aktualisiert: 03.08.2009 17:39 Uhr
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GROSSRINDERFELD
Gemeinde will raus aus der Randlage
Konzept mit zwei Autobahnanschlüssen
(st) Die Gemeinde Großrinderfeld will raus aus der Randlage im Main-Tauber-Kreis und ran ans Wirtschaftszentrum Würzburg. Dazu hat Bürgermeister Manfred Weis bereits Anfang Juli im Gemeinderat ein Wirtschaftsentwicklungskonzept vorgestellt. Es war nun wieder Thema.
Dreh- und Angelpunkt von Weis' Konzept sind zwei Autobahnanschlüsse an der A 81. Sie sollen Großrinderfeld und vor allem das dazu gehörige Gewerbegebiet Geißgraben besser an die Autobahnen A3 und A7 anschließen. Damit wäre laut dem Bürgermeister der Zugang zum benachbarten Würzburger Wirtschaftsraum offen. Auch hofft er, dass die in der Planung befindliche Westumgehung von Würzburg (B26n) Wirtschaftskraft in seine Gemeinde spült.
Damit setzt Weis nicht mehr nur allein auf das Entwicklungspotenzial der Taubertal-Achse. Großrinderfeld betreibt in seinem südlichen Bereich zusammen mit Tauberbischofsheim und Werbach den Gewerbe- und Industriepark „A81“. Dadurch sei die Entwicklung im Norden etwas vernachlässigt worden. So soll die gesamte Achse Tauberbischofsheim/Großrinderfeld/Landesgrenze/Autobahndreieck Würzburg-West/A3 gestärkt werden.
„Das Wirtschaftsentwicklungskonzept ist eine große Herausforderung. Der Weg zu diesem Ziel wird nicht leicht sein. Der Versuch, ihn anzugehen, lohnt sich allemal“, sagte Weis. Er verspricht sich einen Ort mit hohem Wohnwert und attraktiven Arbeitsplätzen.
Der Gemeinderat will das Konzept zur Entwicklung der oben angesprochenen Achse mittragen und in der Öffentlichkeit vertreten. Allerdings wurden Stimmen im Gremium laut, die einen noch stärkeren LKW-Verkehr als bisher durch den Ort befürchten: „Diejenigen, die die Maut umgehen wollen, werden weiterhin durch Großrinderfeld fahren. Daran ändern auch die beiden Abfahrten an der A81 nichts“, sagte ein Gemeinderat.
Gerhard Banzer fragte nach den Kosten des Entwicklungskonzeptes. Die kann der Bürgermeister jetzt noch nicht abschätzen. Der Bau der Autobahn-Auffahrten sei aber eigentlich Bundes- beziehungsweise Ländersache.
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