publiziert: 05.02.2012 15:27 Uhr
aktualisiert: 05.02.2012 15:32 Uhr
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Alle Brunnen haben zu hohe Nitratwerte

Refresco darf neues Lager bauen

Zu Diskussionen kam es in der Gemeinderatssitzung in Grünsfeld beim Bebauungsplan „Brückle, 2. Änderung“: Der Plan soll den Weg für den Neubau eines Hochregallagers der Firma Refresco am Ortsausgang Grünsfeld in Richtung Distelhausen ebnen. Es besteht bereits Baurecht, jedoch wurde die Planung des Gebäudes verändert, sodass eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich wurde.

Es wurde in der Sitzung deutlich, dass sich ein Gebäude, welches bis zu 28 Meter aus dem Boden ragt, die Landschaft beeinträchtigt. Jedoch machte der Gemeinderat auch deutlich, dass er den Neubau und damit das „Ja“ der Firma Refresco zu Grünsfeld, sehr begrüßt. Abgesehen von etwa 100 Arbeitsplätzen, die erhalten oder neu geschaffen werden, wird auch der Schwerlastverkehr reduziert, da der Transport in die vier Außenlager wegfällt. Durch die Änderung wird der Eingriff in Natur und Landschaft etwas reduziert, die verbleibende Beeinträchtigung wird durch die Erweiterung des Feuchtgebietes Zimmern und die Pflanzung von Streuobstwiesen ausgeglichen. Die geschätzten 25 000 Euro dafür übernimmt Refresco.

Die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung sind abgeschlossen. Es gab insgesamt nur wenig Bedenken, sodass dem Abwägungsvorschlag der öffentlichen und privaten Belange mit zwei Gegenstimmen zugestimmt wurde. Ebenso zugestimmt wurde dann auch der Auslegung des geänderten Bebauungsplanes und der Einholung der abschließenden Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange. Bürgermeister Beetz freute sich über dieses Signal in Richtung Refresco.

Höhere Nitratwerte

Hinsichtlich der Nitratwerte der Trinkwasserbrunnen hatte Beetz allerdings keine guten Nachrichten. Alle Brunnen lagen über dem Grenzwert von 50 mg/l. Im Januar wurden für den Brunnen Hausen 51,7 mg/l gemessen (im Dezember 2011 waren es noch 45,7 mg/l), für Ilmspan 51,1 mg/l (45,9 mg/l), für Großrinderfeld 51,5 mg/l (46,5 mg/l) und für die Quelle Werbach 52,5 mg/l (45,8 mg/l). Es wurde gemutmaßt, dass der trockene Oktober das Pflanzenwachstum und damit auch die Nährstoffaufnahme gehemmt habe, sodass mehr Nitrat in Grundwasser kam.

Neben der Erweiterung einer Produktionshalle in Grünsfeld wurde auch dem Baugesuch zum Umbau des Bahnhofes in Grünsfeld einstimmig zugestimmt. Nach Gesprächen mit Dr. Judith Breuer vom Denkmalamt sind allerdings noch geringfügige Änderungen erforderlich.

mw
    
    

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