publiziert: 22.02.2012 15:57 Uhr
aktualisiert: 22.02.2012 15:59 Uhr
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Am Ende der Fastnacht nur noch leere Geldbeutel

  • Am Ende der Fastnacht nur noch leere Geldbeutel (hh) Zum Abschluss der närrischen Zeit waschen die „Bischemer Kröten“ ihre Geldbeutel – sinnbildlich für die gähnende Leere im Portemonnaie. Schon von Weitem hört man sie laut heulen und wehklagen. Nur von einem Trommler begleitet, ziehen Mitglieder der Fastnachtsgesellschaft durch die Innenstadt. Einer Trauergesellschaft angepasst sind alle schwarz gewandet und teils mit Frack und Zylinder. Immer wieder heulen sie herzerweichend laut in riesige weiße Tücher. Ihr Ziel ist der Krötenbrunnen. Die Passanten haben viel Spaß am Schauspiel der Bischemer Kröten. Doch denen ist es bitterernst. Denn sie tragen an diesem Aschermittwoch eine erfolgreiche Kampagne zu Grabe. Knapp 100 Auftritte neben eigenen Prunksitzungen liegen jetzt hinter dem Verein. „Voll Schmerz heul'n wir in jedes Haus. Die Fastnacht ist jetzt leider aus“, noch einmal gibt es markige Worte vom Präsidenten, Hubert Hartnagel. Noch einmal schluchzen alle und schnäuzen geräuschvoll in die Tücher. „Wir sind am Ende – ohne Zweifel. Wir haben's wieder mal geschafft. Das Geld ist weg, es ist beim Teif'l. Drum haben wir uns aufgerafft, und waschen hier die Beutel aus. Die Fastnacht ist mal wieder aus.“ Und weil die gewaschenen Geldbeutel blitzblank und leer sind, lädt die Sparkasse Tauberfranken zum obligaten Heringsessen. Die letzten Orden werden verteilt, noch ein paar Dankesworte an das Prinzenpaar Christina und Michael Olt gerichtet und das Engagement der Fastnachtsgesellschaft gelobt. Und die schmiedet bereits Pläne für die neue Kampagne, beispielsweise das nächste Prinzenpaar über eine Castingshow zu suchen. Zuvor verkündete Hubert Hartnagel noch ein Versprechen: „Wir ließen kaum 'nen Fettnapf stehen, ohne in ihn reinzutreten. Das nächste Jahr, ihr werdet's sehen, da tun wir's wieder, ungebeten.“
    Foto: Heike Heise
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Zum Abschluss der närrischen Zeit waschen die „Bischemer Kröten“ ihre Geldbeutel – sinnbildlich für die gähnende Leere im Portemonnaie. Schon von Weitem hört man sie laut heulen und wehklagen. Nur von einem Trommler begleitet, ziehen Mitglieder der Fastnachtsgesellschaft durch die Innenstadt. Einer Trauergesellschaft angepasst sind alle schwarz gewandet und teils mit Frack und Zylinder. Immer wieder heulen sie herzerweichend laut in riesige weiße Tücher. Ihr Ziel ist der Krötenbrunnen. Die Passanten haben viel Spaß am Schauspiel der Bischemer Kröten. Doch denen ist es bitterernst. Denn sie tragen an diesem Aschermittwoch eine erfolgreiche Kampagne zu Grabe. Knapp 100 Auftritte neben eigenen Prunksitzungen liegen jetzt hinter dem Verein. „Voll Schmerz heul'n wir in jedes Haus. Die Fastnacht ist jetzt leider aus“, noch einmal gibt es markige Worte vom Präsidenten, Hubert Hartnagel. Noch einmal schluchzen alle und schnäuzen geräuschvoll in die Tücher. „Wir sind am Ende – ohne Zweifel. Wir haben's wieder mal geschafft. Das Geld ist weg, es ist beim Teif'l. Drum haben wir uns aufgerafft, und waschen hier die Beutel aus. Die Fastnacht ist mal wieder aus.“ Und weil die gewaschenen Geldbeutel blitzblank und leer sind, lädt die Sparkasse Tauberfranken zum obligaten Heringsessen. Die letzten Orden werden verteilt, noch ein paar Dankesworte an das Prinzenpaar Christina und Michael Olt gerichtet und das Engagement der Fastnachtsgesellschaft gelobt. Und die schmiedet bereits Pläne für die neue Kampagne, beispielsweise das nächste Prinzenpaar über eine Castingshow zu suchen. Zuvor verkündete Hubert Hartnagel noch ein Versprechen: „Wir ließen kaum 'nen Fettnapf stehen, ohne in ihn reinzutreten. Das nächste Jahr, ihr werdet's sehen, da tun wir's wieder, ungebeten.“
hh
    
    

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