aktualisiert: 12.07.2011 11:41 Uhr
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GLASOFEN
Trachtengruppe: Prächtige Parade zum Jubiläum
60 Jahre "Die Glasf'lder"
Der Trachtenzug mit Gruppen aus ganz Unterfranken zeigte die ganze Vielfalt des Brauchtums.
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Mit Rebenbögen: der Volkstrachtenverein Markt Einersheim.FotoS (5): MARTIN HARTH -
Sie marschierte beim Festumzug durch das Dorf vorneweg: die Grafschaftstrachtengruppe „Die Glasf‘lder“.
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Aus Land und Stadt: vorne die Volkstanz- und Trachtengruppe Burgsinn, dahinter der Heimat- und Volkstrachtenverein Würzburg 03.
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Prächtig: die historische Kleidung des Volkstrachtenvereins Ochsenfurt.
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Boarisch-zünftig: der Gebirgstrachtenverein „Almrösel“ aus Schweinfurt.
Es war ein prächtiges und buntes Bild, das sich am Sonntagnachmittag den Besuchern des 60. Gründungsjubiläums der Grafschaftstrachtengruppe „Die Glasf‘lder“ bot. Die Glasofener hatten ihre Straßen mit Fahnen, Girlanden und frischem Birkengrün geschmückt, als ein Trachtenzug mit knapp 20 Gruppen durch den Marktheidenfelder Stadtteil paradierte.
Nach dem vom Dekan und Schirmherrn Volkmar Gregori (Aschaffenburg) mit Pfarrer Reinhold Völler gemeinsam zelebrierten evangelischen Festgottesdienst in der Glasofener Christuskirche, dem Totengedenken am Mahnmal und einer Ehrung in der Festhalle (wir berichten morgen) setzte sich der Festzug pünktlich in Bewegung. Ganz am Anfang marschierte der historische Hochzeitszug aus der Grafschaft, das Glanzstück der „Glasf'lder“. Die Flitterkronen der Braut und der Brautjungfern glitzerten in der Sonne. Bei den Ehrengästen hatten sich neben Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder auch weitere Stadträte und Parlamentsabgeordnete eingereiht. Sie wurden vom Vorsitzenden Rudi Schäfer und seinem Stellvertreter Michael Müller nebst dem Gauvorsitzenden des unterfränkischen Trachtenverbands, Oliver Brust (Geldersheim), sicher geleitet.
In der Kutsche durften die beiden Geistlichen Platz nehmen und Gudrun Dörr, die Frau des unterfränkischen Trachtenberaters Alfred Dörr, der es vorzog, an der Spitze der prächtigen städtischen Trachtengruppe des Heimat- und Volkstrachtenvereins Würzburg 03 durch das Dorf zu ziehen.
Zu den Klängen der Trachtenkapelle aus Oberndorf marschierten weitere „Grünkittel“. Die Stadtführer in Wertheim gewandeten sich auch in Grafschaftstracht. Eine Anleihe im bayerischen Süden nahm der Gebirgstrachtenverein „Almrösel“ aus Schweinfurt. Hinter ihnen wiesen die „Frammersbacher Fuhrleut“ auf Spessarttraditionen hin. Die Trachtengruppe aus Burghausen bei Schweinfurt bot vor allem farblich ansprechende Frauentrachten auf. Groß war die Abordnung des Vereins für Heimat- und Brauchtumspflege aus Geldersheim: Die Herren trugen weiße Lederkniebundhosen und den fränkischen Dreispitz.
Aufwändige Hauben und Hutschmuck
Aus Sennfeld kam eine große Trachtenkapelle und die dortige Tracht überraschte mit aufwändigen Hauben für die Frauen und Hutschmuck bei den Männern. Das fränkische Weinland war durch Markt Einersheim mit Rebenbögen vertreten. Bekannt prächtig ist die historische Kleidung aus Ochsenfurt. Von dort waren wohl auch die jüngsten Trachtler auf den Armen ihrer Eltern mitgekommen. Aus dem Heimatlandkreis Main-Spessart war die Volkstanzgruppe aus Burgsinn nach Glasofen geeilt, die einen ländlichen Kontrast zu den hinter ihnen marschierenden Städtern aus Würzburg boten. Die letzte Abteilung wurde von der Hafenlohrtal-Kapelle aus Windheim angeführt. Hier marschierten die „Kahlgründer“ aus Schimborn, die mit leuchtendem Rot und geschmückten Tanzbögen recht auffälligen Retzbacher und am Ende der Trachtenverein aus Höchberg.
Bei dem Rundmarsch durch Glasofen kamen viele Trachtenträger bei sommerlichen Temperaturen ganz gehörig ins Schwitzen und freuten sich auf einen kühlen Trunk in der Festhalle. Dort folgten dann noch die Tanzdarbietungen einiger Gastgruppen.

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