aktualisiert: 10.07.2011 19:17 Uhr
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MARKTHEIDENFELD
Väths Abschied: "Elias, der Opa hat jetzt Zeit für dich"
Behörden, Rettungsorganisationen und Wegbegleiter loben unermüdlichen Einsatz von KBI Elmar Väth
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Abschied nach 38 Jahren im Feuerwehrdienst: Kreisbrandinspektor Elmar Väth (Mitte, mit Gattin Anni und Enkel Elias) legte am Freitag sein Amt aus Altersgründen nieder. Ihm dankten (von links) Kreisbrandrat Manfred Brust, Landrat Thomas Schiebel, Kommandant Philippe Bouin aus Montfort, Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder und Georg Wenzel von der Polizeiinspektion Marktheidenfeld.Foto: Joachim Schwamberger
„Elias, der Opa hat jetzt Zeit für dich!“ – Entspannter als gegenüber seinem Enkel hätte der Kreisbrandinspektor (KBI) Elmar Väth bei der Verabschiedung am Freitag im Marktheidenfelder Rathaus sein Ausscheiden aus dem aktiven Feuerwehrdienst nicht ankündigen können. Viele Gäste sprachen an diesem Abend von Ruhestand, aber wer Elmar Väth kennt, der weiß, dass er seine Hilfe nicht verweigern wird, wenn man sie braucht.
„Sie haben den Menschen hier und der Stadt Marktheidenfeld 38 Jahre lang vorbildlich gedient“, würdigte Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder das jahrzehntelange Engagement von Väth. Tag und Nacht einsatzbereit, 250 bis 300 Mal im Jahr zu Ernstfällen gerufen – das verlange enormen Idealismus. Schmidt-Neder bedankte sich auch für Väths Bemühen um die Partnerschaft mit Montfort-sur-Meu in Frankreich und Pobiedziska in Polen. Er ist zweiter Vorsitzender des Partnerschaftskomitees.
Innovativer KBI
Das innovative Engagement Väths bei der Neukonzeption und Neustrukturierung vieler Feuerwehrbereiche hob Landrat Thomas Schiebel hervor. Nicht erst seit seiner Ernennung zum KBI für Marktheidenfeld und Umgebung im Jahr 1998 und seit der Berufung zum stellvertretenden Kreisbrandrat 1999 habe Väth „Feuerwehr gelebt“.
Feuerwehrmann sein bedeute eine Lebenseinstellung; die habe der scheidende KBI stets gezeigt. Dank stattete Schiebel auch dessen Familie ab, die das Engagement immer mitgetragen habe. Besonders bedankte er sich bei Ehefrau Anni, die weit mehr getan habe, als nur die Garage zu öffnen, wenn ihr Mann zum Einsatz gerufen wurde. Der Landrat war sich sicher, dass Väths Feuerwehr-Leidenschaft sich auch in seinem Hobby Modelleisenbahn niederschlage. „Irgendwann wird es auch einen KBI im Maßstab 1:87 in der Eisenbahnlandschaft geben.“
Kreisbrandrat Manfred Brust beschrieb Väths Feuerwehrleben mit den Anfangsbuchstaben seines Vor und Familiennamens: E wie Einsatzbereitschaft in vorbildlicher Weise, L wie Leistungsprüfung in Ausbildung und Abnahme, M wie Marktheidenfeld, wo er das Feuerwehrwesen lange Jahre entscheidend geprägt habe, A wie Ausbildung, die für Väth stets im Vordergrund gestanden habe, und schließlich R wie Rund-um-die-Uhr-Einsatzbereitschaft. V wie Verantwortungsbewusstsein, Ä wie Änderungen, die er immer mitgetragen habe, wenn er von ihrem Sinn überzeugt gewesen sei, T wie Termingenauigkeit und H wie hoher Zeitaufwand.
Der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Marktheidenfeld, Georg Wenzel, würdigte die ausgezeichnete Zusammenarbeit Väths mit allen Hilfs- und Rettungsorganisationen. Anerkennung erfuhr Väth auch von Vertretern der Regierung von Unterfranken, der Berufsfeuerwehr Würzburg, der Feuerwehrschule und des Feuerwehr-Bezirksverbandes.
Die engen Beziehungen zwischen den Feuerwehren von Marktheidenfeld und Montfort würdigte der Kommandant der französischen Partnerstadt, Philippe Bouin. Väth habe diese Verbindung mit Herzlichkeit erfüllt.
Väth bedankte sich für die lobenden Worte und für die vielen Geschenke, vor allem aber für das Verständnis seiner Frau Anni für seinen Feuerwehrdienst. Nicht unerwähnt ließ der scheidende KBI die Unterstützung, die er von allen Feuerwehrkameraden erfahren habe. „Ohne die hätten wir niemals so viel erreicht, worauf wir jetzt erfolgreich zurückblicken können.“
Wie es sich gehört, wurde die Abschiedsfeier musikalisch von einer Feuerwehrkapelle begleitet, nämlich den „Röttbacher Lederhosen“ unter Leitung von Reinhard Kaufmann. Beim Stehempfang versorgten die Feuerwehrler aus Karbach die vielen Ehrengäste immer mit ausreichend Nachschub.

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