aktualisiert: 03.04.2011 13:14 Uhr
Text
Text
GLASOFEN
Vom kleinen grünen Kaktus bis Janis Joplin
Überraschende Vielfalt beim Liederabend im Glasofener Bürgerhaus
(maha) Am Abend eines wunderschönen Frühlingstags kamen am Samstag drei Chöre im Bürgerhaus von Glasofen zusammen, um frohe Stunden bei einem bunten Liederreigen zu verbringen.
Der Vorsitzende des Gesangvereins Glasofen, Rudi Schäfer, begrüßte die Gäste mit einem Frühlingsgedicht von Annette Droste-Hülshoff und dankte den beiden Gastchören aus Schollbrunn und Hausen bei Steinfeld für ihr Kommen. Schäfer wies darauf hin, dass der Gesangverein Glasofen im nächsten Jahr das 65. Jubiläum seiner Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg begehen wird. Das 65-jährige Bestehen werde man vom 9. bis zum 11. Juli in diesem Jahr mit einem Fest in der Dreschhalle und einem großen Trachtenfestzug begehen.
Der gemischte Chor des Gastgebers wurde an diesem Abend von Dirigentin Cosima Hohenberger geleitet. Man eröffnete und beschloss den Abend und zeigte unter anderem mit dem „Comedian Harmonist“-Hit vom kleinen grünen Kaktus mit der Klavierbegleitung der Chorleiterin und unter Mitwirkung von Joel Jahnke als Neben-Dirigent, dass Chormusik Spaß macht und recht vergnügliche Seiten haben kann.
Erstmals war der Männergesangsverein „Lyra“ Hausen mit seinem Vorsitzenden Leo Höfling im Glasofener Bürgerhaus zu Gast und genoss dort die heimelige Atmosphäre bei bester Betreuung von Küche und Theke. Der Männerchor aus dem Ortsteil von Steinfeld ist unter seinem Dirigenten Karl Goßmann einem eher traditionellen Repertoire verpflichtet. Besonders stimmungsvoll erklang aber eine Bearbeitung der Titelmelodie des US-Spielfilms „The Rose“ aus dem Jahr 1979 über das kurze Leben der Rocksängerin Janis Joplin. Zum Mitsingen lud das in drei Sprachen vorgetragene Lied „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ ein, das 1971 den Welterfolg des Duos „Adam & Eve“ begründete.
Überraschende Arrangements hatte der gemischte Chor des Gesangvereins Schollbrunn unter Leitung seines Vorsitzenden Tobias Pfenning zu bieten. 1958 hatte sich Bepi di Marzi zu dem volkstümlichen Choral über den Herren der Gipfel „Signore delle cime“ inspirieren lassen, der als Klassiker der italienischen Bergsteigerlieder gefühlvoll dargeboten wurde. Eine völlig andere Klangfarbe brachten zwei afrikanische Weisen in den Liederabend und wurden mit viel Applaus bedacht.

Wetter
