publiziert: 03.02.2012 13:01 Uhr
aktualisiert: 03.02.2012 13:09 Uhr
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1033 Mastschweine statt 2114 Ferkel

Stadtrat genehmigt Nutzungsänderung für Schweinestall bei Eyershausen – Bürger machen ihrem Ärger Luft

Ein schon im Vorfeld unter den Bürgern diskutiertes Thema stand am Donnerstag auf der Tagesordnung des Stadtrats: Eine Nutzungsänderung für einen der Schweineställe in Eyershausen. Inhaber Christian Schmitt möchte statt der bisher dort genehmigten 2104 Ferkel, 1033 Mastschweine aufziehen. Wie Bürgermeister Thomas Helbling vortrug, handelt es sich um ein privilegiertes Vorhaben im Außenbereich. Sollten aus emissionsschutzrechtlicher Sicht keine Bedenken bestehen, kann die Stadt den Antrag nicht ablehnen.

Diskutiert wurde im Stadtrat darüber, dass bei diesem Stall der Geruch bei entsprechendem Wind bis ins Dorf hineinzieht, was schon unzählige Beschwerden verursacht habe. In der Vergangenheit wurden anscheinend nicht immer alle Auflagen eingehalten. „Allerdings hat der Besitzer inzwischen gewechselt und die Beschwerden sind weniger geworden“, berichtete der in Eyershausen wohnende Stadtrat Philipp Sebald. Während Ferkel auf Stroh gehalten werden und deshalb weniger Gestank produzieren, sieht es bei Mastschweinen, die üblicherweise auf Spaltböden laufen, anders aus. In Großvieheinheiten werden die Tiere umgerechnet, danach richtet sich die Anzahl der zugelassenen Tiere, wobei auch die Anwendung der neuesten Technik eine Rolle spielt. Das wird seitens des Landratsamtes geprüft.

„Dicke Luft“ bei den Bürgern

Aufgrund der Ankündigung der Tagesordnung in dieser Zeitung hatte es schon entsprechende Kommentare im Internet gegeben, darauf wies Sebald. Da heißt es unter anderem: „Bürger wehrt euch gegen die Sauereien! Ja, wie viele Schweineställe sollen denn noch nach Eyershausen? Wir halten es vor Gestank ja jetzt schon nicht mehr aus. Ich hoffe, dass der Stadtrat gegen den Antrag stimmt und uns die Luft nicht noch miefiger macht. Wir haben an drei Ecken unseres Ortes Schweinemastställe, diese Fehler sind schon vor vielen Jahren gemacht worden. Man hätte die Ställe alle an ein Eck des Ortes bauen müssen. Nun aber haben wir die Sch... im wahrsten Sinne des Wortes“.

Kommentatoren sind wahrscheinlich von einem Neubau ausgegangen, aber die Worte spiegeln die Stimmung im Ort. Mit einer Gegenstimme wurde im Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen erteilt vorbehaltlich der Prüfung durch die Immissionsschutzbehörde.

Auch der Antrag auf Abbruch eines Hauses mit Scheune und der Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage in Merkershausen durch Helene Kindermann wurde diskutiert, denn die Zufahrt zu den geplanten Garagen verläuft über eine städtische Grünanlage. Die Weth wurde vor Jahren neu gestaltet, an deren Rand verlief die Zufahrt zur Scheune, die jetzt durch eine Doppelgarage ersetzt werden soll. Das bedeutet zwei Fahrspuren, für die das Landratsamt Rasengittersteine und die Eintragung einer Dienstbarkeit ins Grundbuch empfiehlt. Ein Hoftor, aus dem 18. Jahrhundert stammend, soll außerdem erhalten bleiben. Das Gremium einigte sich darauf, in einem Vertrag mit der Bauherrin die Befestigung, die Gestaltung und die Art der Nutzung der Einfahrt festzulegen. Man möchte auch verhindern, dass die Fahrspuren als Parkfläche dienen.

Unterstellhalle für Autokräne

Keine Einwände gab es zum Bauantrag von Joachim Höpfert, der in Bad Königshofen ein Haus abbrechen und neu bauen möchte und zum Bauantrag von Alexandra und Thomas Rützel, die in Eyershausen ein Wohnhaus mit Doppelgarage errichten wollen.

Die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans im Geltungsbereich „Am Rotkreuzlein“ bezüglich der Dachneigung, Traufhöhe und Überbauung der Baugrenze wurde Heike Weber erteilt, die an der Bamberger Straße in Bad Königshofen eine Unterstellhalle für Autokräne bauen will.

Grünes Licht gab es auch für die Firma Ress, die den Umbau der Aufenthalts- und Umkleideräume in der Ottelmannshäuser Straße plant. Die Firma BSH - Zentrum für erneuerbare Energien, will neben dem jetzigen Gebäude an der Bamberger Straße eine zusätzliche Lagerhalle errichten, gegen den Antrag von Michaela und Rainer Bötsch gab es ebenfalls keine Einwände. Um die Übernahme einer Abstandsfläche durch die Stadt Bad Königshofen ging es bei einer Anfrage durch Harald Mauer, der eine Überdachung für Maschinen in Ipthausen plant, das wurde ihm zugesagt.

Von unserer Mitarbeiterin Regina Vossenkaul
    
    

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Die neuesten Kommentare

mrkotter (37 Kommentare) am 05.02.2012 17:27

Nutzungsänderung?

Meines Wissens sind da schon die ganze Zeit keine Ferkel mehr drin!
(0)
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