publiziert: 12.12.2011 17:02 Uhr
aktualisiert: 12.12.2011 17:05 Uhr
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Seht, die gute Zeit ist nah

Weihnacht im Spessart: Feierliches Konzert mit vielen Höhepunkten in St. Margaretha
  • Vorweihnachtliche Weisen: Die Esselbacher Saitenmusik beim stimmungsvollen Adventsmusizieren in der Kirche St. Margaretha.
    Foto: Ernst Dürr
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Ein feierliches Weihnachtskonzert der Extraklasse bekamen die Zuhörer am dritten Adventssonntag in Esselbach geboten. Vom bodenständigen Volkslied bis in die Welt der Klassik war alles zu hören, was die Adventszeit musikalisch ausmacht. Die katholische Kirchengemeinde hatte unter dem Motto „...wenn's im Spessart Weihnacht wird“ in die Pfarrkirche St. Margaretha eingeladen.

Klaus Väth, der das Konzert leitete, wünschte in seiner Begrüßung, dass sich das Publikum zurücklehnen und sein Herz öffnen solle. Bereits das erste Musikstück der Esselbacher Blasmusik unter Leitung von Heinz Heim tauchte die Zuhörer in erwartungsvolle Adventsstimmung. Festlich und dabei in Harmonik und Melodik ungemein zart erklang der IV. Satz aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens, das sich in besonders in Frankreich großer Beliebtheit erfreut.

Die „Ladies in Takt“ aus Wiesen bewiesen mit dem ausdrucksstarken Stück „Zündet die Lichter der Freude an“, dass sie ihren Namen zu recht tragen. Die leisen Töne des Advents standen bei den darauf folgenden Musikern im Vordergrund. Die Esselbacher Saitenmusik ist eine Ensemble der Familie Väth, ergänzt um Christin Diehl an der Geige. Sie brachten mit fein abgestimmten Melodien von Hackbrett, Harfe, Gitarre, Zither und Kontrabass einen Hauch Bergweihnacht in die Esselbacher Kirche. Und dies, obwohl das vorgetragene 14. Menuett Nr. 81 gar nicht aus dem Alpenraum kommt, sondern aus der fränkischen „Seibiser Handschrift“ stammt. Volkstümlicher Rhythmus bestimmte den „Hintegg-Landler“ von Peter Moser, während das Stück „Rauhnacht-Stimmung“ in seiner getragenen Art die Einsamkeit der Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönig erahnen ließ.

Georg Amrhein aus Mespelbrunn, spielt die Steirische Harmonika meisterhaft und wurde von Helmut Becker auf der Gitarre gefühlvoll begleitet bei „Weit, weit weg“, einem Stück von Hubert von Goisern.

In der hohen Pfarrkirche kamen die vier großen Hörner der Alphorngruppe „Eichhall“ von Klaus Väth, Anton Roth sowie Lothar und Marcel Väth mit ihren Naturtönen wundervoll zur Geltung. „Seht, die gute Zeit ist nah“ und „Es wird scho glei dumpa“ verkündeten die Bläser volltönend auf ihren mächtigen Instrumenten.

Das voluminöse Spiel von Stephan Stieber auf der barocken Kirchenorgel von 1786 kontrastierte bei „Salud d'amor“ von Edward Elgar mit den filigranen Klarinettentönen von Christin Diehl. Auch Lothar Väths gefühlvolle Trompetenklänge passten wunderbar zur altehrwürdigen Orgel, der sein Sohn Marcel Väth die passenden Melodien entlockte.

Schmissig und beschwingt klang das Saxophon-Trio von Anton Roth und Marcel und Lothar Väth bei dem Traditional „O little town of Bethlehem“. Vier Männer- und eine Damenstimme bilden das gemischte Gesangs-Ensemble DaCapo aus Wiesen, das „Maria durch ein Dornwald ging“ intonierte.

Nachdenkliche Geschichten mit Themen rund um Weihnachten erzählte zwischen den Stücken Kirchenpfleger Karl Schöffer. Glänzender Schlusspunkt war das von der Blasmusik intonierte gemeinsame Schlusslied „Im Advent, im Advent.“

Pfarrer Alexander Eckert freute sich über das gelungene Weihnachtskonzert, rauschenden Beifall gab es von den Zuhörern für die Akteure. Die Spenden der Besucher kommen der Erneuerung der Kirchenheizung zugute. Eckert lud anschließend in den Pfarrhof ein, wo der VdK-Ortsverband Glühwein und Bratwürste anbot.

Von unserem Mitarbeiter Ernst Dürr
    
    

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