publiziert: 14.11.2010 17:20 Uhr
aktualisiert: 14.11.2010 17:38 Uhr
» zur Übersicht Marktheidenfeld
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text MARKTHEIDENFELD
Volkstrauertag: Erklären, nicht verklären

Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in der Stadt Marktheidenfeld
  • Erinnerung an die Opfer: Im Marktheidenfelder Stadtteil Marienbrunn leitete Bürgermeisterin Helga-Schmidt-Neder (links) die Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertags.
    Foto: Martin Harth
Bild von

Wie in vielen Orten fanden am Volkstrauertag auch in der Stadt Marktheidenfeld Gedenkfeiern statt. Im Stadtteil Marienbrunn legte Bürgermeisterin Helga-Schmidt-Neder einen Kranz am Mahnmal neben der St-Barbara-Kirche nieder und verlas die in diesem Jahr von ihrem Stellvertreter Manfred Stamm verfasste Rede.

Die Feier, zu der auch die Bürger aus dem Stadtteil Glasofen eingeladen waren, wurde vom Posaunenchor Marktheidenfeld und vom Gesangverein Marienbrunn würdig umrahmt.

Im Stadtteil Michelrieth hielt Zweiter Bürgermeister Manfred Stamm am Mahnmal auf dem Friedhof seine Gedenkrede für die Stadtteile Altfeld, Oberwittbach und Michelrieth. Die musikalische Begleitung hatten der Posaunenchor aus Altfeld und der Kirchenchor Michelrieth übernommen.

Am städtischen Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewalt trug Dritter Bürgermeister Martin Harth die Gedenkformel des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge vor und verlas die Gedenkrede. Zu dieser Feier war auch der Stadtteil Zimmern eingeladen worden.

Überall waren Bürger und Fahnenabordnungen der Vereine zum Gedenken gekommen. Mit ihrer Verlesung wurden bei den Feiern die Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs durch Vertreter des Stadtrats in Erinnerung gebracht.

In Marktheidenfeld legte der Sozialverband VdK gemeinsam mit der Stadt Marktheidenfeld Kränze nieder. Der Posaunenchor Altfeld und der Marktheidenfelder Männerchor trugen besinnliche Weisen zur Umrahmung bei.

In der Gedenkrede wurde ein Wort des evangelischen Theologen Friedrich Schorlemmer zitiert, der meinte, dass Erinnerung not tue und gut sei, wenn sich dabei nicht verkläre, sondern erkläre, was gewesen sei und werden könne. Es sei deshalb wichtig, sich daran zu erinnern, was die Generationen der Eltern und Großeltern erleben mussten.

20 Jahre Wiedervereinigung Deutschlands und 65 Jahre Frieden in der Mitte Europas seien keine Selbstverständlichkeit, wie der Blick auf die kriegerischen Krisenherde der Welt und den Terrorismus deutlich mache. Gerade jungen Menschen solle der Volkstrauertag ein Gespür vermitteln, was Krieg und Gewalt bedeuten.

Alle hätten in unserer Gesellschaft die Pflicht dazu, Toleranz gegen Andersdenkende, anders Aussehende, anders Glaubende und sich anders Kleidende zu vermitteln. In diesem Zusammenhang besitze der Volkstrauertag seit über 90 Jahren seinen Sinn. Krieg und Gewaltherrschaft müssten mit ihren schrecklichen Folgen als stete Mahnung in Erinnerung gehalten werden, damit die Menschen ihre Probleme friedlich lösten.

Von unserem Mitarbeiter Martin Harth
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Main-Spessart feiert 40. Geburtstag 

Landkreis-Jubiläum
Schwelgen Sie mit uns in der Geschichte des Landkreises und in Geschichten über seine Bürger. »mehr
    
Anzeige
    

MSP-Expo 2012 

Ausstellung in Lohr
Die MSP-Expo 2012 verzeichnete mit 35 000 Gästen deutlich mehr Besucher. Alle Berichte und Bilder finden Sie hier. »mehr
    
    

1200 Jahre Steinfeld 

Jubiläum 2012
Steinfeld blickt auf eine lange Geschichte zurück. Wir haben alles Wissenswerte rund um die 1200-Jahr-Feier zusammengetragen. »mehr
    
    

Baby-Galerie 

Die Jüngsten
Hier begrüßen wir die jüngsten Bewohner des Landkreises Main-Spessart. »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr
    
Anzeige
    

Dialektserie "Wördlich" 

Wörter aus dem Landkreis Main-Spessart
Wöchentlich stellen wir Ihnen ein interessantes Dialektwort aus dem Landkreis vor. »mehr
    
    

Spezial 

Westumgehung Würzburg
Wie Gegner und Befürworter wegen der "B26 neu" kämpfen. Ein Top-Thema in der Region. »mehr
    
    

Anzeigen 

Traueranzeigen
Täglich aktuell auf mainpost.de: Traueranzeigen aus der Region.  »mehr
    
    

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr