aktualisiert: 28.11.2010 15:11 Uhr
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STUTTGART
Zum Winterbeginn Sorge um Wohnungslose
Wohlfahrtspflege schlägt Alarm
(lsw) Zum Winterbeginn schlägt die Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg Alarm: Die aktuelle Liga-Stichtagserhebung der Wohnungslosenhilfe in Baden-Württemberg hat zum 24. September 2010 mit 10 065 Wohnungslosen (2009 : 9906) erstmals eine fünfstellige Zahl erreicht.
Fast ein Viertel der Hilfebedürftigen sei weiblich, jeder achte unter 25 Jahre alt. 85 Prozent fänden Unterstützung durch ambulante Angebote. „Diese Leistungen sind jedoch rechtlich nicht gesichert und können bei unsicherer Haushaltslage wegbrechen“, teilte die Liga mit.
Grund zur Beunruhigung
Details will die Wohlfahrtspflege an diesem Freitag, 3. Dezember, veröffentlichen. Im vergangenen Jahr hatte die Liga beklagte, dass in einem Zehnjahreszeitraum, in dem die Bevölkerung des Landes um zwei Prozent zugenommen habe, die unterste Armutsgruppe um 36 Prozent angewachsen sei.
Die Zahl der betroffenen jungen Menschen unter 25 Jahren und der Frauen habe dabei mit 70 Prozent und 71 Prozent sogar doppelt so stark zugenommen.
„Ein solches Wachstum in einem der reichsten Bundesländer sollte ein Grund zur Beunruhigung sein“, stellte der Verband damals fest. Der Begriff Wohnungslose umfasst alle Menschen, die keine Wohnung haben oder die durch Kündigung und anschließende Räumung obdachlos geworden sind.
Die Liga der freien Wohlfahrtspflege ist ein Zusammenschluss von elf Verbänden im Land, darunter Caritas, Arbeiterwohlfahrt und Deutsches Rotes Kreuz.
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