aktualisiert: 01.01.2009 16:57 Uhr
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MAIN-TAUBER-KREIS
Eine hoch explosive Mischung
Polizei zieht Silvesterbilanz: Hoher Schaden und viele Einsätze für die Wehr
Alkohol und Silvesterkracher können eine explosive Mischung sein. Das erwies sich einmal mehr in der Silvesternacht. Zumeist waren es alkoholisierte Jugendliche, denen es offenbar nicht reichte, die erworbene Munition einfach in die Luft zu schießen. Die Folgen: Die Feuerwehr musste im gesamten Main-Tauber-Kreis mehrfach ausrücken, um Brände zu löschen.
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Würzburg (ella) Seit Montag dürfen wieder Raketen und Böller der Klasse 2 ab 18 Jahren verkauft werden. Die Verkaufstische in den Warenhäusern sind dicht umlagert. „Der erste Trend, der sich abzeichnet, ist, dass wie in den Vorjahren Fontänen und Batterien besonders gut laufen, also das Feuerwerk, das man nur einmal anzündet und das dann nacheinander mehrere Schüsse abfeuert“, berichtet Friedhelm Bröske, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof in der Schönbornstraße. Wichtig sei, dass der Kunde darauf achte, dass nur Feuerwerk mit BAM-Prüfsiegel verkauft werde, wie es Stefanie Niessen im Kaufhof auf unserem Bild in der Hand hält. Aber auch wenn man das Feuerwerk bereits kaufen darf, abgefeuert werden darf es nach den gesetzlichen Bestimmungen nur an Silvester und am Neujahrstag. In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern sowie Kinder- und Altenheimen besteht ein allgemeines Raketen- und Kracherverbot; bei Verstoß drohen eine Anzeige und ein Bußgeld von mindestens 50 Euro.FOTO Thomas Obermeier -
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Die Silvesterbilanz der Polizeidirektion Tauberbischofsheim sieht folgendermaßen aus:
Einen Feuerwerkskörper steckten Unbekannte in der Silvesternacht in den Briefkasten des Amtsgerichts in der Wertheimer Friedrichstraße.
Durch die Explosion wurde die Türe des Briefkastens aus den Angeln gehoben.
Ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper hingegen war die Ursache dafür, dass am Neujahrsmorgen um 0.23 Uhr in der Freudenberger Hauptstraße ein Holzverschlag mit drei Mülltonnen in Brand geriet.
Durch die starke Hitzeentwicklung zerbarsten die oberhalb des Verschlages befindlichen Fensterscheiben.
Ein Übergreifen des Feuers auf den Dachvorsprung konnte die Freiwillige Feuerwehr, die mit zehn Mann und einem Löschfahrzeug unterwegs war, verhindern. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 700 Euro.
Müllcontainer in Brand
Mitternacht konnten offensichtlich mehrere Jugendliche in Igersheim nicht abwarten. Durch einen Feuerwerkskörper geriet am Silvestertag um 21.30 Uhr in der Straße „Holzäcker“ eine Hecke in Brand.
Bei den Ermittlungen wurden mehrere Jugendliche überprüft, die zum Teil erheblich alkoholisiert und unter 16 Jahre alt waren. Sie wurden an ihre Eltern übergeben, die mitgeführten Alkoholika wurden beschlagnahmt.
Ebenfalls alkoholisiert war 17-Jähriger, der am Neujahrsmorgen gegen 1.20 Uhr am Durchgang zwischen Verkehrsamt und Schmelzers Apotheke am Bad Mergentheimer Marktplatz die vordere Scheibe einer 200 mal 80 cm großen Doppelglasscheibe einschlug. Der Schaden beläuft sich hier auf etwa 500 Euro.
Auch die Kreisstadt blieb nicht verschont: Unbekannte setzten am Neujahrsmorgen gegen 3.30 Uhr in der Albert-Schweitzer-Straße, nahe der Firma Ford Gehrig in Tauberbischofsheim einen zur Abfuhr bereit gestellten Müllcontainer in Brand.
Der Kunststoffcontainer wurde total zerstört. Die Freiwillige Feuerwehr Tauberbischofsheim war mit zwölf Mann und zwei Fahrzeugen im Einsatz.
Detonation unterm Mercedes
Der „Klassiker“ zum Schluss: Am Neujahrsmorgen um 3.55 Uhr warf ein zunächst unbekannter Mann am Mühlwehrkreisel einen raketenähnlichen Feuerwerkskörper gegen einen Mercedes, der dann unter dem Fahrzeug detonierte.
Als der Autofahrer den Mann zur Rede gestellt hatte und dieser sich uneinsichtig zeigte, verständigte der Mercedes-Fahrer die Polizei. Im Zuge der Fahndung konnte im Bereich des Hans-Heinrich-Ehrler-Platzes ein 28 Jahre alter polizeibekannter aufgegriffen werden.
Auch er war eindeutig alkoholisiert. Er hatte eine Tüte mit Feuerwerkskörpern und Raketen bei sich, welche beschlagnahmt wurden. Ob am Mercedes ein Schaden entstand, steht noch nicht fest.
Hinweise nehmen das Polizeirevier Wertheim unter Tel. (0 93 42) 91 89-0, das Polizeirevier Bad Mergentheim unter Tel. (0 79 31) 54 99-0 sowie die Polizeidirektion Tauberbischofsheim unter Tel. (09341) 81-0 entgegen.
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