publiziert: 06.02.2012 17:26 Uhr
aktualisiert: 06.02.2012 18:39 Uhr
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Prunksitzung: Gipfel soll nach Glasofen

In Glasef'ld fühlt die Welt sich wohl
  • Ganz schön cool: die „Blues-Sisters“ bei der Glasofener Narrenshow im Bürgerhaus „Die Welt zu Gast in Glasef'ld“. Die Akteure brachten mit bunten Szenen und Tanzeinlagen den Saal zum Kochen.
    Fotos (3): Martin Harth
  • Eine Schulklasse erklärt die Welt: Bastian Stürmer als Dorflehrerin und Daniel Wiesmann als Angela Merkel (von links).
  • Kann mit den Ohren wackeln: der „Berchschneider“ Rainer Thorun.
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Prunksitzung Glasofen
Prunksitzung Glasofen
Prunksitzung Glasofen
Prunksitzung Glasofen
Glasf'lder Prunksitzung
Glasofen
04.02.2012
    

Welches gemeinsame Ziel haben ein Scheich aus einem benachbarten Spessart-Emirat, die oberste Bade-Nixe aus „Wonne-MAR“ und ein Alpfler Laabfrosch? Na klar, sie rennen nach Glasofen, denn „die Welt ist zu Gast in Glasef'ld“, wussten die Narren bei ihren beiden Faschingssitzungen im Bürgerhaus und genau so konnte man es auf dem Bühnenbild erkennen. Der humorvolle Sitzungspräsident Andreas Sauer lud als Reiseleiter zu einem „straffen“ Sightseeing-Programm ein, das die von Jahr zu Jahr anwachsende „Glasf'lder Big Band“ mit viel Leidenschaft begleitete.

Der Auftakt blieb den Faschingsfreunden von den „Alpfler Laabfrösch“ vorbehalten. Sie schickten eine dreiköpfige, charmante Mini-Garde zum Tanz auf die kleine Bühne. Zum „Perfekten Dinner“ luden Petra Sauer, Silvia Schäfer und Beate Wolf in das Reich der Fernsehunterhaltung. Mit Bio-Food aus der Bio-Tonne konnten die „drei Grazien vom Äusserdorf“ nicht punkten, wohl aber mit den deftigen Schnitzeln aus dem Bürgerhaus.

Bernd Hepp kehrte als Stadtführer mit Hilfe von Adrian Götzelmann als „Lady Gagg-Gagg“ und Andreas Sauer das Ortsgeschehen säuberlich durch. Wem gebührt im Ort die Tapferkeitsmedaille der Feuerwehr, wer besiegte seinen Lenkdrachen erst auf dem Golfplatz und warum wurde beim Trachtenfest eigentlich das Spülwasser in der Kaffeebar so fettig?

Einem Wissenstest von Lehrerin Elli Wolf musste sich Schüler Dieter Wolf in der Schule mit Rektor Karl Wolf unterziehen. Wer aber weiß, dass in Märchebrunn die meisten „Hüehli“ wohnen, muss um seine Versetzung nicht ernsthaft bangen.

Auch Hollywood war zu Gast in Glasef'ld. Das kriegten drei markante Persönlichkeiten aus dem Publikum zu spüren, als Petra Sauer, Silvia Schäfer und Elli Wolf mit diesen als Liebespaar wie im Film „Titanic“ auf den Eisberg zufuhren. Die Dialoge waren aber bitteschön auf Hochdeutsch, Glasef'lderisch und im Jugendslang zu führen. Als Zugabe lud das flotte Damentrio zum Telefonsex mit schmutzigen Worten: „Föassnächel und Saäustoall“.

Könige des Kalauerns

Als Könige des Kalauerns präsentierten sich abermals die Geh-Brüder Dieter und Karl Wolf. Passen Rundschreiben in eckige Umschläge? Warum sind Kreiskrankenhäuser eigentlich nicht rund? Gibt es ein Insektenspray gegen Skifliegen? Solche Fragen brachten das Publikum völlig aus dem Häuschen.

Der Performer der Glasef'lder Fasenacht schlechthin ist der „Berchschneider“ Rainer Thorun, der nach intensivem Training trickreich mit seinen Ohren wackeln kann. Er berichtete im Dialekt von seinem aufreibenden Job als städtischer Hausmeister, sang mit Unterstützung von Joel Janke und Walter Stöhr das Chanson „Katzen haben sieben Leben“, was man von einem toten Hund in der angeblich wahren Geschichte aus einem Nachbarort nun nicht gerade behaupten konnte.

Dann wurde es Zeit für einen Tanz. Mit Schwung eroberten Gardemädchen der Marktheidenfelder Lorbser die Herzen der Glasef'lder Narrenschar. Die Sketchgruppe erklärte als Grundschulkasse 1b in einem närrischen Abc die Welt. Da staunte Angela Merkel nicht schlecht, denn „Q“ steht für das Glasef'lder Lebenselixier, den Quetscheschnaps. In einem waren sich die Narren mit der Kanzlerin einig: „Der nächste Weltwirtschaftsgipfel gehört nach Glasofen!“

Zum „Faschingsfest der Volkstänze“ luden die Dorfaffen. Gegen die Konkurrenz aus Afrika, dem Wilden Westen, dem klammen Griechenland und von der Lokalmatadorin Liesl setzte sich das Federvieh aus dem nahen, benachbarten Stadtteil knapp durch. So wurde es höchste Zeit für die heimliche Liebeserklärung der „Zeugen – na sowas“ an „Märchebrunn“. Sorge hatten die Sänger um die Gesundheit der „Hüehli“, da die Bundesregierung doch die Antibiotika-Gaben für Geflügel reduzieren möchte. Man wünschte sich, dass die Nachbarn so bleiben, wie sie sind, denn sonst fehle ein Thema im Glasef'lder Fasching.

Vor dem Ende mit dem Fasenachts- und dem Glasef'ld-Lied hatte man noch einen Showtanz auf der Mini-Bühne aufzubieten. Vier „Blues-Sisters“ rockten die Bude wie einst Jake und Elwood Blues im legendären Hollywood-Streifen.

Die Mitwirkenden:
Laabfrösch-Garde (Altfeld): Kathi Fertig, Johanna Gebert und Anne Kalisch, Trainerin: Kerstin Oleynik-Herzog;
Tanzkatrinchen Katrin Englert von den Hädefelder Lorbsern (Freitag), Trainerinnen Sandra Schreck und Christina Väth;
Lorbser-Prinzengarde (Freitag): Chantal Henig, Romana Hettiger, Franziska Lang und Michelle Schäbler, Trainerinnen: Sabrina Heusler und Sandra Zink;
Lorbser-Nachwuchsgarde (Samstag): Caroline Baumann, Sophia Kaufmann, Eva Rötz und Jule Schüssler, Trainerin: Sandra Müller
Sketchgruppe: Anja Goller, Christian Schwab, Jörg Stöhr, Bastian Stürmer, Anja Wiesmann und Daniel Wiesmann;
„Die Dorfaffen“: Johannes Hepp, Susanne Müller, Steffen Rücker, Theresa Rücker, Dominik Stöhr und Michael Väth;
„Zeugen – na sowas!“: Joel Janke, Jochen Schäfer, Michael Schäfer, Rainer Thorun und Anja Wiesmann;
Showtanz: Petra Sauer, Silvia Schäfer, Sofia Elflein-Schramm und Elli Wolf;
„Glasef'lder Big Band“: Joel Janke, Uwe Kempf, Jürgen Pfister, Walter Stöhr, Klaus Väth, Martin Zöller und Bandleader Klaus Weth.

Von unserem Mitarbeiter Martin Harth
    
    

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