aktualisiert: 09.04.2012 15:53 Uhr
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LOHR
Karfreitag: Tod Jesu lockte Tausende nach Lohr
Tausende von Zuschauern aus nah und fern säumten bei kühlen Temperaturen den Weg der traditionellen Karfreitagsprozession in Lohr/Main.
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Ans Kreuz geschlagen: Seit mehr als 300 Jahren zeichnet die Lohrer Karfreitagsprozession Leiden und Sterben Jesu nach.Fotos: DEHM -
Kniend, mit Kelch: Jesus am Ölberg.
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Nackt: Jesus wird seiner Kleider beraubt.
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Gefangennahme: Jesus mit gebundenen Händen.
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Mutterschmerz: Maria mit Ihrem toten Sohn.
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Hier und jetzt: Das Kreuz unserer Zeit.
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Blut Christi: Die weißen Mädchen fangen den Lebenssaft in Kelchen auf.
Begleitet von dumpfen Paukenschlägen, Passionschorälen und Trauermärschen zog die Lohrer Karfreitagsprozession – wie seit mehr als 350 Jahren – am Freitagmorgen durch die Lohrer Altstadt. Tausende von Zuschauern aus nah und fern säumten bei kühlen Temperaturen den Prozessionsweg.
In der Prozession, in der lebensgroße Figuren mitgetragen werden, wird das Leiden und Sterben Jesu Christi in 13 Bildern dargestellt. Vom letzten Abendmahl bis zum toten Christus im Grab reichen die Szenen. Die letzte Figur, die des Propheten Jona im Bauch eines Walfisches, weist symbolisch auf die Auferstehung Jesu hin. Betreut und getragen werden die Figuren von Angehörigen verschiedener Berufsgruppen.
Die älteste gesicherte Nachricht über die Lohrer Karfreitagsprozession stammt aus dem Jahre 1656. Bis ins 18. Jahrhundert gab es ähnliche Prozessionen in vielen Städten im süddeutschen Raum. Fast alle wurden aber im Zuge der Aufklärung durch weltliche oder geistliche Instanzen abgeschafft.
Karfreitagsprozession in Lohr
Dass die Lohrer Prozession bis heute existiert, hängt mit der Hartnäckigkeit des damaligen Lohrer Stadtpfarrers zusammen, der im Jahre 1818 die bayerischen Behörden mit dem Argument überzeugte, eine Abschaffung der Prozession würde unter anderem zu wirtschaftlichen Nachteilen für Lohr führen. Karfreitag war damals noch Werktag und wurde vor allem als Einkaufstag genutzt. Außerdem warnte der Pfarrer vor Unruhen in der Bevölkerung, wenn die Prozession verboten würde.
Bilderprozessionen wie die Lohrer Karfreitagsprozession waren ursprünglich viel umfangreicher als heute; sie stellten in Figuren und lebenden Personen das gesamte biblische Heilsgeschehen dar. Am stärksten kommt diese barocke Symbolik, neben dem Jona im Wal im großen Kreuz zum Ausdruck. Von den Wunden des Gekreuzigten gehen „Gnadenströme“ aus, dargestellt durch blutrote Bänder. Sie enden in Kelchen, die von weiß gekleideten Mädchen getragen werden.
Die letzte größere Umgestaltung der Stationen erfolgte 1937. Seit 1960 begleiten die Menschen nicht mehr singend und betend die Leidensfiguren, sondern schweigend, nur von Trauermusik begleitet.
Quelle: Stadt Lohr/Karl Anderlohr
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»Alle 11 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
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mehrinfos (50 Kommentare) am 10.04.2012 11:26
Für Trennung von Staat und KircheWenn ich diese katholischen Hobby-Ayatollahs und ihre Beiträge sehe, weiß ich wieder, warum ich für Trennung von Staat und Kirche bin. Es ist unerträglich, dass die wie im Mittelalter noch immer versuchen, Nicht- und Andersgläubigen Vorschriften zu machen. Ihr könnt gerne Euer Ding machen, aber bitte in Euren Tempeln für Euch und lasst alle anderen damit in Ruhe! |
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Kauzenspiegel (548 Kommentare) am 08.04.2012 14:04
Ich habe......ein wenig getanzt! *gnihihihi* |
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klausburkard (1172 Kommentare) am 08.04.2012 17:15
hä,was soll dieser nonzenz?:-( |
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klausburkard (1172 Kommentare) am 08.04.2012 00:10
eijnfach nichtwahrnehmen, was freierchrist da wieder vom stapel lässt, die osterfreude hat viele gesichter, jeder hat seine eigene rituale. das wichtigste aber sollte man nicht vergessen, w e m und w a s man an ostern feiert: den tod und die auferstehung jesu! euch allen ein frohes und gesegnetes osterfest! wie singen kinder doch so gern: sing mit mir ein halleluja! dafür dass er auferstand und der hölle macht gebannt,... nochmals: frohe ostern!;-)
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