publiziert: 07.02.2012 16:13 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 16:23 Uhr
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Hunger in Ostafrika langfristig bekämpfen

In Ostafrika hungern weiterhin Millionen Menschen, auch wenn das keine Schlagzeilen mehr macht. Nach einem Spendenaufruf des Eine-Welt-Vereins Esperanza wurden im letzten Sommer 1600 Euro an Misereor überwiesen. Nun gab das kirchliche Hilfswerk Rechenschaft, was mit dem Geld geschah.

Die Solidarität mit den Opfern der Dürrekatastrophe sei wieder beeindruckend gewesen, informiert Misereor. Insgesamt konnten mehr als 8,6 Millionen Euro für 16 Projekte bereitstellt werden. Grundnahrungsmittel wie getrocknete Bohnen, Hirse und Aufbaunahrung für Kinder wurden im Rahmen der Nothilfe ebenso wie Trinkwasser verteilt. Im kenianischen Flüchtlingslager Kambioos errichtete man Latrinen für 22 000 Familien. Dazu wurde ein umfassendes Sanitär- und Hygieneprogramm gefördert. In Äthiopien gelang es, den Schulunterricht für 3200 Kinder sicherzustellen, damit der Lageraufenthalt für sie nicht zur „verlorenen“ Zeit wird. Im langfristigen Kampf gegen den Hunger setzt Misereor auf Wasserprojekte und angepasste Anbaumethoden.

Katastrophenhilfe ist für den Gemündener Eine-Welt-Verein eher die Ausnahme. Der Schwerpunkt liegt auf nachhaltiger Entwicklung – wie den fairen Handel. Mit dem Erlös aus dem Esperanza-Laden förderte der Verein 2011 ein Stadtentwicklungsprojekt in Peru mit 3200 Euro. Welche Programme heuer unterstützt werden, entscheidet die Mitgliederversammlung am 5. März.

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Die neuesten Kommentare

DMA (696 Kommentare) am 08.02.2012 11:56

Im langfristigen Kampf gegen den Hunger

sollte Misereor mal lieber auf die Abschaffung der Massentierhaltung und steigenden Fleischkonsum setzen. Da würden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Billigere Grundnahrungsmittel für alle und Verlangsamung des Klimawandels, der zur entsprechenden Dürre führt(e).
Alleine lokal Denken (von wegen Anbaumethoden und Wasserprojekte) in einer "globalisierten Welt" scheint mir nicht der richtige Weg zu sein.
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