aktualisiert: 25.05.2010 16:14 Uhr
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MARKTHEIDENFELD
Zehn Kisten voller Glück
CVJM wertet seine Sammelaktion für die Marktheidenfelder Tafel als einen großen Erfolg
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Bunte Produktpalette: Ingrid Fischer, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Marktheidenfelder Tafel, ist stolz auf den Einsatz der Jugendlichen des CVJM, die vielen Menschen eine große Freude bereitet haben.Foto: JOCHEN JÖRG -
Ansehnliche „Ausbeute“: Jakob Schlosser vom CVJM mit einem Teil der gesammelten Waren.Foto: CVJM
Die „Mission Eichhörnchen“ war erfolgreich: Zehn Bäckerkisten voll mit Lebensmitteln und Haushaltsprodukten hat der CVJM Marktheidenfeld am Samstag für die örtliche Tafel gesammelt. Neun Jugendliche und der CVJM-Sekretär Kai Günther hatten die Kunden des Netto-Markts am Eingang angesprochen und sie gebeten, bei ihren Besorgungen auch eine Kleinigkeit für bedürftige Menschen zu kaufen und diese dann zu spenden.
Die Kunden waren derart freigiebig, dass das CVJM-Team angesichts der frühsommerlichen Temperaturen mehrmals vom Supermarkt am Äußeren Ring zum Tafelladen in die Friedenstraße fuhr, um die leicht verderblichen Waren kühl zu lagern. Der Wert aller gesammelten Güter lässt sich nur schwer in Euro beziffern. Günther sagt, es sei aber auf alle Fälle mehr zusammengekommen als bei der ersten derartigen Aktion, die am 17. April vor dem Marktheidenfelder Kupsch-Markt stattgefunden hat – obwohl er auch damals schon hochzufrieden mit dem Ergebnis gewesen sei.
Die Menschen, mit denen die freiwilligen Helfer des CVJM am Samstag zu tun hatten, ließen sich in drei Gruppen aufteilen, sagt Günther. Da gebe es diejenigen, die „überschwänglich“ auf die Hilfsbereitschaft der Jugendlichen reagierten, „fünf Minuten lange Lobeshymnen“ anstimmten und auch entsprechend großzügig seien. Andere seien zwar grundsätzlich nicht abgeneigt, wenn man sie anspreche, wollten sich aber erst im Laufe ihres Einkaufs überlegen, was und wie viel sie geben. Und schließlich gebe es auch einige Wenige, die wort- und achtlos an den jungen Leuten vorbeigingen.
Ein solches Verhalten kann Günther nicht verstehen – genauso wenig wie die mangelnde Bereitschaft vieler Marktheidenfelder Supermärkte, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen. Die Aktion, von den Jugendlichen „Mission Eichhörnchen“ genannt, habe schließlich nicht das Geringste mit „Bettelei“ zu tun – und obendrein bringe sie den Geschäften sogar ein „Umsatzplus“. Umso mehr lobt der CVJM-Sekretär das Entgegenkommen von Netto-Filialleiterin Martina Wander.
Lobende Worte findet auch Ingrid Fischer, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Tafel. Sie sagte am Dienstag, es sei toll, „dass Jugendliche bereit sind, sich in ihrer Freizeit hinzustellen“ und Bedürftige glücklich zu machen. Die jungen Menschen bekämen so „eine andere Sichtweise auf das Leben“ und würden „erkennen, wie gut es ihnen selbst geht“. Bei der Vorbereitung auf die Aktion hatten sie die Tafel besichtigt und mehr über deren Arbeit erfahren.
Viele der Lebensmittel, die am Samstag vor dem Netto-Markt gesammelt wurden, sind von der Tafel gleich wieder ausgegeben worden. „Gerade über Pfingsten“ hätten viele Menschen die Waren „dankbar entgegengenommen“, erzählt Ingrid Fischer. Die restlichen Produkte, darunter auch einige ohne Haltbarkeitsdatum wie Seife oder Zahnpasta, haben fürs Erste ihren Platz in den Regalen des Tafelladens gefunden.
Da die zweite Aktion so positiv gelaufen ist, hält es Kai Günther für „durchaus denkbar, dass wir so etwas wieder machen“. Wann auch immer das sein wird – Unterstützung kann die Tafel jederzeit gebrauchen.
ONLINE-TIPP
Alles Wissenswerte rund um die Marktheidenfelder Tafel können Sie im Internet unter www.marktheidenfelder-tafel.de nachlesen.
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