aktualisiert: 06.02.2012 19:59 Uhr
Text
Text
ARNSTEIN
Tunnellösung statt Umgehung für Arnstein
Apres Ski und Hüttengaudi bei der Prunksitzung des Arnsteiner Karnevalsvereins
-
Augenweide: Toll anzusehen waren die Arnsteiner Garden bei der Prunksitzung. Grüne, Rote und Blaue Stadtgarde (im Bild) zeigten Tänze, die das Publikum mit viel Beifall honorierte.Fotos (3): Jana Keul -
Skiwelt Arnstein: Ihre „Skiwelt Arnstein“ präsentierten die Herren der Truppe „Ohne Worte“. Potenzielle russische Investoren (Alois Gereth als Sergej und Dirk Solleder als Olga) zogen alle Register.
-
Geschädigt: Als Baustellengeschädigte in der Karlstadter Straße präsentierte sich Annemarie Stark.
Einen bunten Abend mit tollen Tänzen, Gaudi und Lachern in der Bütt erlebten die Besucher der ersten Prunksitzung des AKV (Arnsteiner Karnevals Verein). Mit Grüner, Roter und Blauer Garde zog der Elferrat in die Stadthalle ein. Sitzungspräsident Michael Cramer begrüßte den Gastverein, die Faschingsfreunde aus Aura. Neben ihrer Garde zeigte auch die Showtanzgruppe „Dance Generation“ im Lauf des Abends als wilder Hühnerhaufen ihr Können.
Stolz kann der AKV auf seine Tanzgruppen sein. Die Kleine Grüne Garde, die Rote Garde mit den Mädchen von zehn bis 13 Jahren und die Blaue Stadtgarde zeigten alle sehr hochwertige Tänze, die vom Publikum mit viel Applaus honoriert wurden. Auch das Arnsteiner Tanzpaar Lena Steinkampf und Jonas Kron fegte mit viel Energie über die Bühne und zeigte einen anspruchsvollen Tanz. Das Arnsteiner Tanzmariechen Melanie Völker zeigte sich gut aufgelegt und fetzte über die Bühne. Für ihre Verdienste um den Arnsteiner Fasching erhielt sie den Jugend-Till von Franken verliehen. Seit 2004 ist sie tänzerisch auf der Bühne unterwegs.
Männerballett die Krönung
Die Stadtgarde legte mit ihrem Showtanz noch eine Schippe drauf und zeigte verschiedene Tanzrichtungen und bunte Kostüme. Krönung bei den AKV-Tanzgruppen war das Männerballett, das sich sehr wandlungsfähig zeigte. Passend zum Motto des Abends „Aprés Ski und Hüttengaudi“ kamen die Herren der „Sugar Boys“ als Skifahrer auf die Bühne und veranstalteten tänzerisch einen Abfahrtslauf. Ein verletzter Fahrer musste ins Krankenhaus und dann in den Himmel, wo sich die Jungs als richtige bayerische Buam entpuppten. Stolz präsentierten sie ihre Trophäe von den Bayerischen Meisterschaften, wo sie den vierten Platz belegten.
Auch in der Bütt hat Arnstein zwei Eisen im Feuer: Andrea Hetterich begeisterte als Zippel-Zappel. Sie sezierte die Befindlichkeiten im Arnsteiner Fasching genau und rief dazu auf, doch einfach mehr den Fasching zu feiern und zu den Prunksitzungen zu kommen. Der eine oder andere Tisch hätte in der Stadthalle an diesem Abend noch Platz gehabt.
Als Baustellengeschädigte in der Karlstadter Straße präsentierte sich sehr anschaulich Annemarie Stark. Total verstaubt und mit Schnabeltasse suchte sie einen Fassadenreiniger und schlug vor, doch ein Tunnelsystem für den Lkw-Verkehr durch Arnstein zu bauen, wenn eine Umgehungsstraße nicht möglich sei. Sie sicherte sich viele Lacher und so manchen Kopfnicker im Publikum.
Gastbeiträge in der Bütt lieferten der heuer aus „Franken sucht den Supernarr“ bekannte Peter Halbig als Till von Hambach, der in seinem geschliffenen Vortrag politischen Rückblick auf das vergangene Jahr hielt. Als Urlauber kam „Bauer Eugen“ Otmar Schraud aus Binsfeld und erzählte lustig, was man als Bauer bei einer Fernreise so alles erleben kann. Als Fräulein Kunigunde begeisterte Wolfgang Voith aus Wonfurth. Was doch ältliche Jungfern für ein schweres Leben meistern, sorgte für viel Erheiterung beim Publikum.
Ihre „Skiwelt Arnstein“ präsentierten die Herren der Truppe „Ohne Worte“. Passend zum Thema des Abends kamen sie auf die Skipiste Arnstein. Potenzielle russische Investoren (Alois Gereth als Sergej und Dirk Solleder als Olga) zogen alle Register, um die Gegebenheiten in Arnstein in Erfahrung zu bringen. Öli Hofmann (Tobias Willert), Willi Bauer (Benedikt Willert), Nieratschkers Nierle (Mark Solleder) sowie Heidi Henning (Helge Liedtke) samt Schweizer Skilehrer (Andreas Rosenberger), wussten gut Bescheid.
Dabei kam unter anderem heraus, dass bei „B26 n“ das „n“ wohl für „nie“ steht und so mancher Lokalpolitiker bekam sein Fett weg. Versöhnlich intonierte man am Ende den Song „mir sen aus Arnstee“ mit Luis Trenker (Joachim Lasar) am Akkordeon, und das Publikum klatschte begeistert mit.
Für einen mitklatschenden, stehenden Saal sorgten die „Crazy Jumpers“, die mit ihrer „Apres Ski Hitparade“ den Saal zum Kochen brachten. Moderator Michael Cramer zog alle Register. Von den „Zillertaler Zipfelklatschern“ über Costa Cordalis (Paul Brod), Anton (Elmar Renk) und Antonia (köstlich: Michael Deeg) aus Tirol und Lady Gaga (ein Kracher: Frank Manger nach Auszeit wieder dabei) bis zu den Troglauer Buam wurde eine mitreißende Show abgezogen.
Durch den Abend unterhielt der Musikverein aus Gambach.

Wetter



