publiziert: 22.05.2012 16:01 Uhr
aktualisiert: 24.05.2012 12:02 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text KÖNIGHEIM
Übernahme einer schönen Aufgabe

Tagung des VdK-Kreisverbandes: Kurt Weiland ist der neue Mann an der Spitze
  • Fotos: Herbert Bickel
    Dank per Urkunde: Zum Ehrenvorsitzenden ernannte man den bisherigen ersten Mann des VdK-Kreisverbandes, Willi Häußler (Mitte), hier mit dem Bezirksvorsitzenden Werner Raab (links) und dem Geschäftsführer Bernhard Gschwender.
  • Neues Duo im Amt: Beim 22. Kreisverbandstag des VdK-Kreisverbandes Tauberbischofsheim wählten die 62 Delegierten auch den Vorstand für die kommenden vier Jahre, an der Spitze Kurt Weiland (Dritter von links), daneben die Stellvertreterin Lilo Jaksch.
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In Königheim begann einst die Amtsperiode von Willi Häußler (Nassig) als Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes Tauberbischofsheim und im dortigen Pfarrsaal endete nun auch nach elf Jahren diese Ära. Beim nur alle vier Jahre stattfindenden Kreisverbandstag des Sozialverbandes wählten die 62 Delegierten aus 21 Ortsverbänden jetzt einen neuen Vorstand mit einem neuen Mann an der Spitze: Kurt Weiland (Lengenrieden), Mitglied des Ortsverbandes Königshofen/Beckstein. Der Hauptbestandteil der mehrstündigen Zusammenkunft lag vor allem in den einzelnen Geschäftsberichten, die durchweg eine positive Bilanz aufwiesen.

Es gelte nun für die nächsten vier Jahre die Weichen zu stellen, betonte Willi Häußler, der unter anderem die VdK-Kreisvorsitzenden aus der näheren und weiteren Umgebung willkommen hieß, bevor der Vorsitzende des seit 2004 in der heutigen Form bestehenden Ortsverbandes Königheim, Werner Waltert, näher auf die Besonderheiten im örtlichen VdK einging. Nach dem Totengedenken mit Namensnennung seitens der Frauenvertreterin Margarete Schmidt (Rauenberg) gehörte das Wort dem Vorsitzenden des Bezirksverbandes Nordbaden, Werner Raab (Ettlingen), der mit Stolz auf über 206 000 Mitglieder in Baden-Württemberg verwies. Mit etwa 4200 trage der Kreisverband Tauberbischofsheim einen nicht unerheblichen Anteil dazu bei, dass man sich in diesem Zusammenschluss jederzeit heimisch und wohlfühlen könne, bekräftigte der Stellvertreter im Landesverband.

Demenz neu definieren

Hauptsächlich die Beratung in allen Fragen rund um das Sozialrecht spreche für den VdK, so der frühere Bürgermeister und jetzige Landtagsabgeordnete, der diesem wichtigen Markenzeichen eine hohe Anziehungskraft beimaß. „Wir werden auch ganz oben gehört“, wandte sich Raab der bundesweiten Ebene zu, wobei er einen Gesundheitstest für ältere Autofahrer ebenso ablehnte wie angedachte Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung. Raab, der außerdem der seit Jahren erhobenen Praxisgebühr eine Absage erteilte, bezeichnete daraufhin die Pflegeversicherung als eine Baustelle, bei der es gelte, die Demenz neu zu definieren.

Nach der Auflistung weiterer Forderungen von Seiten des VdK und der Würdigung der ehrenamtlichen Mitarbeiter hob der Bezirksvorsitzende hervor, dass man in der Geschäftsstelle in der Hauptstraße 6 in Tauberbischofsheim seit dem 1. April über einen eigenen Rechtsreferenten verfüge. Dies sei Albrecht Zentgraf aus Lauda.

Im Anschluss folgte der umfangreiche Geschäftsbericht des Kreisvorsitzenden, der einige wesentliche Punkte der Wahlperiode zwischen 2008 und 2012 herausgriff – angefangen von etlichen Terminen bis hin zur erfreulichen Entwicklung der Mitgliederzahlen. Mit 248 Neuaufnahmen und damit 6,27 Prozent rangiere der Kreisverband mit Abstand an der Spitze in Nordbaden, unterstrich Willi Häußler, der dies auch auf die Sekretärin Margot Härtl (Schweigern) und den Rechtsreferenten Marcel Hofmann (Mosbach) in Verbindung mit den rührigen Ortsverbänden zurückführte. Häußler erinnerte besonders an die Einweihung der Servicestelle mit Büro in der Kreisstadt im Jahr 2006 sowie an die Feier zum 60-jährigen Bestehen des VdK 2008 in der Tauberbischofsheimer Stadthalle mit über 400 Teilnehmern.

Nach der Vorlage des Kassenberichtes durch den Schatzmeister Dieter Röttinger (Wertheim), der nach 14 Jahren nicht mehr kandidierte, entlasteten die 62 Delegierten den Vorstand einstimmig, um damit auf die einzelnen Bilanzen überzuleiten.

Reise-Gutschein für Häußler

Er habe stets für die gute Sache gekämpft, griff noch einmal Willi Häußler in das Geschehen ein, bevor man nach den von Bezirksgeschäftsführer Bernhard Gschwender (Heidelberg) geleiteten Wahlen den 76-Jährigen zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Sein Nachfolger im bisherigen Amt, Kurt Weiland, vor zehn Jahren in die Organisation eingetreten, verdeutlichte den Mitgliedern, dass er nach einer Bestandsaufnahme mit den Verantwortlichen vor Ort gewillt sei, den „Vorzeigeverband“ sichtbar weiterzuentwickeln. Es gehe in erster Linie darum, alle rechtzeitig einzubinden, so der 59-Jährige.

Abschließend dankte man den aus dem Vorstand ausgeschiedenen Personen mit diversen Präsenten. Namens der 21 Ortsverbände gab es von Wolfgang Krayer (Tauberbischofsheim) einen Reise-Gutschein für Willi Häußler, der von einer „schönen Aufgabe“ schwärmte.

In der Geschäftsstelle des VdK in Tauberbischofsheim beriet man im vergangenen Jahr genau 867 Besucher.

VdK-Kreisverband Tauberbischofsheim mit neuem Vorstand

Bis auf die Wahlen zum Vorsitzenden und zum Schriftführer, die auf Antrag geheim abliefen, votierte man beim 22. Kreisverbandstag im Königheimer Pfarrsaal offen, wobei es sonst durchweg einmütige Ergebnisse gab.

Bei 62 Delegierten entfielen auf den neuen Vorsitzenden Kurt Weiland (Lengenrieden) 56 Ja- und vier Gegenstimmen bei zwei Enthaltungen.

Den Posten als Stellvertreterin bekleidet ab sofort Lilo Jaksch (Reicholzheim), als Kassierer fungiert künftig Reinhard Adelmann (Nassig) und das Amt des Schriftführers übernahm in Personalunion ebenfalls Kurt Weiland bei einer Billigung durch 57 Befürworter.

Weiterhin wurden jeweils einstimmig berufen die Frauenvertreterin Margarete Schmidt (Rauenberg), der Obmann Rentner Karl-Heinz Haag (Uissigheim), der Obmann Behinderte Günter Schaupp (Uissigheim), die Beisitzer Sieglinde Hornickel (Hundheim), Horst Behringer (Bobstadt), Hans Volk (Reicholzheim) und Ursula Wagner (Tauberbischofsheim) sowie die Revisoren Margot Härtl (Schweigern) und Hein-Dieter Gessner (Grünsfeld).

Von unserem Mitarbeiter HERBERT BICKEL
    
    

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