aktualisiert: 10.07.2011 18:18 Uhr
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GLASOFEN
Fränkischer Heimatabend: Beschwingte Brauchtumsfeier
„Die Glasf'lder“ veranstalten einen „Fränkischen Heimatabend“
Der „Fränkische Heimatabend“ bot zum 60. Gründungsjubiläum der Grafschaftstrachtengruppe „Die Glasf'lder“ am Samstagabend in der Festhalle von Glasofen ein facettenreiches Programm der Brauchtumspflege.
Der Vorsitzende des Glasofener Gesangvereins, Rudi Schäfer, konnte sich mit dem gewandten Moderator des Abends, Michael Müller, über einen guten Besuch freuen. Aus Bad Kissingen war Fahnenpatin Erna Wiederruh, geb. Wolz, in ihre alte Heimat gekommen. Später kamen Gäste aus der bretonischen Partnerstadt Montfort an den Tisch des Städtepartnerschaftkomitees um dessen Vorsitzenden Heribert Felbinger. Sie waren zur Verabschiedung von Kreisbrandinspektor Elmar Väth nach Unterfranken gereist.
Den Auftakt des Abends hatten die Glasf'lder selbst übernommen und schickten zunächst ihren Nachwuchs aus der Kinder- und Jugendgruppe auf den Tanzboden. In ihrer Tracht waren sie wie später auch die Erwachsenen voll bei der Sache. Die Tänzer schienen zu ihrem Jubiläum zusätzlich beschwingt.
Diese gute Stimmung nahm Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder in ihrem Grußwort auf und gratulierte herzlich. Sie ging auf die Bewahrung der früher in der Grafschaft Wertheim üblichen Volkstracht durch den Verein ein. Mit musikalischen Glückwünschen meldeten sich die Freunde des fränkischen Brauchtums aus Urspringen zu Wort. Nach ihren Liedvorträgen folgte ihre beeindruckende Darbietung von Volkstänzen.
Danach erlebte Glasofen eine Premiere, „den heimlichen Höhepunkt des Abends“, wie Moderator Müller meinte: Seit Fasching hat sich unter der Leitung der jungen Dirigentin des Gesangvereins Glasofen, Cosima Hohenberger, ein Projektchor gebildet. Rund 25 junge Leute, meist junge Damen, präsentierten an diesem Abend zwei moderne englischsprachige Lieder, von denen „The Rose“ besonders stimmungsvoll wirkte. Dann kehrte man zum fränkischen Brauchtum zurück. Kunstvoll ist die Tracht der „Bessenbachtaler“ aus Straßbessenbach, die ihre Tänze zeigten. Aus Schollbrunn kam die nächstgelegene Trachtengruppe. Auf dem Akkordeon begleitete Adolf Benz, der viele Jahre den gemischten Chor des Gesangvereins Glasofen geleitet hatte, eine schwungvolle Tanzvorführung.
Bayern in Franken
Etwas dezimiert kam die Volkstanzgruppe „Henneburg“ aus Stadtprozelten zum Tanzboden, denn sie war an diesem Tag beim Eröffnungsfestzug der Würzburger Kiliani-Messe gefragt gewesen.
Der Trachtenverein „Die Spessartbuam“ bot ursprünglich oberbayerisches Brauchtum dar. Einst hatten Wanderarbeiter aus Bayerns Süden die Faszination dafür in Franken geweckt. Bei der knalligen Vorführung der „Goaßlschnalzer“ zog mancher im Publikum, vor allem im Bereich der Ehrengäste, den Kopf ehrfürchtig ein. Aber die Altenbucher beherrschen ihren Peitschenknall. Zum „Kronenwirt“ lud die Volkstanzgruppe aus Rodenbach, bevor die Altenbucher vor ihren Dirndln „plattelten“. Schnell war der Abend vorüber, und die „Oldies“ aus Breitenbrunn spielten zum Ausklang schwungvoll zum Tanz auf.

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