publiziert: 14.01.2011 17:25 Uhr
aktualisiert: 14.01.2011 17:26 Uhr
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Internationales Workcamp soll Skaterplatz bauen

Bis zu 20 Jugendliche werden im Juli in Zellingen erwartet – Standort neben den Fußballplätzen

(ka) Nicht nur für die Jugend, sondern auch mit Hilfe der Jugend soll neben den Zellinger Fußballplätzen der geplante Skaterplatz entstehen. Der Verein „Internationale Jugendgemeinschaftsdienste“ will dort im Sommer vom 9. bis 30. Juli ein dreiwöchiges Workcamp veranstalten.

Bei einem Workcamp kommen in der Regel zehn bis zwanzig Teilnehmer verschiedener Nationalitäten zwischen 18 und 26 Jahren für zwei bis vier Wochen in ihren Ferien zusammen. Internationale Workcamps sind eine Form des internationalen Jugendaustausches und haben das Ziel der Völkerverständigung. Neben der Fertigstellung eines möglichst gemeinnützigen Arbeitsprojektes geht es um das Kennenlernen des Camp-Landes bei gemeinsamen Veranstaltungen wie Ausflügen und den Abbau von Vorurteilen.

„Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) Bundesverein e.V. - Gesellschaft für internationale und politische Bildung“, wie der Verein in Langform heißt, ist ein kirchlich und parteipolitisch unabhängiger, gemeinnütziger Verein der internationalen Jugendarbeit mit Sitz in Bonn und eine der größten und ältesten Workcamp-Organisationen in Deutschland.

Für die drei Wochen im Sommer hat sich der FSV Zellingen bereit erklärt, auf seinem Gelände zwei Räume, Duschen und die Küche zur Verfügung zu stellen. Die Gruppe verpflegt sich selbst. Für den Skaterplatz sollen die Jugendlichen Erd- und Pflanzarbeiten sowie bei entsprechendem Planungsfortschritt die Errichtung oder Montage der Geräte übernehmen.

Die Leistungen der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste bestehen in der Ausschreibung und der Zusammenstellung der Gruppe, der Organisation der Anreise, der Versicherung aller Teilnehmer, der Bereitstellung eines Campleiters, der Unterstützung bei Durchführung des Camps, der Übernahme der Verpflegung und Taschengeld. Den Markt Zellingen kostet das 270 Euro je Person, was bei einer zwölfköpfigen Gruppe 3240 Euro wären.

Der Gemeinderat stimmte diesem Vorhaben in seiner Sitzung einstimmig zu, nachdem Bürgermeister Wieland Gsell versichert hatte, dass die Planungen für den Skaterplatz bis zum 9. Juli baureif sein werden.

Keine Gegenstimmen gab es auch bei zwei Zuschussanträgen von Kindergärten. Der Kindergarten St. Georg in Zellingen muss Dachrinnen und Ablaufrohre instand setzen, was knapp 6000 Euro kosten soll. Der Johanniszweigverein in Retzbach baut in den Kindergarten in Retzbach eine Lärmschutzdecke für knapp 3100 Euro ein. Die Gemeinde bezahlt davon wie üblich zwei Drittel, also 3985 Euro für die Dachrinnen am Zellinger Kindergarten und 2060 Euro für die Lärmschutzdecke in Retzbach. Gemeinderätin Claudia Lang lobte, dass die Zuschussanträge vor der Haushaltsaufstellung eingereicht wurden.

Zumindest ein Pause einlegen wird in diesem Jahr das Zellinger Zwiebelfest. In seinen Informationen berichtete Bürgermeister Gsell vom Plan der Zellinger Feuerwehr für eine Sonnwendfeier am 18. Juni. Steigen soll sie am Mainufer in Zellingen. Gemeinderätin Claudia Lang fügte hinzu, sie habe schon einige Gespräche zum Thema Zwiebelfest geführt. Es gebe durchaus Ideen, doch ein neues Konzept brauche etwas Zeit. Von 1990 bis 2010 wurde das Zwiebelfest in der Sanderau als Gemeinschaftsveranstaltung der Zellinger Vereine gefeiert. Zuletzt stiegen aber einige Vereine aus und auch die Beschwerden der Anwohner wurden lauter.

    
    

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