aktualisiert: 01.04.2009 11:08 Uhr
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MARKTHEIDENFELD
Thomas Schumachers Schicksal bei Sat1
Marktheidenfelder wurde 2002 in den USA betrogen – Privatsender blickt am 20. April zurück
Mit 39 Jahren ergriff der Marktheidenfelder Thomas Schumacher das, was er für die Chance seines Lebens hielt. Mit großen Versprechungen und tollen Berufsaussichten als Manager einer Kette von Cafés wurde der gelernte Bäcker im Jahr 2002 nach Florida gelockt und dann „betrogen und ausgenutzt“.
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Thomas Schumacher (links) hat wieder gut lachen. In der Sendung „Akte Schicksal“ berichtet Sat1 am 20. April über seinen Fall. Unser Archivbild entstand bei der Sendung im Jahr 2003, als der Fernsehsender erstmals über Schumachers „Abenteuer“ in USA berichtete. Moderator Ulrich Meyer (rechts) und Kameramann Thomas Heckel schnitten mit dem Marktheidenfelder eine USA-Torte an.FOTO SAT1
Schumacher musste geradezu flüchten, um zurück nach Deutschland zu gelangen. Nach der Berichterstattung in der Main-Post wurde sein Fall über die Sat1-Sendung „Akte“ einer größeren Öffentlichkeit präsentiert. In der neuen Sendung „Akte Schicksal“ blickt Sat1-Journalist Ulrich Meyer auf besonders interessante Fälle der „Akte“-Reihe zurück, darunter auch den Fall des Marktheidenfelders.
Die erste Sendung der neuen Reihe „Akte Schicksal“ wird am Montag, 30. März, um 23.35 Uhr auf Sat1 ausgestrahlt. Schumachers Fall soll in der Sendung am Montag, 20. April, folgen.
Thomas Schumacher wurde im Jahr 2002 von der deutschstämmigen Geschäftsfrau Barbara T. nach Florida gelockt. Dem gelernten Bäcker war versprochen worden, er werde als Manager einer Kette von Cafés gut verdienen. Stattdessen wurde er wochenlang hingehalten und wohnte ohne Einkünfte im Haus von Barbara T. Erst nachdem er behauptete, seine Tochter sei schwer krank in Deutschland, durfte er nach Hause reisen. Barbaras Ehemann warf ihn samt Koffer an einem Highway auf dem Weg zum Flughafen aus dem Auto.
Mit dem Produktionsteam der Akte-Sendung flog Schumacher ein halbes Jahr später noch einmal nach Florida. Dort waren seine Arbeitgeber gerade dabei, ihre Zelte abzubrechen und zu fliehen. „Damals wurden insgesamt acht Stunden Filmmaterial für einen rund zehnminütigen Beitrag gedreht“, erinnert sich Schumacher. Nun sei geplant, aus dem Material von damals einen längeren Beitrag von „rund 20 oder 30 Minuten“ zu schneiden.
Schumacher hat den Kontakt zu einigen der Sat1-Redakteure seit 2002 aufrechterhalten. „Die waren damals eine Woche lang in Marktheidenfeld, anschließend waren wir zusammen in Florida und verstanden uns gut. Mein Schicksal ging ihnen auch nahe.“ Erst vor wenigen Monaten besuchte Schumacher eine Sendung von Akte-Moderator Ulrich Meyer in Berlin. Meyers Redaktionsleiter Benno Fuchs habe er sogar vor einiger Zeit in New York besucht. So ist es kein Wunder, dass das Produktionsteam für die neue „Akte-Schicksal“-Reihe auf die Idee kam, den Fall Schumacher erneut zu beleuchten.
Der Marktheidenfelder bekam seinen Job im Braun-Werk nach seiner Rückkehr aus den USA wieder und arbeitet heute noch dort. „Heute geht's mir gut im Gegensatz zu den Idioten, die mich damals ausnehmen wollten“, sagt er lachend.
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