publiziert: 03.02.2012 18:37 Uhr
aktualisiert: 03.02.2012 18:44 Uhr
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Schwarzes Ungetüm macht Sorgen

Fünfstellige Investitionen für das Dampflok-Denkmal in Lauda nötig
  • Bereitet ihren Freunden Kopfschmerzen: Das Dampflok-Denkmal in Lauda.
    Fotos (2): Jerôme Umminger
  • Einsatz für die Lok: Bürgermeister Thomas Maertens (links) will die Dampflokfreunde unterstützen. Rechts der Vorsitzende Reimund Brau.
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Wenn Reimund Braun an die nahe Zukunft des Dampflok-Denkmals in Lauda denkt, treibt es ihm die Sorgenfalten ins Gesicht. Dann spricht der Vorsitzende der „Interessengemeinschaft der Dampflokfreunde Lauda“ nicht mehr vom Dampflok-Denkmal, sondern vom „schwarzen Ungetüm“.

In den nächsten beiden Jahren seien Investitionen in fünfstelliger Höhe nötig, ließ Braun auf der Jahreshauptversammlung wissen. Ansonsten droht der Verfall. Diese Beträge kann die Interessengemeinschaft aber ohne Hilfe nicht alleine stemmen. Braun: „Das können wir nicht alles aus unserer Kasse bezahlen.“

Viel Herzblut und eigenes Geld

Es war von Beginn an klar, dass solche kostspieligen Instandhaltungsmaßnahmen immer wieder nötig sein werden. Schon am 1. Februar 1976 titelten die Fränkischen Nachrichten zur Gründung der Dampflokfreunde: „Mehr Sorgen als die Finanzierung scheint die Unterhaltung des Denkmals zu bereiten.“ Und auch wenn die Dampflokfreunde jedes Jahr mit viel Herzblut, ehrenamtlicher Arbeit und Geldern aus der eigenen Tasche Ausbesserungen an der Dampflok vornehmen, diesmal gehen die notwendigen Arbeiten über das normale Maß hinaus.

Zunächst muss die Dampflok komplett abgestrahlt werden, um sie anschließend neu grundieren und lackieren zu können. Zudem müssen Bleche und andere Teile für mehrere tausend Euro ausgetauscht werden. Einen Teil der Kosten wollen die Dampflokfreunde selbst beisteuern. Die Rede ist von 10 000 Euro. Zudem hat auch der Heimat- und Kulturverein, vertreten durch Günther Besser, erklärt, sich in einem gewissen Rahmen finanziell zu beteiligen. „Ihr könnt mit uns rechnen“, ließ Besserer die Dampflokfreude wissen.

Trotzdem fehlt nach ersten Schätzungen selbst in diesem Fall noch eine größere Summe. An dieser Stelle sprang Thomas Maertens, Bürgermeister von Lauda-Königshofen, in die Bresche und sagte seine Hilfe zu: „Ich will mich im Gemeinderat für die finanzielle Unterstützung durch die Stadt einsetzen.“ Andere finanzielle Zuwendungen, wie etwa aus Fördertöpfen, können die Dampflokfreunde aber nicht erwarten. „Denn Eigentümer der Dampflok ist offiziell immer noch die Stadt“, erklärte Bürgermeister Thomas Maertens.

Finanzprobleme spätestens 2013

Mit den ersten Instandsetzungsmaßnahmen wollen die Dampflokfreunde schon dieses Jahr beginnen. Dafür, so glaubt Braun, werden zunächst noch keine Zuwendungen der Stadt Lauda-Königshofen notwendig sein. Spätestens nächstes Jahr wird die Interessengemeinschaft allerdings an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Um nicht handlungsunfähig zu werden, hoffen die Dampflokfreunde spätestens 2013 auf einen wohl gesonnenen Gemeinderat.

Von unserem Mitarbeiter

Jerôme Umminger

    
    

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