aktualisiert: 23.08.2010 15:07 Uhr
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LOHR/MARKTHEIDENFELD
Chef Schuhmann: Unverwüstliche Spessarteiche
Sparkassen-Gebietsdirektor Herbert Schuhmann arbeitet in dreieinhalb Büros. Wir besuchten ihn.
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So sieht es aus im Chefbüro bei der Sparkasse: Herbert Schuhmann, Gebietsdirektor für Lohr und Marktheidenfeld öffnete für unsere Chefserie bereitwillig seine beiden Büros in den Sparkassenfilialen Marktheidenfeld und Lohr. MARTINA SCHNEIDERFoto: -
Dies ist sein Büro in Marktheidenfeld: Herbert Schuhmann am Telefon.
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Zum Kaffee: immer ein Glas Wasser.
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Guter Tipp: Hinweiskarte am Telefon.
Ein Büro hat normalerweise jeder Chef. Zwei Büros sind schon eher die Ausnahme. Drei Büros die Ausnahme der Ausnahme und was sind vier Büros?
Notwendig für Herbert Schuhmann, Gebietsdirektor der Sparkasse Mainfranken für Lohr und Marktheidenfeld. Wobei es – wir wollen ja nicht übertreiben – nur dreieinhalb Büros sind, denn in Würzburg teilt sich Schuhmann den Raum mit seinem Kollegen, der für das Gebiet Karlstadt und Gemünden zuständig ist.
Schuhmanns Tag beginnt um fünf Uhr. Rein in die Joggingschuhe und los geht's, fast jeden Morgen, bei jedem Wetter und das seit zehn Jahren. „Abends kriege ich das nicht hin“, sagt er, da er unter der Woche am Abend oft noch Termine hat. Dafür sei er einigen Mitarbeitern morgens manchmal schon zu fit, erzählt er und lacht: „Ich hab ja bis um acht Uhr schon ein Hemd durchgeschwitzt.“
I n seinem Büro in Marktheidenfeld ist Schuhmann von 7.45 Uhr bis Mittag. Dann geht es weiter nach Lohr, wo der 57-Jährige in der Regel bis gegen 19 Uhr arbeitet. Im Würzburger Büro ist er nur, wenn dort Besprechungen angesetzt sind und sein viertes Büro hat vier Räder und bringt ihn zuverlässig von A nach B. Während der Fahrt telefoniert er und erledigt Dinge, die beim Autofahren möglich sind. Schuhmann fährt selbst, ohne Chauffeur. Rund 20 000 Kilometer im Jahr und ohne Sekretärin – mit einem Laptop am Beifahrersitz. „Es gibt Tage, da bewege ich mich nur von Tiefgarage zu Tiefgarage.“ Außer Gebietsdirektor ist Schuhmann nämlich auch noch Bereichsleiter für den Vertrieb der gesamten Sparkasse Mainfranken. Das Gebiet, das er zu betreuen hat, misst die Größe des Saarlandes.
Disziplin und Organisation sind nötig für einen derart durchgeplanten Arbeitstag: „Mein Tag ist zu 90 Prozent fremdbestimmt“, so der 57-Jährige. Ein Glück, dass es Outlook gibt. Seine beiden Sekretärinnen „befüllen“ seinen Kalender im Computer und sind außer ihm auch die beiden einzigen, die Zugriff haben. „Ich arbeite gerne, weil es mir Spaß macht, etwas bewegen zu können“, sagt Schuhmann ganz ruhig und entspannt.
In seinem Büro in Marktheidenfeld herrschen helle Farben: Kirschholz, abgesetzt mit hell- und dunkelgrauen Tönen. Den Raum hat er 2002 ohne Änderungen übernommen. „Mir war ein großer Schreibtisch wichtig“, sagt er und blickt in die Runde, „und die Möbel entsprechen auch meinem Stil“. Ein Fenster zur Luitpoldstraße steht immer offen „So krieg ich wenigstens mit, wenn draußen das Leben pulst“, sagt der Frischluftfanatiker.
Auf dem Sideboard neben seinem Schreibtisch steht ein langes, schmales Stück Sandstein: Einer der Bohrkerne, die 1999 bei der energetischen Ausstattung des Gebäudes aus 40 Meter Tiefe gezogen wurden. „Das ist für mich ein Stück Identität“, sagt Schuhmann. Auf seinem Schreibtisch stehen eine Karaffe mit Leitungswasser und ein Glas. Er trinkt mindestens drei Liter Wasser am Tag und seine Sekretärinnen versorgen ihn zuverlässig. Am Krug lehnt eine Karte mit dem Text „Lob ist wie eine Feder. Von Zeit zu Zeit ein Lob und Menschen bekommen Flügel.“ „Das ist meine Achillesferse“, lächelt Schuhmann, als er die Karte in die Hand nimmt. „Man sagt mir nach, ich lobe zu wenig. Das hängt sicher an meinem hohen Anspruchsniveau.“
In seinem Lohrer Büro steckt am Telefon ein kleiner Reiter mit dem Kärtchen „Lächeln“. „Auch das beherzige ich, denn ein Lächeln am Telefon merkt der Gesprächsteilnehmer.“ Schuhmanns Lohrer Büro ist mit rund 40 Quadratmetern ein wenig größer als das in Marktheidenfeld und auch älter. Das Mobiliar ist gut 16 Jahre alt und entspricht dem damaligen Einrichtungsstil der Geschäftswelt: unverwüstliche Spessarteiche. Lohr sei sein „Anker“, sein Büro, in dem er Archiv und Fachliteratur aufbewahrt. Ab 17.30 Uhr wird es ruhig in der Sparkassenfiliale. Das ist die Zeit, die Schuhmann genießt, denn dann kann er ungestört und konzentriert Dinge abarbeiten, die tagsüber, wenn das Kundengeschäft vorgeht, liegen geblieben sind.
Eine Besonderheit hat Schuhmann in Lohr und auch in Marktheidenfeld: Ein Stehpult. Seit zehn Jahren machen ihm seine Bandscheiben Probleme und im vergangenen Jahr brach er sich einen Wirbel an. An der Wand lehnt eine Karte, die sein Gebiet kennzeichnet. „Damit ich auch weiß, warum ich 20 000 Kilometer im Jahr unterwegs bin“, sagt er und meint, „die müsste ich mal aufhängen“. Sich selbst beschreibt der 57-Jährige als „typischen Widder“: zielstrebig, aufgabenorientiert, durchsetzungsstark – „durchaus auch ungeduldig“. Und mit ausgeprägtem Organisationstalent.
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7112927 (4 Kommentare) am 23.08.2010 07:27
3,5 Büros?!Sorry, aber ich kann nicht verstehen wie man in der heutigen Zeit mehr als ein Büro braucht! Wir leben in Zeiten von email voicemail - videolive mail - skype usw.......... - da müßte doch was zu machen sein, oder?? - Sommerloch in der Redaktion??? |
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