publiziert: 23.07.2012 16:16 Uhr
aktualisiert: 25.07.2012 12:01 Uhr
» zur Übersicht Marktheidenfeld
    
    
Artikel
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text HOLZKIRCHHAUSEN
Von der Designerin auf den Leib geschneidert

Jungunternehmerin Rebekka Müller ist seit einem Jahr selbstständig. Sie entwirft und fertigt in Holzkirchhausen maßgeschneiderte Braut- und Abendmode.

  • Foto: MECHTILD BUCK
    Alles muss passen: Rebekka Müller richtet das Hochzeitskleid fürs Foto.
  • Foto: Mechtild Buck
    Mode aus Holzkirchhausen: Designerin Rebekka Müller (Dritte von links) zeigt Beispiele aus ihrer Kollektion. Die Abend- und Hochzeitskleider werden präsentiert von den Models (von links) Anna-Lena Lehnert, Ramona Fischer und Kristina Schneider.
Bild von
2 Bilder

Ich bin Modedesignerin und möchte das machen, was mir Spaß macht: Braut- und Abendmode.“ – Jungunternehmerin Rebekka Müller weiß ganz genau, was sie will. Seitdem die staatlich geprüfte Modedesignerin sich im Juli 2011 mit ihrem Label „La Pipistrella“ selbstständig gemacht hat, trudeln, vor allem durch Mundpropaganda, immer mehr Aufträge bei ihr ein. Seit April dieses Jahres fertigt sie fünf bis sieben Kleider im Monat, mit steigender Tendenz. Daher wird sie seit Juni von Sandra Michler aus Obersinn unterstützt.

    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
Modesignerin
Modesignerin
Modesignerin
Modesignerin
Modesignerin
Holzkirchhausen
23.07.2012
    

„Das Konzept entwickelt sich eindeutig in Richtung Braut- und Abendmode“, sagt Müller. „Angefangen hat alles vor sechs Jahren, als eine Cousine mich bat, ihr Hochzeitskleid zu nähen.“ Es war ein Kleid im 1920er Jahre Stil. Darauf kamen viele Anfragen von Hochzeitsgästen und Bekannten, sodass Rebekka Müller nebenberuflich begann, auf Wunsch ausgefallene Maßanfertigungen zu kreieren.

Nachdem die talentierte Designerin 2003 Landessiegerin der Maßschneiderjugend Bayern und 2004 Bundessiegerin beim Wettbewerb „Gute Form“ geworden war, häuften sich die Aufträge, so dass der Sprung in die Selbstständigkeit im Juli 2011 mehr oder weniger vorgezeichnet war. Zuvor hatte sie Erfahrungen als Designchefin bei einer Modefirma in Aachen und als Assistentin der Geschäftsleitung bei einem Trachtenmodehersteller in Gemünden gesammelt.

Wie verkauft man ausgefallene Braut- und Abendmode von Holzkirchhausen aus? Auf diese Frage hat Rebekka Müller viele Antworten. „Man muss am Ball bleiben, umtriebig sein und seine Fühler überall ausstrecken.“ Viel läuft über Mundpropaganda, über die Homepage la-pipistrella.com, Facebook, Dawanda oder Verlinkungen von anderen Seiten im Internet. Außerdem nimmt sie an der Hochzeitsmesse in Würzburg teil und an kleineren Veranstaltungen in der Umgebung. „Im Moment fließt ein Großteil des Gewinns wieder ins Geschäft, aber das ist bei einer Neugründung normal. Und ich habe das Glück, sehr von meinen Eltern unterstützt zu werden.“ Anfangs hat die Designerin nebenbei Kurse bei der Volkshochschule gegeben und sie belegt jeden Gründer- und Informationskurs der IHK.

Die Kleider, die Rebekka Müller schneidert, sind immer Maßanfertigungen, meistens für einen besonderen Anlass. Abendkleider gibt es ab 300 Euro, Brautkleider ab 600 Euro. Als besondere Dienstleistung bietet sie einen „Last Minute Service“ an. Das bedeutet, dass das gewünschte Kleid in vier Wochen fertig ist.

Wie geht man vor, wenn man ein Wunschkleid anfertigen lassen will? Zunächst steht die Frage an, zu welchem Anlass das Kleid benötigt wird. Danach befragt Rebekka Müller die Kundin nach ihren Vorlieben wie Farben, Musikrichtungen oder für besondere Märchenfiguren wie Cinderella. Ob das Kleid lang oder kurz sein soll, ist ebenfalls ein entscheidender Punkt. „Man muss alles erfragen, damit das Kleid letztlich zur Kundin passt und auf längere Zeit getragen werden kann.“ Aus einem Hochzeitskleid kann durchaus auch mal ein Abendkleid werden.

Für die Zukunft träumt die junge Frau davon, eine kleine Hochzeitsmode-Kollektion als Ergänzung zur reinen Maßanfertigung anbieten zu können. Außerdem will sie das Bestellen online vereinfachen. Auf Dauer möchte sie die Kleider nicht mehr selbst nähen, sondern dafür Schneiderinnen anstellen, um sich mehr um das Design und den Schnitt sowie um die Kundenbetreuung kümmern zu können.

Und woher kommt der Name „La Pipistrella“? Dazu gibt es eine kleine Geschichte: Einem italienischen Freund der jungen Frau fiel es auf, dass sie viel nachts arbeitet. Deswegen nannte er sie „la pipistrella“, die Fledermaus – übertragen auf die Abendmode, ein Name, der nicht passender sein könnte.

ONLINE-TIPP

Mehr Bilder unter www.mainpost.de/regional/main-spessart/marktheidenfeld Mehr Infos unter www.la-pipistrella.com

Von unserer Mitarbeiterin Mechtild Buck
    
    

Diesen Artikel

Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist abgelaufen. Sie können daher keine Beiträge zu diesem Artikel verfassen.
    
Anzeige

Bio vor Ort 

Bio-Produkte sind in aller Munde. Wir stellen Bio-Betriebe aus der Region und die Menschen dahinter vor. »mehr

Baby-Galerie 

Die Jüngsten
Hier begrüßen wir die jüngsten Bewohner des Landkreises Main-Spessart. »mehr

Heimat im Wandel 

Serie
Wir zeigen, wie sich die Lebensumstände im Kreis Main-Spessart verändert haben und was das für die Zukunft bedeutet. »mehr

Unsere Brücke 

Serie
Die alte Mainbrücke in Marktheidenfeld soll saniert werden. Informationen, Zahlen und Fakten. »mehr

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema. »mehr
Anzeige

Dialektserie "Wördlich" 

Wörter aus dem Landkreis Main-Spessart
Wöchentlich stellen wir Ihnen ein interessantes Dialektwort aus dem Landkreis vor. »mehr

Spezial 

Westumgehung Würzburg
Wie Gegner und Befürworter wegen der "B26 neu" kämpfen. Ein Top-Thema in der Region. »mehr

Anzeigen 

Traueranzeigen
Täglich aktuell auf mainpost.de: Traueranzeigen aus der Region. »mehr

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr