publiziert: 07.02.2012 16:53 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 16:57 Uhr
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Pädagoge und Dichter

Otto Blank gestorben
  • Er liebte „sein“ Homburg: Otto Blank starb am Sonntag.
    Archivfoto: Günter Reinwarth
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Im gesegneten Alter von 90 Jahren ist am Sonntag in Würzburg der pensionierte Studiendirektor Otto Blank gestorben.

Blanks Wiege stand in der Homburger Maintalstraße. Die Volksschule in Homburg, seine Gymnasialzeit im Aloysianum in Lohr, die unselige Kriegszeit mit mehrfachen Verwundungen an der Ost- und Westfront und das Studium in Latein, Griechisch und Geschichte an der Universität Würzburg gehörten zu den wechselvollen Stationen im Lebenslauf von Otto Blank, einer der bekanntesten Persönlichkeiten des Winzerdorfes.

Als Lehrer war er tätig am Alten Gymnasium, dem späteren Riemenschneider-Gymnasium, in Würzburg. 1981 trat der vierfache Familienvater in den Ruhestand. Schon in den Sechziger Jahren hatte Otto Blank auch anderen Neigungen freien Lauf gelassen. Seiner Feder entstammten zahlreiche Veröffentlichungen – meistens waren es „Wein- und Wengertgschichtli“ – in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Kalendern und anderen Publikationen.

Die beiden Bände der Homburger Ortschronik enthalten rund 30 Beiträge von Otto Blank, viele davon in der Mundart seines Heimatdorfes. Der „Blanke Otto“, wie ihn die Menschen in seinem geliebten Homburg nannten, war ein Allround-Mann, der unter anderem auf Fränkischen Abenden, bei Weinproben, Kulturfahrten und Seniorennachmittagen zu sehen und zu hören war. Bis ins hohe Alter hatte er noch seiner geliebten Holzschnitzerei gefrönt.

Jahrelang hatte der vielseitige Senior sein profundes heimatgeschichtliches Wissen dem Kreis der Freunde Homburgs und dem Verein zur Rettung von Schloss Homburg, der ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannt hatte, zur Verfügung gestellt. Der Landkreis Main-Spessart hatte ihn mit der Verdienstmedaille in Bronze für besondere Leistungen im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich ausgezeichnet. Otto Blank, der seinen Lebensabend in seinem Eigenheim in der Würzburger Badewitzstraße verbracht, suchte noch im hohen Alter gerne sein „liabs Homerich“ auf und hatte hier auch im August letzten Jahres seinen 90. Geburtstag gefeiert. Er wird am kommenden Montag auf dem Hauptfriedhof der Bischofsstadt beigesetzt.

arth
    
    

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