aktualisiert: 08.08.2012 12:03 Uhr
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KARBACH
Kindergartengebühren steigen
Jährliches Defizit von 170 000 Euro in Karbach
Um die Kindertageseinrichtung des Marktes Karbach drehte sich die Debatte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Eine endgültige Abstimmung über eine Erhöhung der Gebühren wird auf die nächste Sitzung verschoben.
Im Vordergrund standen die kalkulatorischen Kosten des Betriebes, die Überprüfung der Gebühren sowie die kindbezogene staatliche Förderung für „Kindergarten und Kleinkindgruppe“. An den Beratungen nahmen auch Kindergartenleiterin Hilde Flemisch und Florian Hörning, Sachbereichsleiter von der VG Marktheidenfeld, teil.
Dass eine Erhöhung der Gebühren notwendig ist, steht angesichts eines jährlichen Defizits von rund 170 000 Euro fest, wie Hörnig ausführte. „Eines aber ist sicher: Der Kindergarten, in Obhut der Marktgemeinde, leistet mit einem engagierten Team eine hervorragende Arbeit mit all seinen Qualitätsmerkmalen“, führte Bürgermeister Kurt Kneipp aus. Dazu Gemeinderat Rudi Heim: „Und das sollte auch den Nutzern klar und wert sein. Die meisten der Eltern sind nicht unterbemittelt.“ Die derzeitigen Gebühren seien sowieso ein politischer Preis. Bei entsprechenden Familienverhältnissen könnte man auch eine Härtefall-Klausel anwenden.
Die kindbezogene Förderung des Freistaates beträgt etwa 40 Prozent. Im Vergleich zu caritativen Einrichtungen wäre das Defizit um etwa 50 000 Euro niedriger. Um einen Ausgleich zu schaffen, wäre eine Erhöhung um etwa 350 Euro notwendig. „Das kann man den Nutzern nicht zumuten“, so Kneipp. Kleinkinder verursachen eine höheren Aufwand, werden aber auch höher bezuschusst. Der doppelte Zuschuss aber decke nicht den erforderlichen Personal- und sonstigen Aufwand.
Wie Kneipp resümierte, sei die Region Marktheidenfeld im Bereich Kindergärten extrem preisgünstig. Zum Vergleich gab er die aktuellen Gebühren aus der Region bekannt. Konkurrenz könnte den gemeindlichen und caritativen Trägern durch Betriebskindergärten entstehen.
Gerade die Kindergärten sowie Grund- oder Haupt/Mittelschule zählen laut Kneipp zu den wichtigen Standortfaktoren einer Kommune. Sie gehören zu den wichtigen Kriterien dafür, ob sich junge Familien für diese oder jene Gemeinde als Wohnsitz entscheidet.
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