publiziert: 15.06.2012 16:31 Uhr
aktualisiert: 17.06.2012 12:04 Uhr
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Es brodelt im Sudkessel

„Brauhelfer“ Matthias Loschert versetzte Maische mit Aromahopfen
  • Foto: DEHM
    Brauhelfer: Bürgermeister Matthias Loschert (rechts) würzte den Sud des Steinfelder Jubiläumsbieres mit Aromahopfen. Beobachtet wurde er dabei von (von links) Braumeister Dieter Beutel, Brauereichefin Dr. Susan Schubert, deren Ehemann Henning Glawatz und vielen Steinfeldern.
  • Foto: DEHM
    Ort des Geschehens: In der Arnsteiner Brauerei Max Bender wird das Festbier für die 1200-Jahr-Feier in Steinfeld gebraut.
  • Foto:
    Brauereichefin Schubert und Bürgermeister Loschert präsentieren den Entwurf für die Jubiläumsbier-Flaschenetiketten.DEHM
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Als Brauhelfer betätigte sich Bürgermeister Matthias Loschert am Donnerstagnachmittag, indem er der brodelnden Festbiermaische im Sudhaus der Arnsteiner Brauerei Max Bender Aromahopfen aus der Holledau zugab.

Bereits am Dienstag holten Mitarbeiter der Brauerei in Steinfeld am Brunnen Dicker Busch 100 Hektoliter Wasser ab, denn das Festbier soll ja ein richtiges Steinfelder Bier werden. Die Gerste, aus der in der zur Arnsteiner Brauerei gehörenden Schweinfurter Mälzerei Schubert das benötigte Malz hergestellt wird, stammt ebenfalls aus der Region Steinfeld. Dass kein anderes Malz oder Wasser ins Steinfelder Festbier gelangt, garantieren laut Brauereichefin Dr. Susan Schubert die Zertifizierungen IFS (Brauerei) und Iso 22 000 (Mälzerei), die höchste Ansprüche an die Rückverfolgbarkeit der Zutaten stellten.

Um einen eigenen Eindruck zu bekommen, machten sich am Donnerstag knapp 20 Steinfelder per Bus auf den Weg nach Arnstein. Ursprünglich sei geplant gewesen, das Festbier in der früheren Steinfelder Brauerei zu brauen, ließ Bürgermeister Loschert wissen. Als sich dann jedoch herausstellte, dass das Sudhaus bereits ausgebaut war, habe sich die Arnsteiner Brauereichefin sofort bereit erklärt, das Steinfelder Festbier zu brauen, freute sich Loschert.

Da Schubert den Steinfeldern bereits beim Festkommers im April die Ehre erwiesen hatte, war ihr bekannt, was „Schultheiß“ Theobald Herrmann damals gesagt hatte: „Mir hoffe, dass des Steeflder Bier genauso guat schmeckt wie des Herzog von Franken – es derf a no e bissele besser schmeck.“

Vor diesem Hintergrund meinte sie am Donnerstag schmunzelnd: „Ich hoffe, dass es gelingt.“ Auch der Steinfelder Wunsch nach einem bernsteinfarbigen Festbier wird wohl zu erfüllen sein, denn Braumeister Dieter Beutel und der mit dem Steinfelder Sud betraute Brauer Martin Weis sind alte Hasen, was das Bierbrauen betrifft.

„Was die Landwirtschaft geliefert hat, kommt veredelt zu uns zurück“, fasste Bürgermeister Loschert mit Blick auf das Motto „Von der Region – für die Region“ und die seit Jahren bestehenden Geschäftsbeziehungen zwischen Schubert und Steinfelder Landwirten zusammen.

Von den rund 10 000 Litern Festbier sollen nach den Worten der Brauereichefin rund 20 Prozent in Flaschen abgefüllt werden. Diese Flaschen, die ein eigenes Etikett erhalten sollen, würden – neben dem Fassbier – bei der 1200-Jahr-Feier vom 20. bis 23. Juli und danach so lange der Vorrat reicht im Sixpack verkauft. Sollte das Festbier nicht ausreichen, stehe Nachschub aus der regulären Produktion bereit.

Das Festbier soll übrigens einen Stammwürzgehalt von 11,9 Prozent und fünf Volumenprozent Alkohol haben. Die Bierprobe ist für den 13. Juli angesetzt.

Von unserem Mitarbeiter wolfgang dehm
    
    

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Die neuesten Kommentare

urhamburger (67 Kommentare) am 20.06.2012 06:09

Warum schauen wie nur alle zu ?

So läuft es im Großen, so läuft es im Kleinen. Ich weiß nicht ob es immer schlimmer wird, oder inzwischen der Blick der Menschen doch erweitert ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
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Siggen (78 Kommentare) am 19.06.2012 10:24

Es brodelt in der Gemeinde

Mit dieser Aktion wird eine ehem. ortsansässige Brauerei ausgebootet. Dafür dass das Bier in Arnstein gebraut wird, müssen für das Jahrhundertfest auch alkoholfreie Getränke von Arnsteiner geliefert werden. Ob die allen schmecken? Zusätzlich macht der Steinfelder Getränkehändler den größten Reibach. Ist ja auch des Bgm. bester Kumpel.
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