publiziert: 18.01.2012 17:07 Uhr
aktualisiert: 18.01.2012 17:30 Uhr
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Festkonzert mit 25 Jahre alter Link-Orgel – Ensemble bietet stimmungsvollen Musikgenuss

Klangvolles Geburtstagskind glänzte nicht nur solistisch
  • „Geburtstagskind“: Die Link-Orgel in der Friedenskirche in Lauda, wurde beim Festkonzert zu ihrem 25-jährigen Jubiläum von Christian Abelein zum Klingen gebracht.
    Foto: Peter D. Wagner
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Mit einem gut besuchten Festkonzert wurde jetzt in einer Soiree das 25-jährige Jubiläum der Link-Orgel in der Friedenskirche in Lauda gewürdigt. Mitwirkende des Abends mit geistlicher Musik waren Christian Abelein an der Orgel, die Sopranistin Angela Weiß und der Evangelische Kirchenchor Lauda-Königshofen. Dirigiert wurde der Chor von Dorothea Meincke, die krankheitsbedingt Chorleiter Volker Ernst vertrat, der das Konzert initiiert und organisiert hatte.

Neue Orgel im Einsatz

Die Orgel in der evangelischen Friedenskirche war am Kirchweihfest 1986 wieder in den Dienst gestellt worden. Sie ersetzte die alte Weigle-Orgel von 1907, die durch „Heizungseinflüsse in einem Ausmaß geschädigt worden war, dass eine Wiederherstellung nicht mehr in Betracht kommen konnte“, so der damalige Orgelsachverständige Gerhard Wagner.

Bei einer fachmännischen und kritischen Untersuchung im September 2010 konnte der jetzige Orgelsachverständige Dr. Martin Kares keine Schäden an der Orgel feststellen und bescheinigte ihr einen guten Zustand. Die einwandfreie Funktion aller Teile sowie das „angenehme, warme, leuchtende Klangbild“, welches das Ziel von Orgelbaumeister Christoph Naacke war, erfreut nicht nur die Zuhörer, sondern auch die Organisten.

Bei dem jetzigen Festkonzert bildete die von Abelein gespielte Orgel einen „roten Faden“, wie Pfarrer Matthias Lenz in seiner Begrüßung hinwies, da sie „als Geburtstagskind“ durchgängig in allen Werken zu hören war. Zum einen viermal solistisch, wie etwa in einem „Praeludium in C“ von Dietrich Buxtehude oder einer „Fuge in g-moll“ von Johann Sebastian Bach, zum anderen als Begleitung der Chores oder der Sopranistin.

Stürmischer Applaus

Als Chorwerke standen unter anderem Stücke von Bach („Jesu bleibet meine Freude“), Ludwig van Beethoven („Die Himmel rühmen“) und Felix Mendelssohn-Bartholdy („Nun danket alle Gott“) auf dem Programm. Angela Weiß präsentierte als Solistin, begleitet von Abelein an der Orgel, Georg Friedrichs Händels „Wie lieblich ist der Boten Schritt“ und „Er weidet seine Herde“ aus dem „Messias“-Oratorium sowie Mendelssohn-Bartholdys „Sei stille dem Herrn“.

Zusätzlich wirkte die Sopranistin bei den beiden Choralwerken von Franz Schubert („Der Herr ist mein Hirt“) und Mendelssohn-Bartholdys stimmungsvollem „Verleih uns Frieden“ im Chor mit. Als vom Publikum mit stürmischem Applaus geforderte Zugabe bot das gesamte Ensemble gemeinsam „Lobsinget Gott, dem Herrn“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens.

Zum Abschluss las Pfarrer Lenz aus dem Johannes-Evangelium und verabschiedete die Zuhörer vor den beiden Schlussstücken mit einem Abschiedssegen.

Das Fest-Konzert stellte einerseits die voluminöse Klangfülle und das farbige Klangbild der Jubiläums-Orgel unter Beweis. Andererseits glänzten beide Solisten auf ihre Weise: Abelein mit seinem souveränen und dynamischen Spiel an der Orgel, sowie Weiß mit ihrer klaren Stimme und ihrem tonsicheren Gesang. Dem stand auch der Chor nicht nach, der mit Stimmkraft und Ausdrucksstärke seine Aufgaben bestens erledigte. So gelang es dem Ensemble, das Festkonzert zu einem stimmungsvollen Musikgenuss zu gestalten.

pdw
    
    

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