publiziert: 31.01.2011 17:35 Uhr
aktualisiert: 31.01.2011 17:38 Uhr
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Musik wäscht den Staub des Alltags von der Seele

„CeCoria Guitar Duo“ & Florian Salzmann musizierten im Lohrer Mehlingskeller
  • Südländischer Zauber: Corinna Schäfer (links), Celia Preuschoff (Gitarren) und Florian Salzmann (Mandoline) entfachten südländischen Zauber im fränkischen Mehlingskeller.Foto: Gisela Büdel
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„Musik wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“ Diese Volksweisheit drückt aus, was 50 Musikfreunde am Sonntagabend im Mehlingskeller erleben: Mit dem „CeCoria Guitar Duo“ & Florian Salzmann sitzen Meister ihres Fachs am Werk, die zauberhafte instrumentale Klangwelten eröffnen.

Joachim Salzmann, der Vater des Mandolinisten, begrüßt im Namen des städtischen Kulturamtes und lädt ein zu einem Konzert durch mehrere Jahrhunderte. Ein Konzert, in dem zwei Gitarren und die Mandoline den Zuhörer eintauchen lassen in eine Welt abseits von Alltag und Pflichterfüllung. Gerade die leisen Töne verführen mit Glut und Wärme, fordern Konzentration und gehen zu Herzen. Das stimmungsvolle Ambiente des Gewölbekellers bietet den perfekten Rahmen für eine Zeitreise durch Barock, Romantik und südamerikanische Folklore. Komponisten sind César Franck (1822 – 1890), Astor Piazolla (1921 – 1992), Radamés Gnattali (1906 – 1988) oder Johann Sebastian Bach (1685 – 1750).

Der Name „CeCoria Guitar Duo“ leitet sich ab aus den Vornamen von Celia Preuschoff und Corinna Schäfer aus Nordrhein-Westfalen. Die diplomierten Konzertgitarristinnen gründeten das Duo 2004 und befinden sich seitdem als Preisträgerinnen in internationalen Wettbewerben auf Erfolgskurs. Der Lohrer Florian Salzmann lebt in Wuppertal und studiert ab 2006 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Standort Wuppertal). Mittlerweile ist der 24-Jährige Musikpädagoge für Mandoline und Gitarre an der Städtischen Musikschule Hannover und tritt in verschiedenen Ensembles auf. Das Trio – übrigens in dieser Besetzung erstmals auf der Bühne – zeigt ein souveränes und geschliffenes Zusammenspiel und interpretiert mit dem Hintergrund südamerikanischer Tangomusik Astor Piazollas „Café 1930“, „Ernesto Nazareth“ und „Libertango“ in sehr lyrischer und sinnlicher Weise. „Holiness of water“ aus „The Bali Serenade“ des Hamburger Komponisten Christian Kunze (1967) lässt einen perlenden Wasserlauf vor dem geistigen Auge entstehen. Brasilianische Süßigkeiten scheinen dem Zuhörer auf der Zunge zu zergehen, dank Florian Salzmann und jeweils einer Gitarristin nach der Musik von Celso Machado (1953). Der Bearbeitung von Schäfer, Preuschoff und Salzmann zugrunde liegt eine Komposition von Gnattali. Die Besonderheit: In jedem Satz greift der Brasilianer thementypisches verschiedener Komponisten auf. Die jungen Künstler überzeugen als Duo oder im Trio: Immer in Blickkontakt, scheinbar mühelos, ja leicht und heiter, meistern sie vielgriffige Akkorde und brillantes Laufwerk.

Der Beifall will nicht enden und soviel Begeisterung wird belohnt: Die Schlussakkorde gehören einer ganz eigenen Version von „Something Stupid“, einer Ballade, die Frank & Nancy Sinatra zum Ohrwurm machten. Freuen dürfen sich die Freunde anspruchsvoller Saitenmusik auf den 26. November. Dann werden Florian Salzmann und der Gitarrist Christopher Esch als „Arte Izquierda“ im Alten Rathaussaal ihre erste CD präsentieren.

Von unserer Mitarbeiterin Gisela Büdel
    
    

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