publiziert: 06.10.2011 15:22 Uhr
aktualisiert: 06.10.2011 15:25 Uhr
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Energiewende für Zellingen

Modell für Bürgerbeteiligung gesucht

(ka) Wenn Solar- und Windenergie sowie Biomasse auf der Zellinger Gemarkung genutzt werden, dann sollen auch die Gemeinde und möglichst auch die Bürger etwas davon haben. Mit seinem Slogan „Unsere Stadt gehört uns“ rannte Johann Dallmayer von der Firma Dallmayer Informationssystem aus Karlstadt beim Zellinger Gemeinderat offene Türen ein. Seit einigen Monaten überlegen die Räte, wie Zellingen von der Energiewende profitieren könnte.

Besonders, als die Nachbargemeinde mit der Unterstützung der Karlstadter Firma die Bürgerenergie Retzstadt initiierte, die große Projekt plant, wurden die Zellinger Räte hellhörig. Johann Dallmayer stellte ihnen nun in einer Kurzpräsentation nicht nur seine Firma vor, sondern auch, dass es viele Möglichkeiten für die Beteiligung der Bürger gibt. Das gehe von Genossenschaften über Gesellschaften Bürgerlichen Rechts bis zu Stadtwerken, die Inhaberschuldverschreibungen auflegen.

Welche Möglichkeit für Zellingen die Besten sind, will der Gemeinderat nun in einem dreistündigen Workshop ergründen. Am liebsten wäre es vielen Räten, wenn noch in diesem ein Jahr eine konkrete Anlage gebaut würde. Nach einem Rat der Firma muss es beim Bau noch nicht das endgültige Modell zur Bürgerbeteiligung geben.

Ein Beispiel dafür ist die Photovoltaikanlage auf der Autobahneinhausung zwischen Goldbach und Hösbach. Diese wurde mit einem Darlehensmodell gebaut und ein Jahr betrieben, bevor auf ein Finanzierungsmodell mit Bürgerbeteiligung umgestellt wurde. Das hatte den Vorteil, dass es schon konkrete Zahlen zum Ertrag der Anlage gab.

    
    

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