publiziert: 08.02.2012 19:53 Uhr
aktualisiert: 08.02.2012 21:17 Uhr
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Konkreter Stadthallen-Entwurf in vier bis sechs Wochen

Stadtrat hat Raumkonzept beschlossen – Kostenrahmen bei 12,5 Millionen – Heftige Diskussion um Kostendeckelung

Die Lohrer können damit rechnen, dass in vier bis sechs Wochen konkrete Pläne für den Bau einer neuen Stadthalle auf dem Tisch liegen. Das ist das Ziel der Architekten, nachdem der Stadtrat am Mittwochabend mit großer Mehrheit das Raumkonzept als Basis der Planung beschlossen hat.

Demnach soll der Saal der Stadthalle Platz für 800 Besucher bieten. Drei separate Seminarräume sollen zusammen 150 Menschen fassen können. Die Tiefgarage wurde aus Kostengründen von 150 Stellplätzen auf 60 Stellplätze reduziert. Sonderwünsche wie Kino, Disco oder Kegelbahn, das wurde in der Sitzung deutlich, werden in der Stadthalle nicht verwirklicht. Solche Einrichtungen zu schaffen sei ein Feld für private Investoren, so der Tenor.

Wie Thorsten Kock vom mit der Generalplanung beauftragten Stuttgarter Architektenbüro Bez + Kock in der Sitzung vorrechnete, wird die nun beschlossene Variante des Raumkonzeptes mit einer Bruttogeschossfläche von 4600 Quadratmetern zu Baukosten von rund 12,5 Millionen Euro führen. Kock hatte den Räten fünf Varianten mit Saalgrößen zwischen 1000 und 600 Besuchern und Kosten zwischen 15,8 und 8,5 Millionen vorgestellt.

Um die Kosten gab es in der Sitzung eine heftigere Diskussion. Auslöser war ein Antrag von Franklin Zeitz (Bürgerverein), der eine Kostenobergrenze von zehn Millionen Euro beschlossen haben wollte. Als Vorbild stellte Zeitz die Stadthalle in Rottweil hin, die 5,7 Millionen Euro gekostet habe und 1000 Besucher fasse. Das von Kock vorgestellte Raumkonzept sehe „viel zu viele Räume“ vor und eine zu große Geschossfläche, monierte Zeitz.

Er sei sich sicher, dass die nun auf 12,5 Millionen Euro veranschlagte Stadthalle am Ende 16 bis 17 Millionen Euro kosten werde. In der Folge müsse die Stadt „spätestens nach der nächsten Wahl“ sämtliche Gebühren erhöhen, um sich Halle und Folgekosten leisten zu können, vermutete Zeitz.

Mit 18 zu zwei Stimmen lehnten die Stadträte jedoch die von Zeitz beantragte Kostendeckelung auf zehn Millionen Euro ab. Die Stadthalle in Rottweil habe den „Charme eines Luftschutzkellers“ begründete beispielsweise Brigitte Riedmann, weswegen sie denkt, dass zehn Millionen für die Lohrer Stadthalle nicht ausreichend sein sollten. Nun sollen die Architekten auf der Basis des beschlossenen Raumkonzeptes drei Varianten erarbeiten, die sich in der äußeren Hülle ebenso wie bei der Ausstattung unterscheiden.

• Mehr zur Stadtratssitzungen lesen Sie in unserer Freitagsausgabe
jun
    
    

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