aktualisiert: 30.01.2012 15:20 Uhr
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HOMBURG
Ein Rundflug mit der "Äisel-Äir"
160 Mitwirkende waren bei der Homburger Prunksitzung auf der Bühne
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Kleiner Muck: Tobias Weierich kann mal ein ganz Großer werden.
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Närrische Baustelle: die „Eselsohren“ mit Andy Stange, Joachim Hettinger und Helmut Wirsching (von links).
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Sind sie nicht süß? Die Purzelgarde beendete mit einer Pyramide ihren grandiosen Auftritt bei der Prunksitzung der „Steeäisel“ in der Homburger Schlossscheune.Fotos (3): Günter Reinwarth
Fünfeinhalb Stunden lang bombardierten die „Homericher Steeäisel“ in der voll besetzten Schlossscheune ein gut gelauntes Narrenvolk mit treffsicheren Lachraketen. Rund 160 Mitwirkende sorgten auf, vor und hinter der Bühne für ein Sitzungsprogramm, das mit dem Prädikat „närrisch besonders wertvoll“ unterschrieben werden darf.
Im Mittelpunkt des Narrenauftriebs standen erneut die „Homericher Garden“ aller Altersstufen. Das Winzerdorf ist dafür bekannt, dass seine farbenprächtig kostümierten Garden Jahr für Jahr mit tänzerischen Höchstleistungen überzeugen. Monate lang hatten sich Purzelgarde, Kinderballett, Juniorengarde, Nachwuchsgarde, Prinzengarde, Showtanzgruppe und die Tanzmariechen für ihren großen Auftritt vorbereitet. Phonstarker Beifall war die verdiente Gage.
Auf Homburgs großer Narrenschau waren Darbietungen zu sehen, die auch die Aufmerksamkeit des Bayerischen Fernsehens fanden. Vor dem Hintergrund ihres durchaus gelungenen Heimspiels darf man sich vor allem auf Isabell Stange und Larissa Wirsching freuen, die am Samstag als erfrischendes Gesangsduett überzeugten und zusammen mit dem achtjährigen „Jungstar“ Cedric Ebeling die Steeäisel in der am Faschingssonntag und Rosenmontag vorgesehenen Fernsehsendung „Wehe wenn wir losgelassen!“ vertreten sein werden.
„Jetz' ham mir das Sagen!“, frohlockte das Kinderprinzenpaar Julien I. (Julien Lenz) und Lara I. (Lara Diehm) in seiner Regierungserklärung. Völlig neu, gefällig und prima getextet war die Regierungsbotschaft der erwachsenen Tollitäten mit Prinz Heiko I. (Heiko Friedrich) und Prinzessin Sandra I. (Sandra Häuslein). In Form einer erfrischenden Gstanzl-Parade sang sich das singende Büttenredner-Duo mit bekannten Ereignissen „in unserem Dörfle Homburg“ und mit zeitgeschichtlichen Ausflügen rasch in die Herzen seiner großen Fangemeinde.
Erneut souverän und pointensicher war der Auftritt von Chefprotokoller Volker Schneider und „seiner bessere Hälft“ (Ehefrau Bärbel). Der frühere Zementwerks-Boss und seine Angetraute überzeugten einmal mehr mit hintergründigen Schmunzeleien mit hohem Spaßfaktor. „Der wird mal ein Großer!“, prognostizierter ein Zuschauer, als Tobias Weierich auf einer Sänfte als „Kleiner Muck“ auf die Steeäisel-Bühne getragen wurde und trotz seiner Jugend den einen oder anderen Seitenhieb auf die große Politik wagte.
„Junger Esel, lass dich grüßen“
Wie sich „volkstümliche Volksmusik“ textlich gut verpacken lässt, hörte das Publikum von den bekannten Stallsängern. Ihr Song „Junger Esel lass dich grüßen!“ entsprach ganz dem Geschmack der Zuhörer. Welche Neu- und Nettigkeiten in einem „Dorf voller Narren“ passieren, wussten Betty und Sepp (Heike Klier-Brand und Stefan Albert) nicht auf den schattigen Biergarten-Stühlen, sondern auf den harten Stufen des neuen Echterplatzes zu berichten. Ein Loblied war von dem Duo über Homburgs Gastronomie zu hören, die man als „Schoppenmeile“ in der Unter- und Oberstadt ansiedelte.
Als „alte Hasen“ mit jungen Texten kamen die „Eselsohren“ als Bauarbeiter mit Andy Stange, Joachim Hettinger (verantwortlich für das Bühnenbild) und Helmut Wirsching auf ihre Bühne. Bei den von Andy Stange getexteten Seitenhieben auf die große und kleine Politik kam auch der „Wulff im Schafspelz“ vor.
Der etwas andere Rundflug der „Äisel-Äir“, vom Männerballett auf dem HCV-Flughafen gestartet, hatte nicht irgendeine Destination in südlichen Urlaubs-Gefilden, sondern den voll besetzten Airport der Steeäisel-Bühne zum Ziel. Ihre Flug- und Zug-Nummer durfte in allen Phasen in die Rubrik „Jet zu lache“, wie man im Rheinischen die Humor-Balladen nennt, eingeordnet werden. Regina Schäfer und Heike Klier-Brand in der Weiber-Bütt fiel es nicht schwer, im Homericher Dialekt Geheimnisse preiszugeben, die das Leben mit und ohne Partner so mit sich bringt. Das Publikum war ganz Ohr, als das Duo auf dem stillen Örtchen („Mich drückt der Schein“) für investierte 70 Cent seine „Sitzungs-Geheimnisse“ austauschte.
Die auf sieben Tage verteilte und auf 15 Minuten zusammengefasste „Schöpfungsgeschichte“ des Buben-Balletts war von großem Einfallsreichtum der jüngeren Steeäisel-Generation geprägt.
Bernd Hörner und der „Steeäisel-Express“ ließen den gut gelaunten „Stall-Besuchern“ kaum eine Verschnaufpause. Sitzungspräsident Udo Wirsching hatte, unterstützt von Präsident Stefan Götz, das Sitzungsgeschehen jederzeit fest in der Hand.
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Die neuesten Kommentare
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elitereg (1 Kommentare) am 31.01.2012 05:58
FaschingssitzungWir möchten uns noch einmal für den tollen Abend bei Euch bedanken - er war einfach sensationell - mit diesem Programm könnt Ihr mit allen Größen des Faschings mithalten.Wir möchten im nächsten Jahr wieder kommen... sagen die Freunde aus Mespelbrunn |
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anaconda (25 Kommentare) am 30.01.2012 14:07
Anregungen.....Wo blieben Büttenreden, wo man von Herzen mal richtig lachen konnte?Wo blieben Schunkel- und Stimmungslieder so zwischendurch? Warum macht die Kapelle während der Pause eine Pause? Hier muss das Publikum "warmgehalten" werden.... Alles in allem: VERBESSERUNGSFÄHIG |
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