publiziert: 24.11.2011 17:32 Uhr
aktualisiert: 24.11.2011 18:42 Uhr
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Kreistag stimmt der Gesundheitsholding Tauberfranken GmbH zu

Keine Portalklinik
  • Änderung: Das Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim gibt seine Eigenständigkeit auf und wird Bestandteil einer Gesundheitsholding.
    Foto: Heike Heise
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Der Main-Tauber-Kreis, die Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V. und die Barmherzigen Brüder Trier e. V. werden eine gemeinsame Gesundheitsholding bilden und sowohl das Caritas-Krankenhaus als auch die KHMT führen.

Um in Zukunft auf dem Gesundheitsmarkt bestehen zu können, gab Krankenhaus und Heime Main-Tauber GmbH (KHMT) 2008 ein Gutachten in Auftrag. Das Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass die Bildung eines Gesundheitsverbundes sinnvoll wäre. Daran beteiligt sein sollten das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim, das Krankenhaus in Wertheim und die Häuser KHMT. Nach dem Ausscheiden des Wertheimer Krankenhauses traten die anderen beiden Partner nichtöffentlich in Verhandlung. Auf der Klausursitzung des Kreistages im September wurden der Vertrag erstmals vorgestellt und Änderungen eingearbeitet. Auf der Kreistagssitzung am Mittwoch stimmte der Kreistag zu. Drei Kreisräte enthielten sich dabei.

Die Gesundheitsholding Tauberfranken GmbH wird von drei Gesellschaftern getragen. Dabei werden die Barmherzigen Brüder Trier e. V. (BBT) 51 Prozent, die Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V. 29 Prozent und der Main-Tauber-Kreis 20 Prozent Anteile haben. Gesellschafter der Krankenhaus und Heime Main-Tauber GmbH (KHMT) wird zu 94,9 Prozent die Gesundheitsholding und zu 5,1 Prozent der Main-Tauber-Kreis werden. Die Geschäftsführung der Holding wird durch die BBT wahrgenommen. Wichtige Entscheidungen sollen nun in der Holding getroffen werden. Bei Eröffnungen, Schließung oder Verlegung von Fachabteilungen hat der Kreistag ein Vorbehaltsrecht.

Für die KHMT-Mitarbeiter gelten weiterhin die Tarife des öffentlichen Dienstes und das Betriebsverfassungsgesetz. Die Interessenvertretung erfolgt über den Betriebsrat. Für die Caritas-Mitarbeiter gelten weiter die Vertragsrichtlinien der katholischen Kirche. Die Verluste, die beispielsweise das KKH einfährt, müssen bis 2016 durch den „Altgesellschafter“ getragen werden. Danach werden sie durch die Holding getragen. Zum 1. Januar 2017 zahlt der Landkreis der KHMT einen Investitionszuschuss von drei Millionen Euro für Baumaßnahmen. Die Brandschutzmaßnahmen im KKH in Höhe von acht Millionen Euro trägt der Landkreis. Bis Ende 2012 soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Der Landkreis finanziert weiter den Neubau der Psychiatrie für 22 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz beider Häuser wird mit 103 Millionen Euro beziffert.

Auf Nachfrage versicherte Matthias Warmuth, Direktor für externe Geschäftsentwicklung der BBT und Nachfolger von Bernhard Moll, dass am KKH keine Streichungen der Fachabteilungen vorgenommen werden und es damit nicht zur befürchteten Portalklinik in Tauberbischofsheim käme. Neu am KKH wird in der Kardiologie die Implantation von Herzschrittmachern sein. Laut Warmuth soll das Millionendefizit am KKH durch Prozessoptimierung und mehr Methodenkompetenz bis 2017 abgebaut werden können.

Von unserer Mitarbeiter Heike Heise
    
    

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