publiziert: 16.09.2007 15:40 Uhr
aktualisiert: 22.09.2007 03:17 Uhr
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Die Rose als zeitloses Symbol für Liebe und Romantik

Ausstellung im Museum der Auftakt von „Rot und erotisch“

(th) Die Rose als zeitloses Symbol der Liebe und der Romantik ist der Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Karlstadt – rot und erotisch“. In einer Ausstellung zeigt der Historische Verein im Foyer des Stadtgeschichte-Museums zahlreiche Variationen um die Königin der Blumen unter dem Motto „Wenn du eine Rose schaust . . .“

Tafelgeschirr, Perlenstickerei mit Rosenmotiven sind zu sehen, aber auch in Tischwäsche, Dosen, Schachteln ist das Bild der Rose oft originell oder gefühlvoll eingearbeitet. Selbstverständlich fehlen auch die Hinweise auf die Mystik der „Edelsten aller Blumen“ in den Märchen nicht. Schneeweißchen und Rosenrot sowie Dornröschen zeigen ebenso wie die sinnlich anmutenden Fotografien und Fotomontagen im Treppenhaus die erotische Seite, die dieser Pflanze zugeschrieben wird.

Dass die Rose die Sinne des Menschen mit ihrem Aussehen oder Geruch anspricht und auch den Geschmacksinn anregt, bewiesen die Köstlichkeiten wie Rosenlikör, Marmelade und Backwerk, von denen schon bei der Ausstellungseröffnung neugierig genascht wurde. Von besonderem Interesse wird auch das handgeschriebene Buch von Elisabeth Erdmann sein, in dem sie liebevoll viele Rosenrezepte notiert hat. Auszüge daraus können die Besucher auf kopierten Blättern mit nach Hause nehmen.

Großes Lob zollte Bürgermeister Karl-Heinz Keller dem Historischen Verein und den Leihgebern. Die charmante Dokumentation rund um die Rose, die auch seine Lieblingsblume sei, beweise aufs Neue die außerordentliche Fähigkeit der Vereinsmitglieder, attraktive Ausstellungen zu aktuellen Themen zu organisieren. Die Veranstaltungsreihe „Karlstadt – rot und erotisch“ sei in diesem Jahr glücklicherweise aus den „Sensationsnachrichten“ herausgekommen und werde sich auf das richtige Maß einpendeln, meinte er.

Georg Büttner vom Historischen Verein stellt die zahlreichen Rosen-Motive in der Gesellschaft, Literatur und Malerei vor. Zum Beispiel musste einst der französische Adel für das Vorrecht, Rosen züchten zu dürfen, eine Rosensteuer entrichten. Auch im kirchlichen Leben spielt die Blume eine bedeutende Rolle wie beim Rosenkranz, bei den Rosentagen oder bei der Lutherrose. Als Geheimnispflanze wurde sie früher bei internen Themen auf den Ratstisch gestellt. Auch am Beichtstuhl zeigt sie, dass das, „was man unter der Rose bespricht“, nicht nach außen getragen werden darf.

Natürlich ging Büttner auch auf die erotische Seite der Rose ein. Als Liebespflanze steht sie an erster Stelle, Verliebte sind auf Rosen gebettet, der „Rosengarten“ ist die Hoffnung auf ein erfülltes gemeinsames Leben und die Herren, welche die Liebesdienerinnen nächtens besuchten, wurden oft als die „Rosengässler“ bezeichnet. Als besonderen Anreiz diese Ausstellung anzusehen, verwies Bürgermeister Keller darauf, dass in den nächsten Tagen der 100 000. Besucher erwartet wird. Dieser wird mit einem Geschenk begrüßt.

Die Öffnungszeiten bis 24. September sind: Donnerstag, 20. September, 15 bis 18 Uhr, Freitag, 21. September, 15 bis 18 Uhr, Samstag, 22. September, 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Sonntag, 23. September, 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Montag, 24. September, 15 bis 20 Uhr.

    
    

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