aktualisiert: 21.08.2012 12:02 Uhr
Text
Text
Mein TauBär: Wer bin ich?
Sei du selbst! Alle anderen sind bereits vergeben. Dieser Rat von Oscar Wilde liest sich ja ganz nett. Wer ihn beherzigen will, sollte jedoch wissen, wer er eigentlich ist. Und diese seit Menschengedenken immer wieder gestellte Frage zu beantworten, ist nicht ganz einfach.
„Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“, hieß jüngst ein Verkaufsschlager in Buchform. Er belegt, dass es immer wieder mehr oder minder geglückte Versuche gibt, den Menschen auf seinem Weg zur Selbsterkenntnis zu unterstützen und/oder ihn dabei auszunehmen.
Dabei gibt es doch Wege zu echter Selbsterkenntnis – die Werbung. Die zeigt uns, wie wir sind. Wenn wir uns für den Typ moderne Hausfrau aus dem Maggi-Kochstudio halten, dann verwöhnen wir unsere Lieben eben mit dem Fraß aus Beuteln. Oder wenn wir uns für eine Adonis-gleiche männliche Erscheinung halten, dann lassen wir uns gerne einreden, ein Deo für 1,99 Euro könne diesen Eindruck noch verstärken.
Noch subtiler beeinflusst gezielte Werbung unser Ich. Wie die, die im Internet aufpoppt. Die allerdings hat jetzt einen Arbeitskollegen in Selbstzweifel gestürzt. Bekam er vor kurzem noch Werbebotschaften, die ihn in seinem Mannsein bestärkten, gab es jetzt einen Bruch. Seit seinem 52. Geburtstag verrät ihm Facebook Tipps gegen Inkontinenz. Ich hoffe bloß, der hält sich jetzt nicht für einen undichten alten Trottel. red
Diesen Artikel
Die neuesten Kommentare
Gelesen
Kommentiert
|
|
TAUBERBISCHOFSHEIM Einbrüche im Stadtgebiet |
|
|
TAUBERBISCHOFSHEIM Zehn Monate Knast wegen Meineids |
|
|
LAUDA-KÖNIGSHOFEN Auf Grasbüschel weggerutscht |
Aktuelle Leserkommentare
Leserbriefe
Zeichen setzen
engagierte Bürger Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr

Wetter