publiziert: 30.01.2012 19:34 Uhr
aktualisiert: 30.01.2012 19:56 Uhr
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Vorfahrt missachtet: 86-jähriger Autofahrer stirbt

Bei einem Verkehrsunfall in Kleinheubach (Landkreis Miltenberg) ist am Montagnachmittag ein 86-jähriger Autofahrer getötet worden. Wie die Polizei berichtet, hatte der Mann offenbar die Vorfahrt eines Geländewagens missachtet und stieß daraufhin mit diesem zusammen. Der Fahrer des Jeep blieb unverletzt, seine Beifahrerin kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.
                
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr der 86-Jährige aus dem Raum Miltenberg mit seinem Opel um kurz vor 16.30 Uhr auf der Staatsstraße aus Richtung Kleinheubach kommend. Offenbar wollte der Rentner an der Auffahrt zur B 469 in Richtung Aschaffenburg fahren. Er missachtete jedoch die Vorfahrt des von links kommenden Geländewagens. Der Jeep prallte daraufhin mit der Front in die Fahrerseite des Opel.

Für den 86-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Insassen des Geländewagens, ein 72-Jähriger und seine Beifahrerin, die beide ebenfalls aus dem Raum Miltenberg kommen, erlitten einen Schock. Zudem wurde die Frau mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Wie die Polizei weiter mitteilt, war die B 469 für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Aufräum- und Bergungsarbeiten in Richtung Aschaffenburg zeitweise komplett gesperrt. In Fahrtrichtung Miltenberg wurde der Verkehr an der Ausfahrt Kleinheubach abgeleitet. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Kleinheubach und Großheubach waren ebenfalls im Einsatz.
    
    

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»Alle 19 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

chrihand (366 Kommentare) am 31.01.2012 18:09

Warum solche Angst vor nem Test?

Als man die regelmässigen Tests für LKW-Fahrer eingeführt hat waren alle Gutmenschen hier begeistert. Endlich mal was für die Sicherheit, blablablabla...
Kaum gehts ihnen selbst an die Augen und die Reaktionszeiten schwillt der Protest an.
Unmöglich, so eine Gängelei, völlig ausgeschlossen.

ALLE müssten regelmässig zu einer Fahrtauglichkeitsprüfung. Am Besten noch mit einer kleinen Nachschulung über so kleine Dinge wie Schulterblick, Blinken, Vorfahrt, Geschwindigkeit, Kreisverkehr etc. im Anschluss.
Und wer die Tauglichkeitsprüfung nicht besteht, weil die "Tauglichkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges" nicht mehr vorhanden ist, der muss eben mit dem Bus fahren oder laufen. Egal ob 25 oder 85 Jahre alt. Ende, Aus. Wer nur rummault aber das nicht für sich selbst akzeptieren will, der sollte vielleicht seinen Führerschein gleich abgeben.
(0)
ds07 (114 Kommentare) am 31.01.2012 14:04

Man

sollte a) nicht bei jedem Unfall eine derartige Diskussion führen, denn manche Unfälle sind einfach Schicksal und b) nicht die einzelnen Altersgruppen gegeneinander ausspielen, da es sowohl Junge mit schlechter Reaktion, als auch Alte Raser gibt....ABER:
Die Bevölkerung altert, und noch mehr die KFZ - Halter (in urbanen Räumen sinkt der Anteil der jungen Fahrer immer weiter, weil ein KFZ dort einfach unattraktiv ist), und wenn man sich dann die häufiger werdenden schweren Unfälle ansieht, die Senioren verursachen, dann bin ich schon dafür ab ca. 70 Jahren einen - wie schon erwähnt, nicht übertriebenen, aber bedarfsgerechten - Test einzuführen. Zumal sich viele Senioren ihre Fahruntüchtigkeit niemals eingestehen werden/würden, wie allgemein die Fähigkeit zur Einsicht/Vernunft/Kompromissbereitschaft im Alter schwindet (zumindest meinen Erfahrungen nach bzw. bei manchen, nicht allen).
Und der Unterschied zu den meisten von jüngeren, verursachten Unfällen (90% Geschwindigkeit oder Alkohol/Drogen) ist - wie auch schon erwähnt - dass man mutwillig überhöhtes Tempo oder Drogenmissbrauch nicht mit einem generellen Test, etc. verhindern kann, da diese Vergehen ja bewusst begangen werden, während der 86 - Jährige ohne jegliche böse Absicht losfuhr, aber einfach, vermutlich altersbedingt, den anderen Fahrer übersah.
Wenn ein 20 - Jähriger mit 2,5 Promille und 160 Km/h auf der Bundesstrasse einen Unfall verursacht, dann kann dagegen kein Test der Welt helfen, sondern nur Polizeikontrollen, harte Strafen und die Erziehung zu Verantwortungsbewusstsein....
(0)
mitchhucannon (881 Kommentare) am 01.02.2012 05:18

Volle Zustimmung!

Dem ist nichts hinzuzufügen!
(0)
average (143 Kommentare) am 31.01.2012 13:13

Ruhig Blut

Leute, es kann doch keiner ernsthaft bestreiten, dass zum Führen eines Kraftfahrzeugs ein Mindestmaß an Durchblick und Reaktionsvermögen erforderlich sind.
Wer noch einigermaßen fit ist, sollte auch bis in´s hohe Alter keine Angst vor einem simplen Test haben müssen. Man würde dort ja keine olympiareifen Leistungen verlangen.
Natürlich kann man nachlassende "Fitness" zu einem großen Teil durch Routine und vorsichtigere Fahrweise ausgleichen. Ich bin auch manchmal genervt durch "übervorsichtige" Fahrer. Doch die sind allemal sympathischer und weniger gefährlich als Raser, Drängler und Kolonnenspringer. P.S. Ich bin 52.
(0)
deutzi (161 Kommentare) am 31.01.2012 12:38

Reaktion und Sehtest

alle 2 Jahre für jeden, ab der Führerscheinerteilung.Auserdem noch Untersuchungen
auf Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch.
(3)
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