aktualisiert: 14.08.2012 12:04 Uhr
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RIENECK
Mit Pferdestärke und Menschenhand den Kirbbaum aufgestellt
Rieneck feiert das Kirchweihfest
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Coole Typen: Der Trubel um die Aufstellung des Kirbbaums lässt die Kaltblüter Afram und Faro kalt, und Bürgermeister Wolfgang Küber hat die Zügel fest in der Hand.Fotos: Karl-Heinz Wiesenfelder -
Hau-Ruck: Fast 16 Meter lang ist der Kirbebaum, den die Männer der Feuerwehr mit Unterstützung des Verschönerungsvereins aufrichteten.
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Gute Fahrt: Was für die Großen die Unterhaltung an den Festtischen ist, ist für den Nachwuchs die Fahrt auf dem Karussell.
Mit der Kirchweih in Rieneck hatte es der Himmel wieder einmal gut gemeint: Sommerliches Wetter lockte am Samstag einige Hundert Besucher auf den Parkplatz in der Stadtmitte, die letzten Wolkenreste hatten sich pünktlich zur Eröffnung der Kirb verzogen. Musikalisch begleitet von den Rienecker Musikanten genossen Alt und Jung die kulinarischen Angebote, und die Kinder vergnügten sich ausgelassen am Karussell oder an der Schießbude.
Am Spielplatz im Obertor war um 15.30 Uhr alles bereit, um die knapp 16 Meter lange Fichte mit einem Festzug zur Ortsmitte zu geleiten. Für die beiden Kaltblüter Afram und Faro war es ein Leichtes, unter den Zügeln von Bürgermeister Wolfgang Küber, den Kirbebaum durch das Obertor zum Aufstellungsort zu ziehen: Da sind sie im Wald ganz andere Kaliber gewohnt.
Den Marschschritt gaben wie immer die Rienecker Musikanten an der Spitze vor, begleitet von einigen Stadtratsmitgliedern, einer großen Gruppe von Tanzmädchen und Mitgliedern des Rienecker Fasenachtskomitees, den Lääwer-Weibern, einer Gruppe aus der Dorfgemeinschaft Hohenroth sowie Fahnenabordnungen der Rienecker Vereine wie der Feuerwehr, dem STC Rieneck, dem Gesangverein, dem Sportverein, Schützenverein, dem Schachclub oder dem Verschönerungsverein.
Es bedurfte nur etwas kräftigen Hinlangens und einiger Hau-Ruck-Rufe der Männer der Feuerwehr, unter Anleitung ihres Kommandanten Martin Ruppert, sowie der stabilisierenden Unterstützung des Verschönerungsvereins und der Kirbebaum stand sicher. Hedwig Nickel hatte wieder bunte Fähnchen angebracht, und Maria Stange einen Kranz gebunden, um den Baum zu schmücken.
Bürgermeister Wolfgang Küber freute sich in seiner Ansprache auf viel Besuch während der Festtage, dankte den Helfern, und sprach einige Worte zum Werdegang und dem Sinn der Rienecker Kirb. Dann kam der erlösende Ruf, der die viertägige Feier eröffnete: „Wam is die Kirb? Unner!“
Schnell füllten sich die Tische und Bänke, an der Bierzapfanlage herrschte Hochbetrieb, aber auch die Essensstände oder die Crepesbude verzeichneten große Nachfrage der Besucher. So mancher Gast zog jedoch eine gute Tasse Kaffee mit Kuchen vor. Andrang herrschte besonders am Kinderkarussell, wo einige der Mädchen oder Jungen alle bunten Fahrzeuge ausprobierten, die sich da drehten. An der Schießbude wollten viele Besucher ihre Treffsicherheit mit dem Luftgewehr beweisen. Bis etwa 18 Uhr unterhielten die Musikanten mit ihren Dirigenten Susanne Nickel und Armin Walter am Mikrofon die zahlreichen Rienecker und auswärtigen Gäste. Da traditionell viele ehemalige Rienecker zur Kirb in das Heimatstädtchen kommen, gab es an den Tischen Wiedersehensfeiern und viel zu erzählen.
Am Abend übernahmen die Galow Birds das Kommando, beim Open Air auf dem Parkplatz sorgte die Partyband aus München für beste Stimmung, die auch bei etwas kühlerer Temperatur zu später Stunde nicht nachließ. Dafür gab es ja die Sekt- und Cocktailbar, an der sich die Besucher innerlich wärmen konnten.
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