publiziert: 02.02.2012 17:47 Uhr
aktualisiert: 02.02.2012 18:14 Uhr
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Mobile Sauna: Schwitzen im eigenen Fass

Volker Stahl aus Hafenlohr kommt mit seiner rollenden Sauna zu den Leuten nach Hause
  • Durchs Eckige geht's ins Runde: Volker Stahl aus Hafenlohr bietet rollende Saunafässer für jedermann an. Wer möchte, kann sie bei ihm zur Probe mieten.Foto: Sven Hassel
  • Badetag im Freien: Bis zu fünf Personen können in diesem Freiluft-Badezuber Platz nehmen.
    Foto: Sven Hassel
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Gegen die sibirischen Temperaturen dieser Tage hilft Saunieren. Wem der Weg zu nächsten öffentlichen Sauna zu weit ist, der kann sich nun ein rollendes Modell zu sich nach Hause kommen lassen. Volker Stahl aus Hafenlohr bietet neuerdings diesen Service an.

„Ich will Gesundheit mit Natur verbinden“, erklärt der 47-Jährige, der bisher als Projektmanager tätig war. Für Natur hat der aus Marktheidenfeld stammende Hafenlohrer schon immer viel übrig gehabt. Seit dem Sportleistungskurs am Balthasar-Neumann-Gymnasium ist er begeisterter Sportler und immer gerne draußen. Von Nordic Walking über Mountainbikefahren bis hin zum Fallschirmspringen hat er vieles ausprobiert. Für ihn als naturliebenden Menschen ist die Elektrosauna im Keller zu langweilig; er will seine Gesundheit lieber draußen stärken.

„Ich habe schon immer damit geliebäugelt.“

Volker Stahl Anbieter von mobilen Saunafässern

Die Idee, große Fässer als Saunen oder Außenbäder zu nutzen, kommt ursprünglich aus dem kühlen Skandinavien. Auf seinen vielen Reisen nach Schweden hat Stahl diese Fässer kennen gelernt. Schon auf seiner ersten Interrailreise in den Norden mit 17 Jahren kam er auf einem Campingplatz mit der Sauna in Kontakt: „Wir saßen da drinnen und uns war so warm, dass wir immer wieder Wasser auf die Steine geschüttet haben, um uns abzukühlen“, erinnert sich Stahl lachend.

Seither kehrte er immer wieder nach Schweden zurück, wo private Sauna- oder Badefässer weit verbreitet sind. „Ich habe schon immer damit geliebäugelt“, sagt Stahl zu der Idee, solche Fässer auch in Deutschland anzubieten. Seit diesem Jahr bezieht er seine Ware von einem Großhändler, der sie aus Finnland importiert. Die Fässer kosten rund 3000 Euro. Stahl kann sich auch vorstellen, die Fässer von hiesigen Schreinern bauen zu lassen.

Vorerst bietet Stahl seine Fässer zum Vermieten an; später möchte er sie auch verkaufen, aber sein Geschäft „muss erstmal ins Rollen kommen“, erklärt er. Also kann man jetzt vorerst für 38 Euro am Tag ein Badefass aus Fichtenholz mit 160 Zentimetern Außendurchmesser und 115 Zentimetern Höhe oder für 48 Euro ein Saunafass mit 200 Zentimetern Durchmesser und Länge mieten. Im Umkreis von drei Kilometern um Hafenlohr liefert Stahl seine Fässer frei Haus. Wer weiter weg wohnt, zahlt noch die Spritkosten für den Transport.

Beheizt werden die Fässer jeweils durch Holzöfen. Das Badefass mit mit seinen bis zu 1300 Litern muss zwei bis drei Stunden aufheizt werden, das Saunafass nur eine Stunde – dann kann es losgehen. Geeignet sind die Fässer für einen ruhigen Tag mit Familie oder Freunden: In das Badefass passen bis zu fünf Personen, in das Saunafass bis zu sechs.

In nächster Zeit also möchte der Unternehmer die schwedische Idee in der Region bekannt machen. Hierbei würde er auch gerne mit den Campingplätzen zusammenarbeiten. Er könnte sich vorstellen, dass die Betreiber in das Angebot ihrer Plätze die Vermietung oder Vermittlung von Bade- oder Saunafässern aufnehmen.

Die Vorteile für Haushalte gegenüber einer Heimsauna oder einem Pool sieht Stahl einerseits in der dekorativen Wirkung, aber auch in der Transportfähigkeit: „So ein Fass kann man einfach überall hinstellen.“ Außerdem kann man die Fässer ganzjährig nutzen und in jeder Jahreszeit hat es laut Stahl seinen ganz eigenen Charme: „Ob Schnee oder Regen, kalt oder warm – es macht immer Spaß!“

Kontakt: Volker Stahl, Tel. (0 93 91) 912 50 44, E-Mail: v-stahl@t-online.de

Saunieren im Schwedenfass

Einen Holzzuber mit integriertem Holzofen versteht man in Skandinavien unter einem „Schwedenfass“. Die mobile „Badewanne“ hat in Skandinavien eine lange Tradition und erfreut sich auch außerhalb Schwedens zunehmender Beliebtheit. Kernstück des ganzjährigen Badevergnügens ist ein Badefass aus Holz mit einem abgetrennten Brennofen.

Auch im Winter erreicht man damit eine angenehme Badetemperatur. Allerdings dauert es ein paar Stunden, bevor man ins Fass steigen kann. Das Konzept ermöglicht das Baden für mehrere Personen auf kleinstem Raum.

Saunafässer eignen sich entgegen der bekannten eckigen Form, die meist im Hausinneren verwendet wird, auch gut fürs Freie. Ihre Bauweise ist so konzipiert, dass sie das ganze Jahr über im Garten stehen bleiben können. Die runde Form soll nach Herstellerangaben die Thermik im Innern verbessern.

Fasssaunen gibt es hochgestellt oder liegend. So finden darin gleich mehrere Personen Platz. Vorteile der Fasssauna ist außer ihrer Lage im Grünen auch die anschließende Abkühlung an der frischen Luft – Sichtschutz zum Nachbarn und zur Straße vorausgesetzt.

Viele Saunagänger mögen die Geselligkeit beim Schwitzen. Saunafässer gibt es daher in vielen verschiedenen Größen. Wem die Fasssauna zu teuer oder zu groß ist, der kann sie auch mieten. TEXT: ABRA

Von unserem Mitarbeiter Sven Hassel
    
    

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Die neuesten Kommentare

familieschwab (3 Kommentare) am 03.02.2012 08:53

Mobile Sauna

ich wünsche Herrn Stahl viel Glück mit seinem Projekt,dass seine Mobile Sauna bei den Leuten ankommt und der Renner wird.
Dafür drücke ich Ihm die Daumen.Eine SUPER IDEE!!!!!!!!
(0)
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