellung.

Horst Gurskis Mut bei der Auswahl der Stücke hätten die Zuschauer wiederum mit ihrem Besuch belohnt, lobt die Geschäftsführerin den Intendanten. Dass bei den Abendstücken „Das Haus in Montevideo“ als typische leichte Sommerkomödie die Nase vorn hatte, war zu erwarten gewesen. Mit dem „Kuckucksnest“ als einem anspruchsvollen Stück erfüllte sich Gurski nicht nur einen persönlichen Wunsch, sondern ging ein Wagnis ein, das in dieser Inszenierung und mit dieser Besetzung glückte und ebenfalls vom Publikum honoriert wurde.

Teils von weit her, etwa aus Regensburg und Fulda, kommen treue Festspielfreunde. Die wichtigste Meldung nicht nur für Inge Albert ist daher, dass Horst Gurski die künstlerische Festspielleitung auch im kommenden Jahr behalten wird, in seiner dann 14. Spielzeit in Gemünden. Der 60-Jährige aus Kempen seinerseits freut sich, dass Helga Waidmann (Schatzmeisterin) und Inge Albert ihre Führungsposten im Festspielverein weiter ausfüllen wollen. Weitere Personalia gibt es nicht zu melden – ob die Profischauspieler Till Brinkmann und Stephan A. Tölle wieder zur Verfügung stehen, ist noch ebenso ungewiss wie eine dritte Verpflichtung des Kölner Co-Regisseurs Dirk Waanders.

Die Regieassistentin und studierte Musikerin Johanna Pätzold wird 2013 wahrscheinlich nicht dabei sein können, was Horst Gurski umso mehr bedauert, als er gerne wieder einmal „etwas Musikalisches“ auf die Burgbühne brächte. Mit dem Sänger Michael Albert und dem Musikschulleiter Matthias Weis verfügt Gemünden über gute Voraussetzungen für ein Musikstück.

Jedoch macht Gurski die Auswahl der Stücke der nächsten Saison von den im Laiensensemble – der Festspielfamilie – zur Verfügung stehenden Darstellern abhängig, und da können sich bei den Jüngeren durch Ausbildung und Studium Lücken auftun.

Besonders gefreut hat den Intendanten dagegen die Rückkehr der Gemündenerin Karin Offensberger auf die Bühne, die sie verletzungsbedingt zwei Jahre hatte meiden müssen. In „Montevideo“ glänzte sie jetzt als Gattin des moralinsauren Professors Nägler und erhielt beim ersten Auftritt in der Premiere einen warmen Willkommensapplaus.

Von Unfällen und Unwettern blieben die Festspiele 2013 verschont. Die Saison ist von der Wirtschaftlichkeit her als Erfolg zu verbuchen, von der Qualität her sowieso. Von den rund 200 000 Euro an Einnahmen kann laut Inge Albert eine „Mini-Rücklage“ gebildet werden. Größere Investitionen sind kurzfristig nicht geplant.

lies
    
    

Diesen Artikel

Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

keiler81 (8 Kommentare) am 17.08.2012 07:32

Der Erfolg freut mich!

...mich wundert bloß, wie bei 22.000 Gästen nur 200.000€ Umsatz zustande kommen. Eine Karte ist im Durchschnitt doch deutlich teurer als 10€ oder?
(1)
Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist abgelaufen. Sie können daher keine Beiträge zu diesem Artikel verfassen.
    
    

Baby-Galerie 

Die Jüngsten
Hier begrüßen wir die jüngsten Bewohner des Landkreises Main-Spessart. »mehr
    
Anzeige
    

Heimat im Wandel 

Serie
Wir zeigen, wie sich die Lebensumstände im Kreis Main-Spessart verändert haben und was das für die Zukunft bedeutet. »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr
    
Anzeige
    

Dialektserie "Wördlich" 

Wörter aus dem Landkreis Main-Spessart
Wöchentlich stellen wir Ihnen ein interessantes Dialektwort aus dem Landkreis vor. »mehr
    
    

Spezial 

Westumgehung Würzburg
Wie Gegner und Befürworter wegen der "B26 neu" kämpfen. Ein Top-Thema in der Region. »mehr
    
    

Anzeigen 

Traueranzeigen
Täglich aktuell auf mainpost.de: Traueranzeigen aus der Region.  »mehr
    
    

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr