aktualisiert: 10.08.2012 12:04 Uhr
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HAFENLOHR
Glasfassade und Pelletsheizung für Windheimer Bürgerhaus
Hafenlohrer Gemeinderat entscheidet sich für 680 000 Euro teure Variante des Anbaus an Feuerwehrhaus
Mit zwei Gegenstimmen wurde eine etwas abgespeckte Variante des Bürgerhauses in Windheim mit Kosten in Höhe von rund 680 000 Euro vom Hafenlohrer Gemeinderat genehmigt. Das Architekturbüro Bernd Müller Markthedenfeld (BMA) wurde mit der Ausschreibung beauftragt.
In der Gemeinderatssitzung im Juli lag dem Gremium eine Planung vor, der eine Kostenberechnung von rund 689 000 Euro zugrunde lag. Dies überstieg die vom Gremium festgelegte Kostenobergrenze von 600 000 Euro. Daher stellte Bürgermeister Thorsten Schwab dem Gemeinderat am Dienstagabend zwei kostengünstigere Varianten vor.
Pelletsspeicher im Obergeschoss
Bei Variante 1 (680 000 Euro), die letztlich befürwortet wurde, wird eine Pelletsheizung statt der geplanten Heizung mit Wärmepumpe eingebaut, wodurch der Stromanschluss weniger leistungsstark sein muss und das Bürgerhaus über den Stromanschluss des Feuerwehrhauses mitversorgt werden kann. Der Pelletsspeicher wird im Obergeschoss untergebracht. Außerdem wurden in dem Bereich, der für die Proben der Hafenlohrtalkapelle vorgesehen ist, Glaselemente durch geschlossene Elemente ersetzt. Durch beide Maßnahmen sollen Kosten von 10 000 Euro gespart werden.
Bei Variante 2 (648 000 Euro) sollte zusätzlich noch die Fußbodenheizung durch Wandheizkörper ersetzt sowie Lichtkuppeln im Versorgungs- und Sanitärbereich eingespart werden. Außerdem sollte das Vordach gekürzt sowie die Küche und der Saal etwas kleiner werden.
Bürgermeister Thorsten Schwab erläuterte, dass bei Ablehnung beider Varianten ein erneuter Auftrag für eine Umplanung vergeben werden müsste, was zusätzliche Planungskosten von bis zu 30 000 Euro verursachen würde. Die hier vorgestellten Kosten seien sicherlich nicht erwartet worden, würden jedoch immer noch unter dem Betrag liegen, welcher für eine Sanierung der Hafenlohrtalhalle notwendig gewesen wäre. Durch den Anbau eines Bürgersaales an das Feuerwehrhaus und den Verkauf des ehemaligen Schulgebäudes und der Festhalle werde zukünftig nur noch ein Gebäude zu unterhalten sein.
Bürgermeister Schwab empfahl dem Gemeinderat Variante 1, da bei Variante 2 auf sinnvolle Einrichtungen wie Oberlichter, Fußbodenheizung und Vordach verzichtet wurde. Gemeinderat Gerd Dobesch sprach sich ebenfalls für Variante 1 aus, kritisierte aber die ganze Vorgehensweise, denn dem Gemeinderat seien lange Zeit wesentlich niedrigere Kosten von rund 500 000 Euro vorgestellt worden. In dieser späten Planungsphase könne man das Projekt jetzt nicht mehr ablehnen. Armin Richartz schloss sich dieser Meinung an und sagte, auf dem Gemeinderat laste enormer Druck. Er werde auch Variante 1 zustimmen, sei aber unter anderem gegen die Glasfront, worüber ja schon einmal separat abgestimmt worden war, da er hier enormes Einsparpotenzial sehe.
Bei der anschließenden Abstimmung wurde Variante 1 gegen die Stimmen von Gabriele Müller und Franz Riedmann befürwortet und das Architekturbüro BMA mit der Ausschreibung beauftragt.
Der Bauantrag für Variante 1 wurde ebenfalls mit zwei Gegenstimmen genehmigt.
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