publiziert: 03.04.2011 16:05 Uhr
aktualisiert: 03.04.2011 16:06 Uhr
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Ihr Rat war in Glasofen gefragt

Emma Wiesmann wurde 90
  • 90. Geburtstag: Am Samstagmorgen gratulierte Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder (links) Emma Wiemann zum Wiegenfest, die einst in Glasofen den Kindergarten geführt hatte.
    Foto: Martin Harth
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(maha) Von der „Tante Emma“ ist von Glasofen noch heute bisweilen die Rede und gemeint ist dann Emma Wiesmann, die in ihren jungen Jahren einst den Kindergarten neben der Schule führte.

Am Samstag kam Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder in den Marktheidenfelder Stadtteil, um der rüstigen Jubilarin zu ihrem 90. Geburtstag zu gratulieren. Sie fand Emma Wiesmann zufrieden im Kreis ihrer Familie vor, die ihr auf ihrem nicht immer einfachen Lebensweg wohl das Wichtigste war.

In Glasofen ist sie als eine geborene Ruckdäschel zur Welt gekommen und im heutigen Marktheidenfelder Stadtteil hat sie auch ihren Mann Fritz Wiesmann beim Spazierengehen kennengelernt. 1943 hat sie den Kaufmann geheiratet und vier Söhne wurden in der Familie geboren. Der Rat von „Tante Emma“ zählte etwas in der Gemeinde.

Wenn jemand krank wurde oder einen Unfall hatte, holte man zunächst oft Emma Wiesmann und fragte um Rat. Der nächste Arzt war damals ja weit weg. Ihre Tätigkeit als Kindergärtnerin machte sie bei Generationen beliebt. Einmal hielt vor einigen Jahren ein Auto aus dem Rheinland in Glasofen und eine Dame fragte nach Emma Wiesmann. Als Kind war sie im Zweiten Weltkrieg auf der Flucht vor den Bombenangriffen nach Glasofen gekommen und nun wollte sie wissen, was aus ihrer gütigen Kindergärtnerin geworden war.

Sechs Enkel und neun Urenkel

Zu einem schweren Schicksalsschlag wurde für die Mutter von vier Buben der frühe Tod ihres Mannes Fritz im Jahr 1965. Allein hatte sie alle Mühe, die Familie über die Runden zu bringen. Mit der Hilfe ihrer vier Söhne schaffte sie dies und man handelte gemeinsam mit allem, was die Natur und der Garten so an Früchten und Schätzen zu bieten hatten. Die drei noch lebenden Söhne sind sich einig. Ihre Mutter hat ihnen eine glückliche Jugend und Kindheit geboten, dabei immer bis heute Zufriedenheit ausgestrahlt und sie schon früh selbst Verantwortung tragen lassen.

Die Frau mit dem großen Organisationstalent hat auch viel Handarbeit betrieben, für ihre Familie gestrickt. Heute machen das ihre Hände nicht mehr mit. „Aber ich weiß noch, wie das alles geht“, versichert die Seniorin. Emma Wiesmann freute sich am Samstag auf die Feier im Kreise ihrer Familie, die inzwischen sechs Enkel und neun Urenkel zählt.

    
    

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